Places
Die Firma ABF Architekturbüro Fabini wurde im Mai 1990 gegründet. Ursprünglich war sie ein Kleinunternehmen - eine Form von Privatunternehmen, die damals nach der Wende von 1989 möglich wurde - und ab 1991 eine GmbH ( rumänisch SRL). Inhaber der Firma sind Alida und Hermann Fabini. Sie hat ihren Sitz in Räumen im ersten Stock des Kirchenhauses Wiesengasse (Tipografilor) Nr. 12. Schwerpunkt der Tätigkeit sind vor allem denkmalpflegerische Restaurierungsprojekte; unsere Firma hat aber in den letzten Jahren zunehmend auch Neu- und Industriebauten geplant.
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Strada Tipografilor 12, Sibiu 557260, Romania
Proiectul Ambulanţa pentru monumente inițiat de către un grup de iubitori ai patrimoniului și derulat de către Asociația Monumentum îşi propune să acţioneze eficient în domeniul salvgardării patrimoniului imobil prin punerea în siguranţă a unor obiective de patrimoniu importante aflate în stare avansată de degradare din sudul Transilvaniei, până când acestea vor putea fi restaurate.
Pentru obţinerea unor efecte pe termen mediu si lung , proiectul işi doreşte o mai bună implicare a societăţii civile şi creşterea societăţii filantropice din România pentru prezervarea patrimoniului imobil.Astfel, regula după care funcționează proiectul este simplă: acolo unde există cel puţin un sprijin pentru achiziţionarea materialelor necesare punerii în siguranţă, „ambulanţa” și voluntarii se vor ocupa de punerea în siguranță a acelui obectiv. Proiectul pilot a fost co-finanțat prin Administrația Fondului Cultural Național și este sprijinit de către Alteța Sa Regala Prințul de Wales si Anglo Romanian Trust for Traditional Architecture
*Sursa: https://www.facebook.com/ambulantapentrumonumente
Der Verein „casApold“ wurde 2007 in Trappold gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, sich aktiv in die lokale und regionale rumänische Zivilgesellschaft einzubringen und sie im gemeinnützigen und nachhaltigen Sinne mitzugestalten. Dabei stehen Aktivitäten, die zur Verbesserung des Bildungs- und Kulturangebotes auf dem Land beitragen, im Vordergrund. Seit der Gründung wurden außerschulische Bildungsprogramme für Kinder und Jugendliche durchgeführt, u.a. eine tägliche „After-School“ (Hort) seit 2009 eingerichtet und Umweltcamps organisiert. Die Arbeit von casApold wurde bereits von CORONA Berlin e.V., dem Mihai Eminescu Trust, der Fundatia pentru Parteneriat (RO) und der Romenie Comitee Diest (BL) unterstützt.
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Charge yourself with the energy of rivers and wild forests, admire enchanting landscapes and the spectacle of nature. Activate on one of the marked hiking trails in the Carpathian mountains or in the Transylvanian Highlands.
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Die Pension Bassen befindet sich in dem alten siebenbürgischen Dorf Baaßen. Bekannt und beliebt ist Baaßen auch als Spa Urlaubsort. Die Pension, begleitet von dem Slogan "klein aber oho", ist ein Natur-Paradies, wo noch traditionelles transylvanisches Dorfleben gefunden werden kann.
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Localitatea Bazna, 237, Bazna 557030, Romania
Carpathian Travel Center is a Destination Management Company from Transylvania – Romania, specialized in the inbound tourism for Romania.
Through better concepts and because of our long experience in incoming tourism in Romania, we have rich and diverse programs for the year 2013. The programs include: the visit of cultural objectives, the participation at events and festivals, visiting the villages and meeting simple peasant families that still manage to keep their originality and traditions.
The programs and the offers of the CARPATHIAN TRAVEL CENTER brand aim individual tourism. They are structured in an uncomplicated ,easy going manner which ensure you a memorable, stress free vacation in Romania.
Our guides are well trained and they are speakers of the following languages: English, German, French, Spanish, Italian, Hungarian, Polish and Russian. They accompany groups from the first to the last day, taking care of your stay, so that it becomes an unforgettable one.
We offer you:
• a competent, young and dynamic team which will answer your requests promptly,
• transportation with or own buses,
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• flexibility in booking conditions, contingent on a longer period,
• daily city tours, 1 day tours, tours, active holidays, APS, City-Breaks etc.
• entertainment, folklore evenings, medieval nights,
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• transfers all over the country,
• travel assistance 24 hours.
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Piața Mare 12, Sibiu 550163, Romania
Casa Paleologu has always been a privileged place of intellectual discussions and friendships. The house on 34, Armeneasca str. was built in 1932 by Mihail Paleologu and Emilia, his third wife, after they were forced to sell the old tall house on Paleologu street, erected during the first half of the 20th century by the serdar Nicolae Paleologu, the son of the “medelnicer” Mihail Paleologu. The house on Armeneasca street is a comfortable bourgeois building in the cubist style of the 30s, but the furniture and the atmosphere bear the mark of aristocratic manors.
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Zweck unseres gemeinnützigen Vereins “churchfortress e.V. Friends of Hundertbücheln - Movile “ ist auf der einen Seite die Erhaltung des architektonischen Erbes der einzigartigen Kirchenburgen in Siebenbürgen und ihrer ganzen¬ Ensembles sowie der charakteristischen Kulturlandschaft und der mittelalterlichen Dörfer.
Auf der anderen Seite versucht der Verein Impulse zur Entwicklung einer auf regionalem Maßstab basierenden und kleinräumig strukturierten Wirtschaft in einer der ärmsten Regionen unserer Europäischen Union zu setzten. Dabei steht die Stärkung und Bewahrung des zum Teil nach wie vor bestehenden traditionellen Handwerks und der nachhaltigen kleinbäuerlichen Bewirtschaftung im Vordergrund.
Viele - aber natürlich nicht alle - der internationalen Mitglieder des Vereins (aus Deutschland, England, Rumänien, Slowenien, Ungarn, Österreich und Bayern) haben ihren beruflichen Hintergrund im Fachbereich der Landschaftsarchitektur und versuchen, ihre ökologische und ästhetische Ausbildung zum Wohle des Dorfes Hundertbücheln / Movile und auch anderer Transilvanischer Dörfer einzusetzen.
Als Planer und Planerinnen sehen wir den besonderen Wert einer kohärenten und integrativen Landschaft und sind in der Lage, das alltägliche Leben der Menschen durch den Dreiklang von Architektur, Naturschutz und Freiraumplanung langfristig zu verbessern. Darüber hinaus ziehen wir für jedes unserer gemeinschaftlich organisierten Projekte weitere regionale aber auch internationale Experten und Expertinnen aus Handwerk, Denkmalschutz, Architektur, Ökologie, Landwirtschaft , Produktdesign, Regionalentwicklung, Kulturwissenschaften und lokalen Initiativen hinzu, um eine an die Bedürfnisse der Lokalbevölkerung angepasste Entwicklung des Lebensstandards in der Jahrhunderte alten Kulturlandschaft erreichen zu können.
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Iacobeni, Romania
ou may know it as the area of villages with fortified churches in Transylvania, the cradle of Saxon culture in Romania. Others may know that here you can find UNESCO Heritage monuments (Biertan, Saschiz, Valea Viilor or Viscri) or that it is one of Prince Charles of Wales' favorite Romanian places.
It is certainly the largest protected area in Transylvania, where thousands of bird species nest, a region with High Nature Value Farms, with extremely varied biodiversity, where traditional agricultural practices are preserved.
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Colinele Transilvaniei
Copsamare Guesthouses offers a perfect haven for relaxation and discovery in the heart of Transylvania. All houses have been restored according to the traditional architecture, decorated with local furniture and provided with the comfort of modern lifestyle. A very special atmosphere welcomes you in a cozy and comfortable environment.
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146, Copșa Mare 557046, Romania
Reußdorf / Cund
Die im 15. Jh. entstandene Saalkirche erhielt erst 1804 einen Glockenturm an der Westfassade. Die Pilastergliederung des Turmes weist spätbarocke Merkmale auf. Von der einstigen Befestigungsanlage hat sich nahezu nichts erhalten, lediglich die Form der Ringmauer lässt sich anhand der heutigen Begrenzungsmauer nachvollziehen. Der Chor hat noch sein spätgotisches Rippengewölbe, wohingegen die Kassettendecke des Kirchensaales Anfang des 20. Jh. durch eine flache geputzte Decke ersetzt wurde. Wertvollstes Ausstattungsstück war der vorreformatorische Flügelaltar mit der Darstellung der Passion Christi. Heute ist er in der Bergkirche in Schäßburg (Sighişoara) aufgestellt. Im Chor der Kirche befindet sich ein spätgotisches Gestühl von 1532.
Ort und Umgebung
In abgelegener Lage zwischen den Flüssen Große Kokel und Kleine Kokel (Târnava Mare und Târnava Mică) findet man den 1323 erstmals urkundlich erwähnten Ort Reußdorf. Etwa 50 Jahre später wurde ein Großteil des Dorfes von einer adligen Familie an eine andere weitergegeben. Lediglich acht Hofstellen unterstanden nicht der Verwaltung adliger Familien. Um 1790 werden freie Bauern, die sogenannten „Libertinis“ erwähnt, die, nicht unter dem Einfluss von Feudalherren stehend, auf 16 Hofstellen in Reußdorf lebten. Im Laufe der Jahrhunderte flammten zwischen unterschiedlichen Adligen immer wieder Streitigkeiten um Besitzansprüche in Reußdorf auf. Der überwiegende Teil der zuletzt rund 700 sächsischen Bewohner verließ Reußdorf in den 1990er Jahren. Die siebenbürgisch-sächsischen Höfe wurden vor allem von Rumänen und Ungarn übernommen, aber auch von einer kleinen Zahl von Zuwanderern aus Deutschland. Mehrere ehemalige Bauernhöfe wurden in den letzten Jahren restauriert und zu Ferienwohnungen umgebaut.
Tourismus
Das Resort „Valea Verde“ bietet neben Übernachtungsmöglichkeiten mit hohem Standard auch eine köstliche Küche, die aus saisonalen und regionalen Erzeugnissen hergestellt wird. Das Resort eignet sich sowohl für Geschäftsreisende als auch für Erholungsurlauber und bietet Räumlichkeiten und Ausstattung für große Feierlichkeiten und Events.
Schlüssel sind bei:
Herr Jonas Schäfer
Tel.: +40/265/714 399
Unterkunft:
Rund 40 Gästebetten sind in verschiedenen Ferienhäusern im Dorf verfügbar, Vermittlung durch Valea Verde:
Tel.: +40/265/714 399
Fax: +40/265/714 395
E-Mail: info@cund.de
Internet: www.cund.de
Adresse: Cund, Hausnr. 119
House Nr. 119, Cund 547647, Romania
The Viadrina builds bridges – not only across the River Oder by forming numerous intensive partnerships with universities and institutes in Poland but also by reaching out beyond our region to Central and Eastern Europe as well as to France. It also has more than 250 partner universities worldwide. At the same time, the Viadrina has strong roots in Frankfurt (Oder) and regards itself as a partner for the region, promoting the spirit of enterprise and civil society.
When the other phone does not have coverage, you can also reach us at 0770 677 959. A visit to Central Transylvania is a visit to the past. And your trip will help preserve the small villages of Transylvania: by staying in a traditional rustic cottage, buying local produce, and purchasing local culinary delicacies and crafts, you help to maintain an ancient style of life that is in danger of disappearing. So take a journey to the past; help preserve the past — and don’t delay, book your trip today!
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Alma Vii 103, Alma Vii 557161, Romania
Im frühen 14. Jh. wurde in der Dorfmitte die frühgotische Basilika erbaut. Die Seitenschiffe wurden abgetragen und die Arkaden vermauert, als die Kirche um 1500 wehrbar gemacht wurde. Dazu verstärkte man die beiden Chorjoche, um darüber einen Wehrturm zu errichten. Der polygonale Chorabschluss wurde mit zwei Wehrgeschossen aufgestockt und die Strebepfeiler miteinander verbunden, so dass dahinter Gußscharten entstanden. 1502 ergänzte man die Befestigung mit einem Bering, an dessen Nordwestseite ein Torgebäude mit angrenzender Speckkammer das Ensemble vervollständigt. Der Turm wurde 1827 erhöht und erhielt seinen markanten Turmhelm, gleichzeitig wurden seine Wehranlagen und das Wehrgeschoss des Chores beseitigt. Der charakteristische Westgiebel der Kirche wurde im Zusammenhang mit dem Neubau des Daches 1854 vorgeblendet. Der Innenraum wird dominiert von dem Mitte des 19.Jh. eingezogenen Tonnengewölbe mit Stichkappen. Die Ausstattung stammt überwiegend aus dem 18.Jh.
Ort
Über Jahrhunderte hat die Musik das Leben in Arbegen begleitet. Verantwortlich dafür waren traditionell die Kantoren, Organisten, Lehrer, Pfarrer und Schüler. Seit dem 16. Jahrhundert fanden sich sogenannte Adjuvanten in Chören und Instrumentalgruppen zusammen. Adjuvant ist vom lateinischen adjuvare abgeleitet, was so viel bedeutet wie helfen. Sie spielten vor allem Streich- und später auch Blasinstrumente und begleiteten so alle wichtigen dörflichen Ereignisse. Was kann schöner sein, als im Winter, umgeben von glitzernden und samtweichen Schneedecken, die Seele mit weihnachtlicher Musik zu beglücken? Die Adjuvanten bliesen auf dem Arbegener Turm zu Weihnachten, in der Silvesternacht sowie bei Hochzeiten, Tanzunterhaltungen und anderen Festen.
Besichtigung:
Kuratorin: Frau Ingeborg Petru
Tel: +40758268730 und +40269855143.
Agârbiciu 557026, Romania
Agnetheln / Agnita
Die im 13. Jh. errichtete Basilika wurde zunächst ohne Turm errichtet. Im 15. Jh. wurde sie wehrhaft umgebaut und u.a. mit einem Wehrchor samt Wehrbogengeschoss und Schießscharten ausgestattet. Das Geschoss hat man jedoch im 19. Jh. abgetragen. Im 16. Jh. wurden die Wände der Seitenschiffe erhöht und dadurch das Kirchengebäude zu einer Hallenkirche umgebaut. Der Westturm, Töpferturm genannt, ist mit einem Fachwerkwehrgang ausgestattet. Der Bering wurde zwar im Laufe der Zeit abgerissen, es blieben aber neben dem Töpferturm weitere Türme erhalten: der Torturm, Fassbinderturm genannt, der Schneiderturm, der Schmiedeturm und der Schusterturm. Nicht nur der Bau an sich beeindruckt durch Detailreichtum, sondern auch die Innenausstattung: Im Chor befindet sich der Doppelflügelaltar, ein 1650 entstandenes Kunstwerk, das Reminiszenzen an vorreformatorische, gotische Flügelaltäre aufweist.
Ort und Umgebung
Der Legende nach wurde Agnita von der heiligen Agnetha gegründet und steht seitdem unter ihrem Segen. Mit dem „Urzelnfest“ hat sich in der Stadt bis zum heutigen Tag einer der ältesten und bedeutendsten Bräuche der Siebenbürger Sachsen erhalten. Um den Winter und die bösen Geister zu vertreiben, findet dieses Fest jährlich im Januar oder Februar statt. Furchterregend gekleidete Urzeln marschieren mit Schellengeläut und mit Peitschen und Reifen versehen durch die Stadt und treiben allerhand Schabernack. Neben der schwarzen Zottelkleidung tragen die Urzeln Masken, die „Larven“ genannt werden. Diese bestehen aus einem Drahtgeflecht, auf das eine unheimliche Fratze aufgebracht ist.
Tourismus
Agnetheln war im letzten Jahrhundert als wichtige Bahnstation an der Strecke der sogenannten Wusch (Mocănița) bekannt, die die Städte Hermannstadt (Sibiu) und Schässburg (Sighişoara) verband. Nachdem im Jahr 2001 die letzte Teilstrecke stillgelegt wurde, gibt es inzwischen Bestrebungen einer Nichtregierungsorganisation und vielen freiwilligen Helfern, einen saisonalen Touristenverkehr mit historischen Bahnfahrzeugen einzurichten. Regelmäßig und besonders während der Sommermonate werden spannende, lehrreiche und schöne Events rund um die Mocănița organisiert – nicht nur für Eisenbahnliebhaber, sondern insbesondere für Kinder und Familien ein tolles Erlebnis.
Mehr unter:
www.sibiuagnitarailway.com
www.phototour.mocanita.ro
www.mocanita.ro/mh/
Gasthaus:
Das Predigerhaus (2015 umgebaut)
8 schöne, große Zimmer (2 mit Bad; 6 mit zwei Gemeinschaftsbädern)
Adresse: Strada Nouă 16
Auskunft und Buchung: Pfarrerin Astrid Hofmann
Tel.: (0049-170) 9088492
E-mail: igelstation.hofmann@gmail.com
Closed
Almen / Alma Vii
In der ersten Hälfte des 14. Jh. wurde an der Stelle der heutigen Kirchenburg zunächst eine kleine Saalkirche errichtet. Um den immer häufiger werdenden Angriffen auf Almen standhalten zu können, wurde diese im 16. Jh. wehrhaft umgebaut. Dadurch erhielt der Chor zwei Geschosse, die mit Guß- und Schießscharten ausgestattet sind. Ebenfalls im 16. Jh. wurde der polygonale Bering errichtet, der mit Türmen in den jeweiligen Himmelsrichtungen verstärkt ist. Das erste Geschoss des Glockenturms ist bewohnbar und mit einem Rauchabzug versehen. Das zweite Geschoss hat in jeder Ecke kleine Erker, in die jeweils drei Schießscharten eingelassen sind. Es handelt sich hierbei um ein Baudetail, das so auch in Thüringen, Deutschland, zu finden ist. Sehenswert ist darüber hinaus der Torturm, eine massive Konstruktion mit einem Wehrgang auf fünf Geschossen, von denen drei mit Verteidigungseinrichtungen ausgestattet sind.
Ort und Umgebung
Herkunft und Bedeutung des Ortsnamens können nicht genau nachvollzogen werden. Es wird jedoch angenommen, dass er entweder auf das althochdeutsche Wort „almo” zurückgeht, was Ulme bedeutet, oder aus dem ungarischen Wort für Apfel abgeleitet wurde. Für Letzteres spricht die Nutzung der Wiesen in und um Almen: Da die Früchte hier besonders prachtvoll gedeihen, betreiben die Bewohner des Dorfes schon seit frühester Zeit Obstanbau.Auf einem Bergrücken inmitten von Obstbäumen liegt die mächtige Kirchenburg mit ihrer gut erhaltenen Flusssteinmauer und den vier Wehrtürmen. Die Burg konnte nie erobert werden. Der Legende nach ist dies auch der tapferen Burghüterin Alma zu verdanken, die einst als erste Dorfbewohnerin eine wütend herbeistürmende Tatarenhorde gesehen haben soll. Um die einfallenden Tataren abzulenken, kleidete sie sich in schmutzigen Fetzen, schmierte sich Marmelade und Kohle ins Gesicht und führte hexenhafte Tänze auf. Die Dorfbewohner hatten nun ausreichend Zeit zur Flucht.
Projekte im Ort
Die mächtige Kirchenburg thront über dem von Landwirtschaft, Viehzucht und traditionellem Handwerk geprägten Dorf. Seit 2009 ist der Mihai Eminescu Trust (MET) in Almen tätig und hat bereits verschiedene Projekte zur Restaurierung der Kirchenburg und zur allgemeinen Dorfentwicklung durchführen können. Gemeinsam mit internationalen Partnern wird derzeit ein „Zentrum für Interpretation der traditionellen Kultur Almen“ entwickelt. Weitere Informationen finden Sie unter www.almavii.ro oder www.mihaieminescutrust.ro
Gasthaus:
Gästehaus Nr. 103
1 kleines Appartement (DZ, Bad), 1 großes Appartement (2 DZ, 2 Bäder), Küche, Hof mit Terasse
In der Alten Schule
2 Vier-Bett-Zimmer (Jugendherbergsstil)
Auskunft und Buchung: Mihai Eminescu Trust
Tel.: (0040-724) 000350
E-mail: booking@experiencetransylvania.ro
Internet: www.experiencetransylvania.ro
Alzen / Alțâna
Die im 13. Jh. errichtete romanische Basilika erfuhr im Verlauf der Geschichte mehrere Umbauten: Die ehemalige Apsis wurde durch den gegenwärtigen gotischen, polygonal abgeschlossenen Chor ersetzt und das südliche Seitenschiff bekam ein barockes Gewölbe. Im 15. Jh. wurde das Mittelschiff mit einem spätgotischen Netzgewölbe überspannt und im 19. Jh. wurde der zusammen mit der Sakristei errichtete Glockenturm mit Wehrgang durch den heutigen Turm im neugotischen Stil ersetzt. Die Anlage wurde mit einem ovalen Bering verstärkt, versehen mit Zwinger und Wehrtürmen in den vier Himmelsrichtungen. Der Nordturm stürzte jedoch im 20. Jh. ein und die Vorratskammern im Innern der Kirchenburg wurde abgetragen.
Ort und Umgebung
Das Dorf Alzen hat eine lange Geschichte, die sich auch in der pittoresken Kirchenburg widerspiegelt. Die Burg liegt auf einem Hügel inmitten des Dorfes. Während es an diesem Bauwerk noch heute Spuren aus der vorreformatorischen Zeit zu entdecken gibt, scheint ein anderer Zeuge der Vergangenheit spurlos verschwunden zu sein: Der Bach, welcher in der Nähe des Dorfes fließt, murmelt Geschichten über eine geheimnisvolle Mühle, die vor langer Zeit an seinem Ufer gestanden haben soll. Die Legende sagt, dass in der Neujahrsnacht unheilvolles Geläut von dem Dachboden der Mühle und auch aus dem dunklen Wasser zu hören gewesen sein soll. Der letzte Müller pachtete die Mühle, ohne von diesem Spuk zu wissen und flüchtete in seiner ersten Neujahrsnacht von Entsetzen gepackt. Am nächsten Morgen war die Mühle spurlos verschwunden, nur ihren Namen hat sie dem Bach hinterlassen. Dieser heißt auch heute noch „Alt-Mühlgraben“. Auch das Feld hinter dem Bach, „Bei der alten Mühle” genannt, erinnert an frühere Zeiten.
Tourismus
In Alzen befindet sich ein interethnisches Museum der ganz besonderen Art: eine sehr umfangreiche und daher sehenswerte Sammlung rumänischer, sächsischer und ungarischer Kulturobjekte ist hier ausgestellt und lädt die Besucher zu einem informativen Rundgang ein. Bei einer Fahrt durch das Harbachtal sollte man etwas mehr Zeit einplanen und dem Museum einen Besuch abstatten.
Schlüssel sind bei:
Frau Rosemarie Müller
Tel.: +40/744/105 620
Achtung: Die Kirchenburg ist auf Grund eines eingestürzten Kirchendaches derzeit leider nicht begehbar.
Gării Nr. 54, Alţâna 557005, Rumänien
Closed
Durch Erhöhung der Seitenschiffe einer romanischen Basilika entstand im 15. Jh. die dreischiffige Hallenkirche von Trappold. Dabei wurden auch Chor und Schiff überwölbt und die Wände der Seitenschiffe in oktogonale Pfeiler aufgelöst. Die bis dahin turmlose Kirche erhielt einen Westturm, der zusammen mit Schiff und Chor zwischen 1504 und 1507 zu Verteidigungszwecken mit Wehrgeschossen ausgebaut wurde. Von den Wehranlagen des 15. und 16. Jh. haben sich die äußeren Ringmauern und drei Verteidigungstürme erhalten. Die innere Mauer wurde im 19. Jh. abgetragen, ist jedoch an den freigelegten Fundamenten gut ablesbar. Auf der Nordseite befindet sich ein mit Schießscharten ausgerüstetes Speichergebäude. Im Inneren der Kirche sind der klassizistische Orgelaltar von 1821 sowie eine gotische Sakramentsnische bemerkenswert. Kanzel und Empore stammen aus den Jahren um 1760.Im Zuge von Restaurierungsarbeiten wurde ein hölzernes Taufbecken von 1686 konserviert und gotische Wandmalerein freigelegt. Im romanischen Triumphbogen erkennt man die aus dem 14.Jh. stammenden Fresken: die 5 törichten und die 5 klugen Jungfrauen.
Ort
In strategisch günstiger Lage auf einem Hügel gelegen und vom Schaaser Bach umflossen wurde im 13. Jh. eine Basilika erbaut, aus der später die Trappolder Kirchenburg hervorging. Die Burg überdauerte wechselvolle Zeiten und ist bis heute nahezu komplett erhalten mit Ringmauern, Wehrtürmen und Lagerräumen.
Seit 2004 kümmert sich Sebastian Bethge und ab 2007 der Verein casApold um die Anlage. Mit behutsamen und angepassten konservatorischen Maßnahmen, wurde in kleinen Schritten und in viel ehrenamtlicher Arbeit von Fachleuten, Handwerkern und Freiwilligen die Kirchenburgen Instandgesetzt. Das Engagement des Vereins führte zur Aufnahme in ein EU-Projekt mit dem die Kirchenburganlage im Ganzen gesichert werden konnte. CasApold pflegt und restauriert die Kirchenburg zusammen mit dem Alten Pfarrhaus. Seit Anfang 2004 werden jährlich Seminare und Workshops im Bauhandwerk und Gartenbau durchgeführt.
Vor Ort kann man sich ein Bild von den Aufgaben eines Burghüters machen, die sich an die jeweilige Zeit angepasst haben: Vor einigen Hundert Jahren musste er nach Feinden Ausschau halten und die Anlage verwalten, später läutete er die Glocken und heizte die Gemeindestube. Heute ist er eine Art Denkmalpfleger und Projektmanager, der die Burg verwaltet und Instand hält. Aber auch Fördermittel einwirbt, Gottesdienste vorbereitet, Touristen betreut sowie Konzerte und Veranstaltungen organisiert.
CasApold plant den Aufbau einen Zentrum für traditonelles Bauhandwerk im Pfarrhaus und auf der Kirchenburg.
Besichtigung: Verein CasApold und Evangelische Gemeinde:
Kurator/Burghüter Sebastian Bethge
Tel: +40/722/208 495
DJ106 166, Apold, Romania
Die heutige Großpolder Kirche wurde 1836 nach Abriss der alten romanischen Basilika vollständig neu als Saalkirche errichtet. 1867 wurde der Turm ergänzt. Der Innenraum ist ein schönes Beispiel für eine klassizistische Kirche, in der aus dem Vorgängerbau die 1816 gebaute Orgel und der Altar von 1751 Platz gefunden haben. Von der ehemaligen Kirchenburg haben sich nur wenige Reste erhalten. Bemerkenswert ist die abseits der Hauptstraße gut erhaltene Struktur des sächsischen Dorfes mit Gassen und den charakteristischen Bauernhöfen. Bis heute haben sich hier die typisch siebenbürgischen Bauernhausfronten erhalten.
Ort
Großpold ist eines der drei Landlerdörfer in Siebenbürgen, in denen im Laufe des 18. Jh. aus dem österreichischen Kernland zwangsverschickte Protestanten angesiedelt wurden. Weil sie ein weitgehend entvölkertes und verwüstetes Dorf vorfanden, in dem sie die Bevölkerungsmehrheit bildeten, konnten sie hier ihre eigene Mundart und ihre Trachten bis in die jüngste Vergangenheit erhalten.Großpold entwickelte sich ab dem 13. Jh. zunächst zu einer der wichtigsten sächsischen Siedlungen im sogenannten Unterwald. In der Mitte des 17. Jh. wurde das Dorf jedoch vollständig niedergebrannt und in den folgenden Jahrzehnten verhinderten Hungersnöte, Pestepidemien und Kriege ein Anwachsen der Bevölkerung. Bereits aus dem Jahr 1689 gibt es einen Bericht des örtlichen Pfarrers über die trostlose Situation der Bevölkerung von Großpold.Die Zuwanderung der Landler in der Mitte des 18. Jh. brachte eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage im Ort mit sich.
Schlüssel sind bei:
Familie Meitert im Pfarrhaus direkt neben der Kirchenburg erhältlich
Tel: +40269534 109 oder +40787515 523
Apoldu de Sus 557151, Romania
Abtsdorf bei Agnetheln / Apoș
Der Ortsname Abtsdorf steht im Zusammenhang mit dem Kerzer Zisterzienserkloster, in dessen Besitz das Dorf im 14. Jahrhundert war. Die Saalkirche mit polygonalem Chor war im Mittelalter durch eine Ringmauer geschützt. Noch im 16. Jahrhundert wurden weitere Befestigungsarbeiten durchgeführt. Nachhaltige Umbauten fanden im 18. Jahrhundert statt: So erhielt die Kirche etwa erstmalig ein Ziegeldach und neue Fenster. 1799 wurde schließlich der separat stehende Glockenturm unter der Leitung des Baumeisters Michael Salzer aus Birthälm errichtet. Die letzten Reste der mittelalterlichen Ringmauer wurden 1913 anlässlich der Errichtung des Schulgebäudes entfernt. Der neugotische Altar, das Taufbecken und die Orgel sind Werke des 19. Jahrhunderts. Heute kümmert sich der im ehemaligen Pfarrhaus ansässige Reiterhof „Villa Abbatis“ um den Erhalt der Kirche.
Schlüssel sind bei:
Herrn Mihai Barbu
Tel.: +40/724/736 025
Apoș 557036, Romania
Arkeden / Archita
Von der einstigen romanischen, dreischiffigen Basilika haben sich nur die Außenmauern erhalten. Die Kirche wurde zunächst gotisch überformt und mit einem Turm erweitert, bevor sie Anfang des 16. Jh. durch Abbruch der Seitenschiffe und durch Aufstockung mit einem Wehrgeschoss wehrbar gemacht wurde. Der Turm wurde hierbei verstärkt und mit einer Kampfplattform ausgerüstet. Schon Ende des 15. Jh. waren die umfassenden Wehranlagen der beiden Ringmauern mit Verteidigungstürmen an den Ecken entstanden. Nach einem Brand 1748, der auch das Dorf zerstörte, erhielt die Kirche ihre heutige Form mit einem Tonnengewölbe und einem neuen Dach. Aus dieser Zeit stammt auch die barocke Innenausstattung mit Seitenemporen und einer doppelstöckigen Westempore, auf der die Orgel des bedeutenden Orgelbauers Samuel Maetz von 1824 steht. Der hochbarocke Altar wurde bereits 1752 von Meister Philippi aus Schässburg (Sighi?oara) geschaffen, der auch elf Jahre später die Kanzel schuf.
Ort und Umgebung
Wie haben sich die siebenbürgischen Dörfer im Mittelalter vor osmanischen Angriffen geschützt? In der Kirchenburg von Arkeden lässt sich dies anschaulich nachvollziehen: Die Kirche ist von zwei Ringmauern umgeben. Die mit sieben Türmen verstärkten Mauern sowie Teile eines hölzernen Wehrgangs sind bis heute erhalten geblieben. Vom massiven Glockenturm hat man einen weiten Blick über die Umgebung. Doch zwischen den hohen Ringmauern und der Kirche kann man immer noch die Enge spüren, in die sich die Dorfbewohner bei Gefahr flüchteten. An der inneren Mauer sind die Pechnasen zu erkennen, aus denen in höchster Not siedendes Pech auf Angreifer geschüttet wurde. Es konnte im Fall der Belagerung in einem speziellen Raum im Glockenturm erhitzt werden.Die hügelige Umgebung von Arkeden lädt zu Erkundungen ein, um die Überreste des Dorfes Wordt zu suchen. Dieses ging den Überlieferungen zu Folge einst an der Pest zu Grunde. Heute ist auch das Wissen um die genaue Lage der Ruinen in Vergessenheit geraten.
Aktivitäten
EU-Projekt „18 Kirchenburgen“
Träger: Landeskonsistorium der Evangelischen Kirchen A. B. in Rumänien
Baukosten: 200.000 EUR
Zeitraum: 2010-2014
Schlüssel sind bei:
Frau Garofiţa Tutu
Tel: +40/762/976 400
Archita 547636, Romania
Von der weitreichenden Bedeutung Hetzeldorfs im Mittelalter zeugt die in mehreren Bauphasen entstandene gotische Basilika mit Querschiff, Sakristei und Westturm. Die schönen Steinmetzarbeiten an den Pfeilern des Mittelschiffes entstammen der ersten Bauphase um 1380, während das Westportal möglicherweise in der zweiten Phase Anfang des 15. Jh. hinzugefügt wurde. 1499 wurde der Bau mit der dritten Bauphase abgeschlossen, in der die Gewölbe über den Schiffen und dem gleichzeitig erhöhten Chor sowie die oberen Turmgeschosse errichtet wurden. Die Befestigung der Burg, von der sich ein Teil des äußeren Berings mit dem Torturm erhalten hat, stammt aus der zweiten Bauphase Anfang des 15. Jh. Im Kircheninnenraum befinden sich neben den wunderbaren Kapitellen der Pfeiler ein spätgotisches Sedile und das fein gearbeitete Sakristeiportal. Im Chor steht noch ein mit Schnitzereien und Intarsien versehenes Gestühl von 1516, möglicherweise aus der Werkstatt des Tischlers Johannes Reychmut aus Schäßburg (Sighişoara).
Ort
In Hetzeldorf geht Johannes Klatt, genannt Hansi, war vielen Jahrzehnten Burghüter der Kirchenburg Hetzeldorf und läutete in dieser Zeit dreimal am Tag die Glocken. Das ist besonders anstrengend, wenn im Dorf jemand verstorben ist. Dann muss eine volle Stunde geläutet werden und Hansi wird von den Stricken der Glocken im Turm auf- und abgezogen. Auch wenn ein Unwetter droht, eilt er in den Turm und läutet, bis die Gewitterwolken vorübergezogen sind. So konnte Hansi bislang alle Gefahren von dem Dorf fernhalten.Nach dem Läuten steigt Hetzeldorfs Glöckner manchmal die hölzernen Stufen zum Turm hinauf. Von der Spitze des Turms aus, vorbei an den gotischen Fenstern, die zugemauert wurden, als Hetzeldorf noch von Feinden, den „Rennern“ und „Brennern“ bedroht war, kann man die rötlichen Ziegeldächer sehen, die den Wellen der Straße folgen, die das Dorf gen Norden verlässt und zwischen Weinbergen verschwindet.
Schlüssel sind bei:
Frau Susani Schöffend
Tel.: +40754867913
Biserica Fortificata Atel
Freck / Avrig
Im 13. Jahrhundert wurde in Freck eine der Hl. Katharina geweihte romanische dreischiffige Pfeilerbasilika gebaut. Im Erdgeschoß des Glockenturms, welches als Vorhalle dient, ist ein Kreuzgewölbe zu finden. An dem bemerkenswerten Westportal sind Reste von Steinplastiken erhalten, die z.B. an Holzmengen erinnern. Um 1500 werden im Zuge des Umbaus zur Saalkirche die Seitenschiffe abgetragen, der Chorabschluss begradigt und der Glockenturm um eine Etage erhöht. 1765 erhalten Chor und Schiff Barockgewölbe. Von der ursprünglichen Befestigungsanlage sind noch Teile eines ovalen Berings sowie Reste eines Torturms vorhanden. Die Turmuhr ist ein Geschenk des Gubernators Samuel von Brukenthal (1770).
Die Kanzel samt Baldachin stammt aus dem 18. Jahrhundert, der spätbarocke Altar aus dem Jahr 1805.
Schlüssel sind bei:
Herrn Nicolae Alexan
Tel.: +40/743/765 412
Avrig 555200, Romania
Frauendorf / Axente Sever
Die Kirche von Frauendorf ist ein gewichtiger Zeuge der schweren Zeiten, die die Region erlitten hat. Denn nicht nur der Bering verfügt über Wehrsysteme, sondern das ganze Kirchengebäude ist befestigt. Der massive Turm zwischen Saal und Chor ist aus dem 14. Jh. Er besitzt als letztes Geschoss einen Wehrgang und im ersten und zweiten Obergeschoss einfache, längliche Schießscharten, die innen als Nischen ausgebildet sind. Sowohl der Chor als auch das Schiff wurden mit zwei übereinander liegenden, mit Schießscharten versehenen Wehrgeschossen befestigt. Auf den verstärkten Strebepfeilern der Westfassade wurde ein mit Wurfscharten ausgestattetes Wehrgeschoss errichtet. Das Westportal war mit einem Fallgitter geschützt, dessen Gleitrinnen auch heute noch zu sehen sind. Entlang der erhaltenen Ringmauer finden sich die teilweise rekonstruierten, heute als Gästezimmer genutzten ehemaligen Vorratskammern.
Ort und Umgebung
Die Kirchenburg von Frauendorf war über Jahrhunderte nicht nur das religiöse Zentrum des Ortes, sondern auch sicherer Lagerplatz für wertvolle Waren. In zahlreichen Speichergebäuden, die an der Innenseite der Burgmauer errichtet wurden, waren jeder Familie Räume für Getreide, Fleisch und andere Lebensmittel zugewiesen. So wurde das Korn nach der Ernte nicht auf den Höfen gelagert, sondern direkt in die Burg gebracht, um es vor möglichen Angreifern zu schützen. Eine besondere Prozedur war die Einlagerung des Specks im sogenannten Speckturm: Dieser war nur an Sonntagen nach dem Gottesdienst geöffnet. Um sicherzugehen, dass sich niemand an fremdem Speck bediente, ritzten die Familien spezielle Zeichen an den frischen Schnittkanten ein. Die Lagerräume wurden in den letzten Jahren zu Gästezimmern umgewandelt, so dass Besucher heute innerhalb der mächtigen Burgmauern wohnen können. Außerdem wurde ein Museum eingerichtet, das über die Geschichte der Kirchenburg und des Dorfes berichtet.
Schlüssel sind bei:
Herrn Ladislau Ciocan
Tel.: +40/749/680 770
und Frau Ilse Constantin
Tel.: +40/269/847 328
Übernachtungsmöglichkeiten in der Kirchenburganlage:
4 Appartements, 16 Betten
Gasthaus:
In den Alten Kornkammern
Appartements mit je 2 Zimmern und 4 Betten
Bad
Auskunft und Buchung: Ladislau Ciocan
Tel.: (0040-749) 680770
E-mail: ladislau.ciocan@turistintransilvania.com
Principala 316, Axente Sever 557025, Romania
Bogeschdorf / Băgaciu
Die Kirchenburg befindet sich an der Hauptgasse des Dorfes. In seiner Mitte entstand um 1420 ein Gotteshaus, das im Laufe des 15. Jh. mit einer Ringmauer, einem Torturm sowie drei Basteien gesichert wurde. Neben dem Tor- ist der Nordostturm bis heute erhalten geblieben. Ende des 15. Jh. wurde die Kirche um einen Glockenturm erweitert, der mit einem vorgelagerten siebenfach gestaffelten Trichterportal ausgestattet ist. Kurze Zeit später erfolgte die Befestigung der Kirche. Über dem Kirchsaal und auf dem Glockenturm entstand ein Wehrgeschoss, das auf Strebepfeilern ruht. Es wurde im 18. und 19. Jh. schrittweise entfernt, allerdings am Glockenturm 1973 rekonstruiert.Das vorhandene Chorgestühl aus dem Jahr 1533 ist eines der wertvollsten seiner Art in Siebenbürgen.
Ort und Umgebung
Unabhängig davon, ob man die Kirchenburg der Weinbaugemeinde Bogeschdorf im goldenen Sonnenlicht, im silbernen Morgennebel oder im weißen Glanz des Mondscheins betrachtet, ihre Mauern scheinen auf Geschichte und Legenden gebaut zu sein. Ein siebengeschossiger Turm, der mit Schlüsselschießscharten und einem Wehrgang ausgestattet ist, wacht über dem Ensemble.Sowohl das West- als auch das Südportal der Kirche sind mit hochwertigen Steinmetzarbeiten ausgestattet. Fragmente der einst üppigen Wandmalerei im Inneren der Kirche sind an der Nordwand freigelegt. Es handelt sich hierbei um einen Darstellung der Apokalypse. Eine von Samuel Maetz 1804 erbaute Orgel befindet sich auf der Empore. Beachtlich an der Kirche sind auch die verwitterten Drolerien rund um den Kirchenchor: Orakelhafte Mauergesichter, die als Dämonen oder Heilige interpretiert werden können.
Schlüssel sind bei:
Frau Susanne Sălceanu
Tel.: +40/740/243 853
House Nr. 62, Băgaciu 547090, Romania
Bulkesch / Bălcaciu
Auf unregelmäßigem polygonalem Grundriss erhebt sich der aus dem 14. Jh. stammende Chor der Kirche von Bulkesch, der im 16. Jh. durch drei Wehrgeschosse erhöht wurde. Über ihm hat sich ein seltenes Beispiel für ein hölzernes Chor-Wehrgeschoss erhalten. Auf der Nordseite befindet sich die zeitgleich erbaute zweigeschossige Sakristei. Aus dem Material der abgetragenen alten Kirche und der inneren Verteidigungsmauer wurde von 1807 bis 1810 die heutige Kirche als dreischiffige Hallenkirche mit vier profilierten Pfeilerpaaren und einem Tonnengewölbe errichtet. Erst 1856 erhielt die Kirche den heutigen Turm mit spitzem Turmhelm. Der ringförmig angelegte äußere Bering weist noch fünf kleine Wehrtürme auf, von denen der südliche als Tor ausgebildet ist. Der klassizistische Innenraum der Kirche besticht durch seine einheitliche Gestaltung in Weiß und Gold mit sparsamem Stuck. Dies gilt auch für die Maetz-Orgel von 1820 und die reich verzierte Kanzel.
Ort und Umgebung
Bulkesch liegt zwischen den Flüssen Große und Kleine Kokel (Târnava Mare und Mică). Eine Legende erklärt deren Nebeneinander, wie folgt: An ihrem gemeinsamen Quellort im Gurghiu-Gebirge in den Ostkarpaten wetteten die Flüsse einst darum, wer zuerst bei Blasendorf (Blaj) ankommen würde. Die weise Große Kokel floss nur bei Tag, um allen Hindernissen ausweichen zu können. Die Kleine Kokel dagegen, von dampfendem Ehrgeiz erfüllt, floss auch bei finsterer Nacht und musste daher manchmal große Umwege machen oder sogar zurückfließen. Deshalb verlor sie die Wette.
So soll das malerische Zwischenkokelgebiet entstanden sein, das von manchen auch scherzhaft Mesopotamien (Zweistromland) genannt wird. Mitten in diesem Gebiet befindet sich Bulkesch, ein Dorf der Sagen und Märchen, aber auch der Tradition und der Tapferkeit. Vor Ort erzählt man sich hinter vorgehaltener Hand von den geheimen Tunneln, die es einst gegeben haben soll, und von verwunschenen Schätzen, die auf Ländereien der Umgebung gefunden wurden.
Schlüssel sind bei:
Herrn Kurator Friedrich Zikeli
Tel.: +40/258/881 985
House Nr. 116, Bălcaciu, Romania
Bekokten / Bărcut
Im 19. Jh. wurde an Stelle der abgetragenen mittelalterlichen Kirche von zwei Baumeistern aus Mergeln (Merghindeal) eine Saalkirche erbaut. Diese verfügt auch heute noch über ein Tonnengewölbe, das von vier Gurtbögen in fünf Joche unterteilt wird. Aus dem 15. Jh. erhalten blieben der Glockenturm mit Wehrgang sowie eine Treppe im Inneren der Mauern. Diese Art von Treppen mit einer Breite von 60 bis 70 cm konnte leicht von einer einzigen Person verteidigt werden. An den Resten des mittelalterlichen Berings können Spuren von zwei Wehrtürmen sowie Aufleger der Balken, die einst den Wehrgang trugen, ausgemacht werden.
Ort und Umgebung
Zahlreiche Überfälle von Angreifern waren wohl Anlass zur Errichtung des mächtigen Wehrturms der Kirchenburg in Bekokten. Die unteren Geschosse des 36 Meter hohen Bauwerks sind nur durch Stollentreppen erreichbar, die innerhalb der mehr als drei Meter dicken Außenmauern verlaufen. Im Dorf erzählt man sich, dass beim Bau des Turms Riesen geholfen hätten. Nachdem diese mit der Arbeit fertig waren, wurden sie allerdings von den Bewohnern Bekoktens in den tiefen Brunnen geworfen, der noch heute im Inneren der Kirche zu finden ist.Der Name ist Dorfes ist ebenfalls auf eine Wasserquelle zurückzuführen: Bekokten ist vom ungarischen „Baranykur“ abgeleitet, was so viel wie „Lammbrunnen“ bedeutet. Vor langer Zeit soll eine gnadenlose Dürre in der Gegend geherrscht haben. Das Dorf wurde von einem durstigen Lämmchen gerettet, das in einem verlassenen Hof eine Quelle entdeckte. Über dieser Quelle wurde der sogenannte „Lammbrunnen“ gebaut, der sich auch heute noch in dem Dorf befindet.
Schlüssel sind bei:
Frau Cornelia Tache
Tel.: +40/721/130 540
Ansprechperson für Anmeldung:
Irmgard Bădeanu
Tel.: +40/721/405 851
Öffnungszeiten: Sommer 10:00-13:00 Uhr und 15:00-18:00
im Winter nur auf Anfrage
Übernachtungsmöglichkeiten:
im Jugendzentrum Bekokten
100 Betten
Johannes Klein
Tel.: +40/268/211 994
oder Irmgard Bădeanu
Tel.: +40/721/405 851
Gasthaus:
Jugendzentrum
Pfarrhaus (40 Betten); ehemalige Schule (45 Betten)
Kantine für bis zu 250 Personen
2 Seminarräume
Kinderseilbahn und Kletternetz im Pfarrgarten
Audiowanderung zwischen Seligstadt und Bekokten (Audiodateien unter http://audiowanderweg.seligstadt.ro)
Auskunft und Buchung: Pfarramt Fogarasch
Tel.: (0040-268) 211994
E-mail: johannes.klein@theol.unive.ch
oder vor Ort: Cornelia Tache
Tel.: (0040-721) 130540
Internet: www.kinderuni.ro
oder www.kinderspielstadt.ro
Bărcut 507216, Romania
Botsch / Batoș
Bedeutende Teile der heutigen Kirche stammen aus einer gotischen Kirche, deren erste Bauphase ins 14. Jahrhundert zu datieren ist. Für diese Datierung sprechen die Seitenschiffe, die vermuten lassen, dass die Kirche ursprünglich eine Basilika war. Darüber hinaus wird bereits im Jahr 1332 erstmals ein Pfarrer in Botsch urkundlich erwähnt. Durch einen Großbrand im Jahr 1728 wurde die Kirche beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen. Weniger Schaden hat der 1638 erbaute Glockenturm im Südosten der Kirche genommen. Beim Wiederaufbau der Kirche begann man ab 1781 mit dem Barockumbau. Dabei wurde das Schiff mit spätbarocken Segelgewölben mit Ornamenten im Rokoko-Stil überspannt und an drei Seiten fügte man Emporen ein. Bei genauem Hinsehen lassen sich heute noch gotische Details erkennen: die gotische Türfassung zur Sakristei, die Spitzbogenform des Triumphbogens oder die zweiteilige gotische Sitznische in der Südwand des Chors. Der neugotische Altar stammt aus dem Jahr 1864; in seinen drei Nischen finden sich Standbilder von Jesus und zweier Apostel. Erhalten sind dreißig Bildtafeln aus der Zeit um 1700, welche Jahreszeiten und Monate symbolisch darstellen, aber auch biblische Szenen zeigen.
Dorf
Das schönste Gemeindefest in Botsch wurde stets am 24. Juni gefeiert, dem Blasitag. In ganz Siebenbürgen war es ein beliebtes Kinderfest, zu dem das ganze Dorf im Pfarrhof zusammenkam. Schon einige Tage vor dem Botscher Blasitag besorgten sich die besten vier Schüler einer jeden Klasse Offiziersuniformen sowie die dazugehörigen Säbel. Am Morgen des Festtages formierte sich der große Festzug, voran die Blaskapelle, dann der Major umgeben von den Fahnenträgern. Major wurde stets der beste Schüler der letzten Klasse. Er saß hoch zu Ross mit Tschako und Säbel. Ihm folgten die Schulmädchen in ihrer hellen Tracht, dann die Jungen derselben Klasse. Für Ordnung sorgten die Offiziere in Uniform. Am Nachmittag führten die Mädchen und Jungen Volkstänze auf und später spielte die Dorfkapelle auf dem Platz hinter dem Gemeindesaal. Nur die Schulkinder durften hier am Nachmittag tanzen. Die Älteren schauten zu oder gingen ins Wirtshaus neben der Kegelbahn.
Schlüssel sind bei:
Herrn Roland Bierfeld
Tel.: +40/760/373 158
Gasthaus:
Gästewohnung im Pfarrhaus
4 Betten in 2 Zimmern
Aufenthaltsraum, Küche, Badezimmer
Im Pfarrhof ist Platz für Zelte und Autos
Auskunft und Buchung: Reener Pfarramt
Tel.: (0040-265) 511025
E-mail: pfarramt.reen@gmail.com
House Nr. 386, Batoș 547085, Romania
Baaßen / Bazna
Auf einem romanischen Vorgängerbau wurde in der ersten Hälfte des 15. Jh. die gotische Saalkirche mit polygonalem Chor errichtet. Der Saal der turmlosen Kirche wurde um die Hälfte erhöht und mit einem Netzgewölbe überspannt. Der Chor behielt sein Kreuzgratgewölbe, über dem drei massive Wehrgeschosse und ein Fachwerkwehrgang errichtet wurden. Im 15. und 16. Jh. wurde die Anlage mit einem Bering und mehreren Verteidigungstürmen gesichert, von denen sich nur der gleichzeitig als Tor- und Glockenturm dienende Südturm erhalten hat. Später wurde hier auch das Rathaus untergebracht. Die Wehranlagen des Chores wurden im 19. Jh. abgetragen und durch ein hohes Walmdach ersetzt. In der Westfassade wurde das romanische farbig gefasste Portal freigelegt. In der zweiten Hälfte des 18. Jh. wurden Orgel, Kanzel und Altar eingerichtet. Aus dem Zeitalter der Gotik stammen das Chorgestühl von 1593 und die Sakramentsnische von 1504. Das Sedile mit Rundbögen dagegen lässt sich in die Bauzeit der Romanik datieren.
Ort und Umgebung
Das Wunder des brennenden Wassers”, die Salzwiese und der „bizarre Krater“ sind nur einige der Attraktionen der Gemeinde Baaßen im Zwischenkokelgebiet. Es wird erzählt, dass einst eine Gruppe von Hirten gemütlich an einem Wasserlauf zusammensaß und die Kälte der Nacht mit einem Lagerfeuer vertreiben wollte. Kaum erhellte der erste Funke die müden Gesichter der Männer, da spiegelten sich in ihren Gesichtern Angst und Entsetzen: Ein spärlicher Funken landete auf dem Wasser. Anstatt zu erlöschen, dehnte er sich aus, stieg empor und in wenigen Sekunden schwebte eine Unzahl von Flammenwellen über das rot leuchtende Wasser. Diese Begebenheit erregte so viel Aufsehen, dass sogar dichterisch darüber berichtet wurde. Erst später fand man eine wissenschaftliche Erklärung für die „Brennfähigkeit” des salzigen Wassers: Es enthält Blasen aus leicht entzündbarem Erdgas. Aufgrund der heilenden Wirkung des Wassers hat sich Baaßen heute zu einem beliebten Heil- und Kurort entwickelt, der viele Möglichkeiten zur Entspannung aber auch zu zahlreichen Aktivitäten bietet.
Schlüssel sind bei:
Herrn Ioo Eugen erhältlich
Tel: +40/742/319 267
Tourismusinformation Baaßen:
Öffnungszeiten: Mo–Fr 09.00–17.00 Uhr
Strada Avram Iancu
E-Mail: info_bazna@sibiu-turism.ro
Unterkunft:
Übernachtungsmöglichkeiten im ehemaligen evangelischen Pfarrhaus
9 Betten in 5 Zimmern samt Küche, Kammer und 2 Badezimmern mit Dusche und WC
Herrn Ioo Eugen
Tel: +40/742/319 267
Adresse: Bazna, Hausnr. 465
Nr. 465, Bazna 557030, Romania
In der Mitte des Dorfes, auf einer leichten Anhöhe, errichtete man in der zweiten Hälfte des 15. Jds. eine zunächst turmlose Saalkirche errichtet. Am Anfang des 16. Jhs. wurde die Kirche wehrhaft ausgebaut und erhielt ein hölzernes Wehrgeschoss. An der Westseite baute man zur gleichen Zeit einen schlanken gotischen Glockenturm und an der Nordwand des Chores eine Sakristei. Die Wehrmauer befestigte man bis 1677 mit einem sechseckigen Turm sowie drei einfachen Türmen. Der Triumphbogen stürzte 1702 in Folge eines Erdbebens ein. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden die hölzernen Emporen im Westen, Norden und Süden eingebaut. Ihre bäuerlichen Malereien zeigen eine naiv-religiöse Vorstellungswelt mit einer Vielzahl an Allegorien und Symbolen.
Im Jahr 1822 erhielt der Kirchensaal seine jetzigen Gewölbe, die mit klassizistischen Ornamenten versehenen sind. In der zweiten Hälfte des 19. Jhs. trug man zwei der einfachen Türme sowie das Wehrgeschoss und den Westturm ab. Der heutige Glockenturm entstand 1892. Der Südwestturm und Teile der Mauer mussten 1900 dem Bau einer Schule weichen. 1909 stürzte der östliche Teil der Ringmauer ein. Erhalten sind der im Nordwesten gelegene sechseckige Turm und der Südostturm neben dem früheren Pfarrhaus. Der vorreformatorische gotische Flügelaltar steht seit 2005 in der Bergkirche in Schäßburg.
Kontakt
Schlüssel sind bei Herrn Wilhelm Roth
Tel.: +40/767/738 175
Haus Nr. 98