Kirchenburg

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Reußdorf / Cund Die im 15. Jh. entstandene Saalkirche erhielt erst 1804 einen Glockenturm an der Westfassade. Die Pilastergliederung des Turmes weist spätbarocke Merkmale auf. Von der einstigen Befestigungsanlage hat sich nahezu nichts erhalten, lediglich die Form der Ringmauer lässt sich anhand der heutigen Begrenzungsmauer nachvollziehen. Der Chor hat noch sein spätgotisches Rippengewölbe, wohingegen die Kassettendecke des Kirchensaales Anfang des 20. Jh. durch eine flache geputzte Decke ersetzt wurde. Wertvollstes Ausstattungsstück war der vorreformatorische Flügelaltar mit der Darstellung der Passion Christi. Heute ist er in der Bergkirche in Schäßburg (Sighişoara) aufgestellt. Im Chor der Kirche befindet sich ein spätgotisches Gestühl von 1532. Ort und Umgebung In abgelegener Lage zwischen den Flüssen Große Kokel und Kleine Kokel (Târnava Mare und Târnava Mică) findet man den 1323 erstmals urkundlich erwähnten Ort Reußdorf. Etwa 50 Jahre später wurde ein Großteil des Dorfes von einer adligen Familie an eine andere weitergegeben. Lediglich acht Hofstellen unterstanden nicht der Verwaltung adliger Familien. Um 1790 werden freie Bauern, die sogenannten „Libertinis“ erwähnt, die, nicht unter dem Einfluss von Feudalherren stehend, auf 16 Hofstellen in Reußdorf lebten. Im Laufe der Jahrhunderte flammten zwischen unterschiedlichen Adligen immer wieder Streitigkeiten um Besitzansprüche in Reußdorf auf. Der überwiegende Teil der zuletzt rund 700 sächsischen Bewohner verließ Reußdorf in den 1990er Jahren. Die siebenbürgisch-sächsischen Höfe wurden vor allem von Rumänen und Ungarn übernommen, aber auch von einer kleinen Zahl von Zuwanderern aus Deutschland. Mehrere ehemalige Bauernhöfe wurden in den letzten Jahren restauriert und zu Ferienwohnungen umgebaut. Tourismus Das Resort „Valea Verde“ bietet neben Übernachtungsmöglichkeiten mit hohem Standard auch eine köstliche Küche, die aus saisonalen und regionalen Erzeugnissen hergestellt wird. Das Resort eignet sich sowohl für Geschäftsreisende als auch für Erholungsurlauber und bietet Räumlichkeiten und Ausstattung für große Feierlichkeiten und Events. Schlüssel sind bei: Herr Jonas Schäfer Tel.: +40/265/714 399 Unterkunft: Rund 40 Gästebetten sind in verschiedenen Ferienhäusern im Dorf verfügbar, Vermittlung durch Valea Verde: Tel.: +40/265/714 399 Fax: +40/265/714 395 E-Mail: info@cund.de Internet: www.cund.de Adresse: Cund, Hausnr. 119
House Nr. 119, Cund 547647, Romania
Im frühen 14. Jh. wurde in der Dorfmitte die frühgotische Basilika erbaut. Die Seitenschiffe wurden abgetragen und die Arkaden vermauert, als die Kirche um 1500 wehrbar gemacht wurde. Dazu verstärkte man die beiden Chorjoche, um darüber einen Wehrturm zu errichten. Der polygonale Chorabschluss wurde mit zwei Wehrgeschossen aufgestockt und die Strebepfeiler miteinander verbunden, so dass dahinter Gußscharten entstanden. 1502 ergänzte man die Befestigung mit einem Bering, an dessen Nordwestseite ein Torgebäude mit angrenzender Speckkammer das Ensemble vervollständigt. Der Turm wurde 1827 erhöht und erhielt seinen markanten Turmhelm, gleichzeitig wurden seine Wehranlagen und das Wehrgeschoss des Chores beseitigt. Der charakteristische Westgiebel der Kirche wurde im Zusammenhang mit dem Neubau des Daches 1854 vorgeblendet. Der Innenraum wird dominiert von dem Mitte des 19.Jh. eingezogenen Tonnengewölbe mit Stichkappen. Die Ausstattung stammt überwiegend aus dem 18.Jh. Ort Über Jahrhunderte hat die Musik das Leben in Arbegen begleitet. Verantwortlich dafür waren traditionell die Kantoren, Organisten, Lehrer, Pfarrer und Schüler. Seit dem 16. Jahrhundert fanden sich sogenannte Adjuvanten in Chören und Instrumentalgruppen zusammen. Adjuvant ist vom lateinischen adjuvare abgeleitet, was so viel bedeutet wie helfen. Sie spielten vor allem Streich- und später auch Blasinstrumente und begleiteten so alle wichtigen dörflichen Ereignisse. Was kann schöner sein, als im Winter, umgeben von glitzernden und samtweichen Schneedecken, die Seele mit weihnachtlicher Musik zu beglücken? Die Adjuvanten bliesen auf dem Arbegener Turm zu Weihnachten, in der Silvesternacht sowie bei Hochzeiten, Tanzunterhaltungen und anderen Festen. Besichtigung: Kuratorin: Frau Ingeborg Petru  Tel: +40758268730 und +40269855143. 
Agârbiciu 557026, Romania
Agnetheln / Agnita Die im 13. Jh. errichtete Basilika wurde zunächst ohne Turm errichtet. Im 15. Jh.  wurde sie wehrhaft umgebaut und u.a. mit einem Wehrchor samt Wehrbogengeschoss und Schießscharten ausgestattet. Das Geschoss hat man jedoch im 19. Jh. abgetragen. Im 16. Jh. wurden die Wände der Seitenschiffe erhöht und dadurch das Kirchengebäude zu einer Hallenkirche umgebaut. Der Westturm, Töpferturm genannt, ist mit einem Fachwerkwehrgang ausgestattet. Der Bering wurde zwar im Laufe der Zeit abgerissen, es blieben aber neben dem Töpferturm weitere Türme erhalten: der Torturm, Fassbinderturm genannt, der Schneiderturm, der Schmiedeturm und der Schusterturm. Nicht nur der Bau an sich beeindruckt durch Detailreichtum, sondern auch die Innenausstattung: Im Chor befindet sich der Doppelflügelaltar, ein 1650 entstandenes Kunstwerk, das Reminiszenzen an vorreformatorische, gotische Flügelaltäre aufweist. Ort und Umgebung Der Legende nach wurde Agnita von der heiligen Agnetha gegründet und steht seitdem unter ihrem Segen. Mit dem „Urzelnfest“ hat sich in der Stadt bis zum heutigen Tag einer der ältesten und bedeutendsten Bräuche der Siebenbürger Sachsen erhalten. Um den Winter und die bösen Geister zu vertreiben, findet dieses Fest jährlich im Januar oder Februar statt. Furchterregend gekleidete Urzeln marschieren mit Schellengeläut und mit Peitschen und Reifen versehen durch die Stadt und treiben allerhand Schabernack. Neben der schwarzen Zottelkleidung tragen die Urzeln Masken, die „Larven“ genannt werden. Diese bestehen aus einem Drahtgeflecht, auf das eine unheimliche Fratze aufgebracht ist. Tourismus Agnetheln war im letzten Jahrhundert als wichtige Bahnstation an der Strecke der sogenannten Wusch (Mocănița) bekannt, die die Städte Hermannstadt (Sibiu) und Schässburg (Sighişoara) verband. Nachdem im Jahr 2001 die letzte Teilstrecke stillgelegt wurde, gibt es inzwischen Bestrebungen einer Nichtregierungsorganisation und vielen freiwilligen Helfern, einen saisonalen Touristenverkehr mit historischen Bahnfahrzeugen einzurichten. Regelmäßig und besonders während der Sommermonate werden spannende, lehrreiche und schöne Events rund um die Mocănița organisiert – nicht nur für Eisenbahnliebhaber, sondern insbesondere für Kinder und Familien ein tolles Erlebnis. Mehr unter: www.sibiuagnitarailway.com www.phototour.mocanita.ro www.mocanita.ro/mh/ Gasthaus: Das Predigerhaus (2015 umgebaut) 8 schöne, große Zimmer (2 mit Bad; 6 mit zwei Gemeinschaftsbädern) Adresse: Strada Nouă 16 Auskunft und Buchung: Pfarrerin Astrid Hofmann Tel.: (0049-170) 9088492 E-mail: igelstation.hofmann@gmail.com
Almen / Alma Vii In der ersten Hälfte des 14. Jh. wurde an der Stelle der heutigen Kirchenburg zunächst eine kleine Saalkirche errichtet. Um den immer häufiger werdenden Angriffen auf Almen standhalten zu können, wurde diese im 16. Jh. wehrhaft umgebaut. Dadurch erhielt der Chor zwei Geschosse, die mit Guß- und Schießscharten ausgestattet sind. Ebenfalls im 16. Jh. wurde der polygonale Bering errichtet, der mit Türmen in den jeweiligen Himmelsrichtungen verstärkt ist. Das erste Geschoss des Glockenturms ist bewohnbar und mit einem Rauchabzug versehen. Das zweite Geschoss hat in jeder Ecke kleine Erker, in die jeweils drei Schießscharten eingelassen sind. Es handelt sich hierbei um ein Baudetail, das so auch in Thüringen, Deutschland, zu finden ist. Sehenswert ist darüber hinaus der Torturm, eine massive Konstruktion mit einem Wehrgang auf fünf Geschossen, von denen drei mit Verteidigungseinrichtungen ausgestattet sind. Ort und Umgebung Herkunft und Bedeutung des Ortsnamens können nicht genau nachvollzogen werden. Es wird jedoch angenommen, dass er entweder auf das althochdeutsche Wort „almo” zurückgeht, was Ulme bedeutet, oder aus dem ungarischen Wort für Apfel abgeleitet wurde. Für Letzteres spricht die Nutzung der Wiesen in und um Almen: Da die Früchte hier besonders prachtvoll gedeihen, betreiben die Bewohner des Dorfes schon seit frühester Zeit Obstanbau.Auf einem Bergrücken inmitten von Obstbäumen liegt die mächtige Kirchenburg mit ihrer gut erhaltenen Flusssteinmauer und den vier Wehrtürmen. Die Burg konnte nie erobert werden. Der Legende nach ist dies auch der tapferen Burghüterin Alma zu verdanken, die einst als erste Dorfbewohnerin eine wütend herbeistürmende Tatarenhorde gesehen haben soll. Um die einfallenden Tataren abzulenken, kleidete sie sich in schmutzigen Fetzen, schmierte sich Marmelade und Kohle ins Gesicht und führte hexenhafte Tänze auf. Die Dorfbewohner hatten nun ausreichend Zeit zur Flucht. Projekte im Ort Die mächtige Kirchenburg thront über dem von Landwirtschaft, Viehzucht und traditionellem Handwerk geprägten Dorf. Seit 2009 ist der Mihai Eminescu Trust (MET) in Almen tätig und hat bereits verschiedene Projekte zur Restaurierung der Kirchenburg und zur allgemeinen Dorfentwicklung durchführen können. Gemeinsam mit internationalen Partnern wird derzeit ein „Zentrum für Interpretation der traditionellen Kultur Almen“ entwickelt. Weitere Informationen finden Sie unter www.almavii.ro oder www.mihaieminescutrust.ro Gasthaus: Gästehaus Nr. 103 1 kleines Appartement (DZ, Bad), 1 großes Appartement (2 DZ, 2 Bäder), Küche, Hof mit Terasse In der Alten Schule 2 Vier-Bett-Zimmer (Jugendherbergsstil) Auskunft und Buchung: Mihai Eminescu Trust Tel.: (0040-724) 000350 E-mail: booking@experiencetransylvania.ro Internet: www.experiencetransylvania.ro
Alzen / Alțâna Die im 13. Jh. errichtete romanische Basilika erfuhr im Verlauf der Geschichte mehrere Umbauten: Die ehemalige Apsis wurde durch den gegenwärtigen gotischen, polygonal abgeschlossenen Chor ersetzt und das südliche Seitenschiff bekam ein barockes Gewölbe. Im 15. Jh. wurde das Mittelschiff mit einem spätgotischen Netzgewölbe überspannt und im 19. Jh. wurde der zusammen mit der Sakristei errichtete Glockenturm mit Wehrgang durch den heutigen Turm im neugotischen Stil ersetzt. Die Anlage wurde mit einem ovalen Bering verstärkt, versehen mit Zwinger und Wehrtürmen in den vier Himmelsrichtungen. Der Nordturm stürzte jedoch im 20. Jh. ein und die Vorratskammern im Innern der Kirchenburg wurde abgetragen. Ort und Umgebung Das Dorf Alzen hat eine lange Geschichte, die sich auch in der pittoresken Kirchenburg widerspiegelt. Die Burg liegt auf einem Hügel inmitten des Dorfes. Während es an diesem Bauwerk noch heute Spuren aus der vorreformatorischen Zeit zu entdecken gibt, scheint ein anderer Zeuge der Vergangenheit spurlos verschwunden zu sein: Der Bach, welcher in der Nähe des Dorfes fließt, murmelt Geschichten über eine geheimnisvolle Mühle, die vor langer Zeit an seinem Ufer gestanden haben soll. Die Legende sagt, dass in der Neujahrsnacht unheilvolles Geläut von dem Dachboden der Mühle und auch aus dem dunklen Wasser zu hören gewesen sein soll. Der letzte Müller pachtete die Mühle, ohne von diesem Spuk zu wissen und flüchtete in seiner ersten Neujahrsnacht von Entsetzen gepackt. Am nächsten Morgen war die Mühle spurlos verschwunden, nur ihren Namen hat sie dem Bach hinterlassen. Dieser heißt auch heute noch „Alt-Mühlgraben“. Auch das Feld hinter dem Bach, „Bei der alten Mühle” genannt, erinnert an frühere Zeiten. Tourismus In Alzen befindet sich ein interethnisches Museum der ganz besonderen Art: eine sehr umfangreiche und daher sehenswerte Sammlung rumänischer, sächsischer und ungarischer Kulturobjekte ist hier ausgestellt und lädt die Besucher zu einem informativen Rundgang ein. Bei einer Fahrt durch das Harbachtal sollte man etwas mehr Zeit einplanen und dem Museum einen Besuch abstatten. Schlüssel sind bei: Frau Rosemarie Müller Tel.: +40/744/105 620 Achtung: Die Kirchenburg ist auf Grund eines eingestürzten Kirchendaches derzeit leider nicht begehbar.
Gării Nr. 54, Alţâna 557005, Rumänien
 Durch Erhöhung der Seitenschiffe einer romanischen Basilika entstand im 15. Jh. die dreischiffige Hallenkirche von Trappold. Dabei wurden auch Chor und Schiff überwölbt und die Wände der Seitenschiffe in oktogonale Pfeiler aufgelöst. Die bis dahin turmlose Kirche erhielt einen Westturm, der zusammen mit Schiff und Chor zwischen 1504 und 1507 zu Verteidigungszwecken mit Wehrgeschossen ausgebaut wurde. Von den Wehranlagen des 15. und 16. Jh. haben sich die äußeren Ringmauern und drei Verteidigungstürme erhalten. Die innere Mauer wurde im 19. Jh. abgetragen, ist jedoch an den freigelegten Fundamenten gut ablesbar. Auf der Nordseite befindet sich ein mit Schießscharten ausgerüstetes Speichergebäude. Im Inneren der Kirche sind der klassizistische Orgelaltar von 1821 sowie eine gotische Sakramentsnische bemerkenswert. Kanzel und Empore stammen aus den Jahren um 1760.Im Zuge von Restaurierungsarbeiten wurde ein hölzernes Taufbecken von 1686 konserviert und gotische Wandmalerein freigelegt. Im romanischen Triumphbogen erkennt man die aus dem 14.Jh. stammenden Fresken: die 5 törichten und die 5 klugen Jungfrauen. Ort In strategisch günstiger Lage auf einem Hügel gelegen und vom Schaaser Bach umflossen wurde im 13. Jh. eine Basilika erbaut, aus der später die Trappolder Kirchenburg hervorging. Die Burg überdauerte wechselvolle Zeiten und ist bis heute nahezu komplett erhalten mit Ringmauern, Wehrtürmen und Lagerräumen. Seit 2004 kümmert sich Sebastian Bethge und ab 2007 der Verein casApold um die Anlage. Mit behutsamen und angepassten konservatorischen Maßnahmen, wurde in kleinen Schritten und in viel ehrenamtlicher Arbeit von Fachleuten, Handwerkern und Freiwilligen die Kirchenburgen Instandgesetzt. Das Engagement des Vereins führte zur Aufnahme in ein EU-Projekt mit dem die Kirchenburganlage im Ganzen gesichert werden konnte. CasApold pflegt und restauriert die Kirchenburg zusammen mit dem Alten Pfarrhaus. Seit Anfang 2004 werden jährlich Seminare und Workshops im Bauhandwerk und Gartenbau durchgeführt.  Vor Ort kann man sich ein Bild von den Aufgaben eines Burghüters machen, die sich an die jeweilige Zeit angepasst haben: Vor einigen Hundert Jahren musste er nach Feinden Ausschau halten und die Anlage verwalten, später läutete er die Glocken und heizte die Gemeindestube. Heute ist er eine Art Denkmalpfleger und Projektmanager, der die Burg verwaltet und Instand hält. Aber auch Fördermittel einwirbt, Gottesdienste vorbereitet, Touristen betreut sowie Konzerte und Veranstaltungen organisiert. CasApold plant den Aufbau einen Zentrum für traditonelles Bauhandwerk im Pfarrhaus und auf der Kirchenburg. Besichtigung: Verein CasApold und Evangelische Gemeinde: Kurator/Burghüter Sebastian Bethge Tel: +40/722/208 495 
DJ106 166, Apold, Romania
Die heutige Großpolder Kirche wurde 1836 nach Abriss der alten romanischen Basilika vollständig neu als Saalkirche errichtet. 1867 wurde der Turm ergänzt. Der Innenraum ist ein schönes Beispiel für eine klassizistische Kirche, in der aus dem Vorgängerbau die 1816 gebaute Orgel und der Altar von 1751 Platz gefunden haben. Von der ehemaligen Kirchenburg haben sich nur wenige Reste erhalten. Bemerkenswert ist die abseits der Hauptstraße gut erhaltene Struktur des sächsischen Dorfes mit Gassen und den charakteristischen Bauernhöfen. Bis heute haben sich hier die typisch siebenbürgischen Bauernhausfronten erhalten. Ort Großpold ist eines der drei Landlerdörfer in Siebenbürgen, in denen im Laufe des 18. Jh. aus dem österreichischen Kernland zwangsverschickte Protestanten angesiedelt wurden. Weil sie ein weitgehend entvölkertes und verwüstetes Dorf vorfanden, in dem sie die Bevölkerungsmehrheit bildeten, konnten sie hier ihre eigene Mundart und ihre Trachten bis in die jüngste Vergangenheit erhalten.Großpold entwickelte sich ab dem 13. Jh. zunächst zu einer der wichtigsten sächsischen Siedlungen im sogenannten Unterwald. In der Mitte des 17. Jh. wurde das Dorf jedoch vollständig niedergebrannt und in den folgenden Jahrzehnten verhinderten Hungersnöte, Pestepidemien und Kriege ein Anwachsen der Bevölkerung. Bereits aus dem Jahr 1689 gibt es einen Bericht des örtlichen Pfarrers über die trostlose Situation der Bevölkerung von Großpold.Die Zuwanderung der Landler in der Mitte des 18. Jh. brachte eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage im Ort mit sich. Schlüssel sind bei: Familie Meitert im Pfarrhaus direkt neben der Kirchenburg erhältlich Tel: +40269534 109 oder +40787515 523 
Apoldu de Sus 557151, Romania
Abtsdorf bei Agnetheln / Apoș Der Ortsname Abtsdorf steht im Zusammenhang mit dem Kerzer Zisterzienserkloster, in dessen Besitz das Dorf im 14. Jahrhundert war. Die Saalkirche mit polygonalem Chor war im Mittelalter durch eine Ringmauer geschützt. Noch im 16. Jahrhundert wurden weitere Befestigungsarbeiten durchgeführt. Nachhaltige Umbauten fanden im 18. Jahrhundert statt: So erhielt die Kirche etwa erstmalig ein Ziegeldach und neue Fenster. 1799 wurde schließlich der separat stehende Glockenturm unter der Leitung des Baumeisters Michael Salzer aus Birthälm errichtet. Die letzten Reste der mittelalterlichen Ringmauer wurden 1913 anlässlich der Errichtung des Schulgebäudes entfernt. Der neugotische Altar, das Taufbecken und die Orgel sind Werke des 19. Jahrhunderts. Heute kümmert sich der im ehemaligen Pfarrhaus ansässige Reiterhof „Villa Abbatis“ um den Erhalt der Kirche. Schlüssel sind bei: Herrn Mihai Barbu Tel.: +40/724/736 025
Apoș 557036, Romania
Arkeden / Archita Von der einstigen romanischen, dreischiffigen Basilika haben sich nur die Außenmauern erhalten. Die Kirche wurde zunächst gotisch überformt und mit einem Turm erweitert, bevor sie Anfang des 16. Jh. durch Abbruch der Seitenschiffe und durch Aufstockung mit einem Wehrgeschoss wehrbar gemacht wurde. Der Turm wurde hierbei verstärkt und mit einer Kampfplattform ausgerüstet. Schon Ende des 15. Jh. waren die umfassenden Wehranlagen der beiden Ringmauern mit Verteidigungstürmen an den Ecken entstanden. Nach einem Brand 1748, der auch das Dorf zerstörte, erhielt die Kirche ihre heutige Form mit einem Tonnengewölbe und einem neuen Dach. Aus dieser Zeit stammt auch die barocke Innenausstattung mit Seitenemporen und einer doppelstöckigen Westempore, auf der die Orgel des bedeutenden Orgelbauers Samuel Maetz von 1824 steht. Der hochbarocke Altar wurde bereits 1752 von Meister Philippi aus Schässburg (Sighi?oara) geschaffen, der auch elf Jahre später die Kanzel schuf. Ort und Umgebung Wie haben sich die siebenbürgischen Dörfer im Mittelalter vor osmanischen Angriffen geschützt? In der Kirchenburg von Arkeden lässt sich dies anschaulich nachvollziehen: Die Kirche ist von zwei Ringmauern umgeben. Die mit sieben Türmen verstärkten Mauern sowie Teile eines hölzernen Wehrgangs sind bis heute erhalten geblieben. Vom massiven Glockenturm hat man einen weiten Blick über die Umgebung. Doch zwischen den hohen Ringmauern und der Kirche kann man immer noch die Enge spüren, in die sich die Dorfbewohner bei Gefahr flüchteten. An der inneren Mauer sind die Pechnasen zu erkennen, aus denen in höchster Not siedendes Pech auf Angreifer geschüttet wurde. Es konnte im Fall der Belagerung in einem speziellen Raum im Glockenturm erhitzt werden.Die hügelige Umgebung von Arkeden lädt zu Erkundungen ein, um die Überreste des Dorfes Wordt zu suchen. Dieses ging den Überlieferungen zu Folge einst an der Pest zu Grunde. Heute ist auch das Wissen um die genaue Lage der Ruinen in Vergessenheit geraten. Aktivitäten EU-Projekt „18 Kirchenburgen“ Träger: Landeskonsistorium der Evangelischen Kirchen A. B. in Rumänien Baukosten: 200.000 EUR Zeitraum: 2010-2014 Schlüssel sind bei: Frau Garofiţa Tutu Tel: +40/762/976 400
Archita 547636, Romania
Von der weitreichenden Bedeutung Hetzeldorfs im Mittelalter zeugt die in mehreren Bauphasen entstandene gotische Basilika mit Querschiff, Sakristei und Westturm. Die schönen Steinmetzarbeiten an den Pfeilern des Mittelschiffes entstammen der ersten Bauphase um 1380, während das Westportal möglicherweise in der zweiten Phase Anfang des 15. Jh. hinzugefügt wurde. 1499 wurde der Bau mit der dritten Bauphase abgeschlossen, in der die Gewölbe über den Schiffen und dem gleichzeitig erhöhten Chor sowie die oberen Turmgeschosse errichtet wurden. Die Befestigung der Burg, von der sich ein Teil des äußeren Berings mit dem Torturm erhalten hat, stammt aus der zweiten Bauphase Anfang des 15. Jh. Im Kircheninnenraum befinden sich neben den wunderbaren Kapitellen der Pfeiler ein spätgotisches Sedile und das fein gearbeitete Sakristeiportal. Im Chor steht noch ein mit Schnitzereien und Intarsien versehenes Gestühl von 1516, möglicherweise aus der Werkstatt des Tischlers Johannes Reychmut aus Schäßburg (Sighişoara). Ort In Hetzeldorf geht Johannes Klatt, genannt Hansi, war vielen Jahrzehnten Burghüter der Kirchenburg Hetzeldorf und läutete in dieser Zeit dreimal am Tag die Glocken. Das ist besonders anstrengend, wenn im Dorf jemand verstorben ist. Dann muss eine volle Stunde geläutet werden und Hansi wird von den Stricken der Glocken im Turm auf- und abgezogen. Auch wenn ein Unwetter droht, eilt er in den Turm und läutet, bis die Gewitterwolken vorübergezogen sind. So konnte Hansi bislang alle Gefahren von dem Dorf fernhalten.Nach dem Läuten steigt Hetzeldorfs Glöckner manchmal die hölzernen Stufen zum Turm hinauf.   Von der Spitze des Turms aus, vorbei an den gotischen Fenstern, die zugemauert wurden, als Hetzeldorf noch von Feinden, den „Rennern“ und „Brennern“ bedroht war, kann man die rötlichen Ziegeldächer sehen, die den Wellen der Straße folgen, die das Dorf gen Norden verlässt und zwischen Weinbergen verschwindet. Schlüssel sind bei: Frau Susani Schöffend Tel.: +40754867913 
Biserica Fortificata Atel
Freck / Avrig Im 13. Jahrhundert wurde in Freck eine der Hl. Katharina geweihte romanische dreischiffige Pfeilerbasilika gebaut. Im Erdgeschoß des Glockenturms, welches als Vorhalle dient, ist ein Kreuzgewölbe zu finden. An dem bemerkenswerten Westportal sind Reste von Steinplastiken erhalten, die z.B. an Holzmengen erinnern. Um 1500 werden im Zuge des Umbaus zur Saalkirche die Seitenschiffe abgetragen, der Chorabschluss begradigt und der Glockenturm um eine Etage erhöht. 1765 erhalten Chor und Schiff Barockgewölbe. Von der ursprünglichen Befestigungsanlage sind noch Teile eines ovalen Berings sowie Reste eines Torturms vorhanden. Die Turmuhr ist ein Geschenk des Gubernators Samuel von Brukenthal (1770). Die Kanzel samt Baldachin stammt aus dem 18. Jahrhundert, der spätbarocke Altar aus dem Jahr 1805. Schlüssel sind bei: Herrn Nicolae Alexan Tel.: +40/743/765 412
Avrig 555200, Romania
Frauendorf / Axente Sever Die Kirche von Frauendorf ist ein gewichtiger Zeuge der schweren Zeiten, die die Region erlitten hat. Denn nicht nur der Bering verfügt über Wehrsysteme, sondern das ganze Kirchengebäude ist befestigt. Der massive Turm zwischen Saal und Chor ist aus dem 14. Jh. Er besitzt als letztes Geschoss einen Wehrgang und im ersten und zweiten Obergeschoss einfache, längliche Schießscharten, die innen als Nischen ausgebildet sind. Sowohl der Chor als auch das Schiff wurden mit zwei übereinander liegenden, mit Schießscharten versehenen Wehrgeschossen befestigt. Auf den verstärkten Strebepfeilern der Westfassade wurde ein mit Wurfscharten ausgestattetes Wehrgeschoss errichtet. Das Westportal war mit einem Fallgitter geschützt, dessen Gleitrinnen auch heute noch zu sehen sind. Entlang der erhaltenen Ringmauer finden sich die teilweise rekonstruierten, heute als Gästezimmer genutzten ehemaligen Vorratskammern. Ort und Umgebung Die Kirchenburg von Frauendorf war über Jahrhunderte nicht nur das religiöse Zentrum des Ortes, sondern auch sicherer Lagerplatz für wertvolle Waren. In zahlreichen Speichergebäuden, die an der Innenseite der Burgmauer errichtet wurden, waren jeder Familie Räume für Getreide, Fleisch und andere Lebensmittel zugewiesen. So wurde das Korn nach der Ernte nicht auf den Höfen gelagert, sondern direkt in die Burg gebracht, um es vor möglichen Angreifern zu schützen. Eine besondere Prozedur war die Einlagerung des Specks im sogenannten Speckturm: Dieser war nur an Sonntagen nach dem Gottesdienst geöffnet. Um sicherzugehen, dass sich niemand an fremdem Speck bediente, ritzten die Familien spezielle Zeichen an den frischen Schnittkanten ein. Die Lagerräume wurden in den letzten Jahren zu Gästezimmern umgewandelt, so dass Besucher heute innerhalb der mächtigen Burgmauern wohnen können. Außerdem wurde ein Museum eingerichtet, das über die Geschichte der Kirchenburg und des Dorfes berichtet. Schlüssel sind bei:  Herrn Ladislau Ciocan Tel.: +40/749/680 770 und Frau Ilse Constantin Tel.: +40/269/847 328 Übernachtungsmöglichkeiten in der Kirchenburganlage: 4 Appartements, 16 Betten Gasthaus: In den Alten Kornkammern Appartements mit je 2 Zimmern und 4 Betten Bad Auskunft und Buchung: Ladislau Ciocan Tel.: (0040-749) 680770 E-mail: ladislau.ciocan@turistintransilvania.com
Principala 316, Axente Sever 557025, Romania
Bogeschdorf / Băgaciu Die Kirchenburg befindet sich an der Hauptgasse des Dorfes. In seiner Mitte entstand um 1420 ein Gotteshaus, das im Laufe des 15. Jh. mit einer Ringmauer, einem Torturm sowie drei Basteien gesichert wurde. Neben dem Tor- ist der Nordostturm bis heute erhalten geblieben. Ende des 15. Jh. wurde die Kirche um einen Glockenturm erweitert, der mit einem vorgelagerten siebenfach gestaffelten Trichterportal ausgestattet ist. Kurze Zeit später erfolgte die Befestigung der Kirche. Über dem Kirchsaal und auf dem Glockenturm entstand ein Wehrgeschoss, das auf Strebepfeilern ruht. Es wurde im 18. und 19. Jh. schrittweise entfernt, allerdings am Glockenturm 1973 rekonstruiert.Das vorhandene Chorgestühl aus dem Jahr 1533 ist eines der wertvollsten seiner Art in Siebenbürgen. Ort und Umgebung Unabhängig davon, ob man die Kirchenburg der Weinbaugemeinde Bogeschdorf im goldenen Sonnenlicht, im silbernen Morgennebel oder im weißen Glanz des Mondscheins betrachtet, ihre Mauern scheinen auf Geschichte und Legenden gebaut zu sein. Ein siebengeschossiger Turm, der mit Schlüsselschießscharten und einem Wehrgang ausgestattet ist, wacht über dem Ensemble.Sowohl das West- als auch das Südportal der Kirche sind mit hochwertigen Steinmetzarbeiten ausgestattet. Fragmente der einst üppigen Wandmalerei im Inneren der Kirche sind an der Nordwand freigelegt. Es handelt sich hierbei um einen Darstellung der Apokalypse. Eine von Samuel Maetz 1804 erbaute Orgel befindet sich auf der Empore. Beachtlich an der Kirche sind auch die verwitterten Drolerien rund um den Kirchenchor: Orakelhafte Mauergesichter, die als Dämonen oder Heilige interpretiert werden können. Schlüssel sind bei: Frau Susanne Sălceanu Tel.: +40/740/243 853
House Nr. 62, Băgaciu 547090, Romania
5.0 1 review
Bulkesch / Bălcaciu Auf unregelmäßigem polygonalem Grundriss erhebt sich der aus dem 14. Jh. stammende Chor der Kirche von Bulkesch, der im 16. Jh. durch drei Wehrgeschosse erhöht wurde. Über ihm hat sich ein seltenes Beispiel für ein hölzernes Chor-Wehrgeschoss erhalten. Auf der Nordseite befindet sich die zeitgleich erbaute zweigeschossige Sakristei. Aus dem Material der abgetragenen alten Kirche und der inneren Verteidigungsmauer wurde von 1807 bis 1810 die heutige Kirche als dreischiffige Hallenkirche mit vier profilierten Pfeilerpaaren und einem Tonnengewölbe errichtet. Erst 1856 erhielt die Kirche den heutigen Turm mit spitzem Turmhelm. Der ringförmig angelegte äußere Bering weist noch fünf kleine Wehrtürme auf, von denen der südliche als Tor ausgebildet ist. Der klassizistische Innenraum der Kirche besticht durch seine einheitliche Gestaltung in Weiß und Gold mit sparsamem Stuck. Dies gilt auch für die Maetz-Orgel von 1820 und die reich verzierte Kanzel. Ort und Umgebung Bulkesch liegt zwischen den Flüssen Große und Kleine Kokel (Târnava Mare und Mică). Eine Legende erklärt deren Nebeneinander, wie folgt: An ihrem gemeinsamen Quellort im Gurghiu-Gebirge in den Ostkarpaten wetteten die Flüsse einst darum, wer zuerst bei Blasendorf (Blaj) ankommen würde. Die weise Große Kokel floss nur bei Tag, um allen Hindernissen ausweichen zu können. Die Kleine Kokel dagegen, von dampfendem Ehrgeiz erfüllt, floss auch bei finsterer Nacht und musste daher manchmal große Umwege machen oder sogar zurückfließen. Deshalb verlor sie die Wette. So soll das malerische Zwischenkokelgebiet entstanden sein, das von manchen auch scherzhaft Mesopotamien (Zweistromland) genannt wird. Mitten in diesem Gebiet befindet sich Bulkesch, ein Dorf der Sagen und Märchen, aber auch der Tradition und der Tapferkeit. Vor Ort erzählt man sich hinter vorgehaltener Hand von den geheimen Tunneln, die es einst gegeben haben soll, und von verwunschenen Schätzen, die auf Ländereien der Umgebung gefunden wurden. Schlüssel sind bei: Herrn Kurator Friedrich Zikeli Tel.: +40/258/881 985
House Nr. 116, Bălcaciu, Romania
Bekokten / Bărcut Im 19. Jh. wurde an Stelle der abgetragenen mittelalterlichen Kirche von zwei Baumeistern aus Mergeln (Merghindeal) eine Saalkirche erbaut. Diese verfügt auch heute noch über ein Tonnengewölbe, das von vier Gurtbögen in fünf Joche unterteilt wird. Aus dem 15. Jh. erhalten blieben der Glockenturm mit Wehrgang sowie eine Treppe im Inneren der Mauern. Diese Art von Treppen mit einer Breite von 60 bis 70 cm konnte leicht von einer einzigen Person verteidigt werden. An den Resten des mittelalterlichen Berings können Spuren von zwei Wehrtürmen sowie Aufleger der Balken, die einst den Wehrgang trugen, ausgemacht werden. Ort und Umgebung Zahlreiche Überfälle von Angreifern waren wohl Anlass zur Errichtung des mächtigen Wehrturms der Kirchenburg in Bekokten. Die unteren Geschosse des 36 Meter hohen Bauwerks sind nur durch Stollentreppen erreichbar, die innerhalb der mehr als drei Meter dicken Außenmauern verlaufen. Im Dorf erzählt man sich, dass beim Bau des Turms Riesen geholfen hätten. Nachdem diese mit der Arbeit fertig waren, wurden sie allerdings von den Bewohnern Bekoktens in den tiefen Brunnen geworfen, der noch heute im Inneren der Kirche zu finden ist.Der Name ist Dorfes ist ebenfalls auf eine Wasserquelle zurückzuführen: Bekokten ist vom ungarischen „Baranykur“ abgeleitet, was so viel wie „Lammbrunnen“ bedeutet. Vor langer Zeit soll eine gnadenlose Dürre in der Gegend geherrscht haben. Das Dorf wurde von einem durstigen Lämmchen gerettet, das in einem verlassenen Hof eine Quelle entdeckte. Über dieser Quelle wurde der sogenannte „Lammbrunnen“ gebaut, der sich auch heute noch in dem Dorf befindet. Schlüssel sind bei: Frau Cornelia Tache Tel.: +40/721/130 540 Ansprechperson für Anmeldung: Irmgard Bădeanu Tel.: +40/721/405 851 Öffnungszeiten: Sommer 10:00-13:00 Uhr und 15:00-18:00 im Winter nur auf Anfrage Übernachtungsmöglichkeiten: im Jugendzentrum Bekokten 100 Betten Johannes Klein Tel.: +40/268/211 994 oder Irmgard Bădeanu Tel.: +40/721/405 851 Gasthaus: Jugendzentrum Pfarrhaus (40 Betten); ehemalige Schule (45 Betten) Kantine für bis zu 250 Personen 2 Seminarräume Kinderseilbahn und Kletternetz im Pfarrgarten Audiowanderung zwischen Seligstadt und Bekokten (Audiodateien unter http://audiowanderweg.seligstadt.ro) Auskunft und Buchung: Pfarramt Fogarasch Tel.: (0040-268) 211994 E-mail: johannes.klein@theol.unive.ch oder vor Ort: Cornelia Tache Tel.: (0040-721) 130540 Internet: www.kinderuni.ro oder www.kinderspielstadt.ro
Bărcut 507216, Romania
Botsch / Batoș Bedeutende Teile der heutigen Kirche stammen aus einer gotischen Kirche, deren erste Bauphase ins 14. Jahrhundert zu datieren ist. Für diese Datierung sprechen die Seitenschiffe, die vermuten lassen, dass die Kirche ursprünglich eine Basilika war. Darüber hinaus wird bereits im Jahr 1332 erstmals ein Pfarrer in Botsch urkundlich erwähnt. Durch einen Großbrand im Jahr 1728 wurde die Kirche beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen. Weniger Schaden hat der 1638 erbaute Glockenturm im Südosten der Kirche genommen. Beim Wiederaufbau der Kirche begann man ab 1781 mit dem Barockumbau. Dabei wurde das Schiff mit spätbarocken Segelgewölben mit Ornamenten im Rokoko-Stil überspannt und an drei Seiten fügte man Emporen ein. Bei genauem Hinsehen lassen sich heute noch gotische Details erkennen: die gotische Türfassung zur Sakristei, die Spitzbogenform des Triumphbogens oder die zweiteilige gotische Sitznische in der Südwand des Chors. Der neugotische Altar stammt aus dem Jahr 1864; in seinen drei Nischen finden sich Standbilder von Jesus und zweier Apostel. Erhalten sind dreißig Bildtafeln aus der Zeit um 1700, welche Jahreszeiten und Monate symbolisch darstellen, aber auch biblische Szenen zeigen. Dorf Das schönste Gemeindefest in Botsch wurde stets am 24. Juni gefeiert, dem Blasitag. In ganz Siebenbürgen war es ein beliebtes Kinderfest, zu dem das ganze Dorf im Pfarrhof zusammenkam. Schon einige Tage vor dem Botscher Blasitag besorgten sich die besten vier Schüler einer jeden Klasse Offiziersuniformen sowie die dazugehörigen Säbel. Am Morgen des Festtages formierte sich der große Festzug, voran die Blaskapelle, dann der Major umgeben von den Fahnenträgern. Major wurde stets der beste Schüler der letzten Klasse. Er saß hoch zu Ross mit Tschako und Säbel. Ihm folgten die Schulmädchen in ihrer hellen Tracht, dann die Jungen derselben Klasse. Für Ordnung sorgten die Offiziere in Uniform. Am Nachmittag führten die Mädchen und Jungen Volkstänze auf und später spielte die Dorfkapelle auf dem Platz hinter dem Gemeindesaal. Nur die Schulkinder durften hier am Nachmittag tanzen. Die Älteren schauten zu oder gingen ins Wirtshaus neben der Kegelbahn. Schlüssel sind bei: Herrn Roland Bierfeld Tel.: +40/760/373 158 Gasthaus: Gästewohnung im Pfarrhaus 4 Betten in 2 Zimmern Aufenthaltsraum, Küche, Badezimmer Im Pfarrhof ist Platz für Zelte und Autos Auskunft und Buchung: Reener Pfarramt Tel.: (0040-265) 511025 E-mail: pfarramt.reen@gmail.com
House Nr. 386, Batoș 547085, Romania
Baaßen / Bazna Auf einem romanischen Vorgängerbau wurde in der ersten Hälfte des 15. Jh. die gotische Saalkirche mit polygonalem Chor errichtet. Der Saal der turmlosen Kirche wurde um die Hälfte erhöht und mit einem Netzgewölbe überspannt. Der Chor behielt sein Kreuzgratgewölbe, über dem drei massive Wehrgeschosse und ein Fachwerkwehrgang errichtet wurden. Im 15. und 16. Jh. wurde die Anlage mit einem Bering und mehreren Verteidigungstürmen gesichert, von denen sich nur der gleichzeitig als Tor- und Glockenturm dienende Südturm erhalten hat. Später wurde hier auch das Rathaus untergebracht. Die Wehranlagen des Chores wurden im 19. Jh. abgetragen und durch ein hohes Walmdach ersetzt. In der Westfassade wurde das romanische farbig gefasste Portal freigelegt. In der zweiten Hälfte des 18. Jh. wurden Orgel, Kanzel und Altar eingerichtet. Aus dem Zeitalter der Gotik stammen das Chorgestühl von 1593 und die Sakramentsnische von 1504. Das Sedile mit Rundbögen dagegen lässt sich in die Bauzeit der Romanik datieren. Ort und Umgebung Das Wunder des brennenden Wassers”, die Salzwiese und der „bizarre Krater“ sind nur einige der Attraktionen der Gemeinde Baaßen im Zwischenkokelgebiet. Es wird erzählt, dass einst eine Gruppe von Hirten gemütlich an einem Wasserlauf zusammensaß und die Kälte der Nacht mit einem Lagerfeuer vertreiben wollte. Kaum erhellte der erste Funke die müden Gesichter der Männer, da spiegelten sich in ihren Gesichtern Angst und Entsetzen: Ein spärlicher Funken landete auf dem Wasser. Anstatt zu erlöschen, dehnte er sich aus, stieg empor und in wenigen Sekunden schwebte eine Unzahl von Flammenwellen über das rot leuchtende Wasser. Diese Begebenheit erregte so viel Aufsehen, dass sogar dichterisch darüber berichtet wurde. Erst später fand man eine wissenschaftliche Erklärung für die „Brennfähigkeit” des salzigen Wassers: Es enthält Blasen aus leicht entzündbarem Erdgas. Aufgrund der heilenden Wirkung des Wassers hat sich Baaßen heute zu einem beliebten Heil- und Kurort entwickelt, der viele Möglichkeiten zur Entspannung aber auch zu zahlreichen Aktivitäten bietet. Schlüssel sind bei: Herrn Ioo Eugen erhältlich Tel: +40/742/319 267 Tourismusinformation Baaßen: Öffnungszeiten: Mo–Fr 09.00–17.00 Uhr Strada Avram Iancu E-Mail: info_bazna@sibiu-turism.ro Unterkunft: Übernachtungsmöglichkeiten im ehemaligen evangelischen Pfarrhaus 9 Betten in 5 Zimmern samt Küche, Kammer und 2 Badezimmern mit Dusche und WC Herrn Ioo Eugen Tel: +40/742/319 267 Adresse: Bazna, Hausnr. 465
Nr. 465, Bazna 557030, Romania
In der Mitte des Dorfes, auf einer leichten Anhöhe, errichtete man in der zweiten Hälfte des 15. Jds. eine zunächst turmlose Saalkirche errichtet. Am Anfang des 16. Jhs. wurde die Kirche wehrhaft ausgebaut und erhielt ein hölzernes Wehrgeschoss. An der Westseite baute man zur gleichen Zeit einen schlanken gotischen Glockenturm und an der Nordwand des Chores eine Sakristei. Die Wehrmauer befestigte man bis 1677 mit einem sechseckigen Turm sowie drei einfachen Türmen. Der Triumphbogen stürzte 1702 in Folge eines Erdbebens ein. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden die hölzernen Emporen im Westen, Norden und Süden eingebaut. Ihre bäuerlichen Malereien zeigen eine naiv-religiöse Vorstellungswelt mit einer Vielzahl an Allegorien und Symbolen. Im Jahr 1822 erhielt der Kirchensaal seine jetzigen Gewölbe, die mit klassizistischen Ornamenten versehenen sind. In der zweiten Hälfte des 19. Jhs. trug man zwei der einfachen Türme sowie das Wehrgeschoss und den Westturm ab. Der heutige Glockenturm entstand 1892. Der Südwestturm und Teile der Mauer mussten 1900 dem Bau einer Schule weichen. 1909 stürzte der östliche Teil der Ringmauer ein. Erhalten sind der im Nordwesten gelegene sechseckige Turm und der Südostturm neben dem früheren Pfarrhaus. Der vorreformatorische gotische Flügelaltar steht seit 2005 in der Bergkirche in Schäßburg. Kontakt Schlüssel sind bei Herrn Wilhelm Roth Tel.: +40/767/738 175 Haus Nr. 98
5.0 3 reviews
Birthälm / Biertan Birthälm erlangte seine Bedeutung im Mittelalter als Marktort in Konkurrenz zu Mediasch und Meschen und ab 1572 bis 1867 als Sitz des Bischofs der Evangelischen Kirche. So erklärt sich die mächtige Burganlage mit drei Ringmauern, zwei Zwingern und etlichen Wehrtürmen. Sie gilt als eine der größten Siebenbürgens. Die bis heute nahezu unverändert erhaltene turmlose dreischiffige Hallenkirche wurde um 1500 auf den Fundamenten eines romanischen Vorgängerbaus errichtet. Von den beiden Wehrgeschossen des Chores wurde das obere hölzerne 1803 abgetragen. Bedeutend sind im Innenraum mit seinen spätgotischen Netzgewölben neben der steinernen Kanzel von 1523 mit Reliefszenen am Kanzelkorb besonders der spätgotische Flügelaltar mit 28 Tafelbildern und zartem Sprengwerk. Von großer handwerklicher Fertigkeit zeugt die spätgotische Sakristeitür mit kunstvollen Intarsienarbeiten und einem auf der Weltausstellung 1889 in Paris vorgeführten komplizierten Schloß, das zentral die Tür an 13 Stellen gleichzeitig verriegeln und so den Kirchenschatz in der Sakristei schützen konnte. Ort In Birthälm gab es vor allem im 17. und 18. Jahrhundert einen erbitterten Kampf der Oberen gegen den Verfall der Sitten. Mit strengen Regeln und harten Strafen sollte den zunehmenden Verfehlungen Einhalt geboten werden. Verboten war zum Beispiel das Trinken in schlechter Gesellschaft oder das zu lange Verweilen im Wirtshaus. Wurden bei trauungswilligen Paaren „voreheliche unsittliche Vorkommnisse“ festgestellt, gab es eine spezielle entwürdigende Hochzeitsprozedur. Diese und zahlreiche weitere Geschichten kann man beim Besuch der Kirchenburg Birthälm erkunden. Bis heute erhalten geblieben ist zum Beispiel das sogenannte „Ehegefängnis“ für scheidungswillige Paare. Es befindet sich innerhalb der Birthälmer Kirchenburg, die eine der eindrucksvollsten und größten Siebenbürgens ist. Die Kirche stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert ist von drei Ringmauern und neun Wehrtürmen umgeben. Einmal im Jahr findet in Birthälm das Sachsentreffen statt – die größte Zusammenkunft ausgewanderter und in Siebenbürger verbliebener Deutscher. Besichtigung: Pfarramt Birthälm Tel.: +40/269/842 660 und Frau Erna Weinrich Tel.: +40/749/231 199 Buchladen vorhanden Gasthaus: in der Burg Gesamtkapazität: 23 Personen Speise- und Gemeinschaftsraum, Voll- oder Halbpension Auskunft und Buchung: im Gästehaus "Dornröschen" Adresse: Str. George Coșbuc 25 oder bei Pfarrer Ulf Ziegler Tel.: (0040-745) 246485 E-mail: udfz333@gmail.com Ev. Jugendzentrum im Predigerhaus Adresse: Piața 1 Decembrie 1918 Nr. 3 21 Betten in 4 Zimmern (Jugendherberge) Badezimmer, Küche Gemeinderaum für Tagungen mit bis zu 50 Teilnehmern Auskunft und Buchung: wie oben Pfarrhaus 3 Gästezimmern mit 3 Nasszellen für 9 Personen Pfarrhaussaal für Seminare geeignet Auskunft und Buchung: wie oben Gästehaus der Mihai Eminescu Stiftung Adresse: Str. N. Bălcescu Nr. 2 4 DZ, 3 Badezimmer Aufenthaltsraum, Küche, Terrasse, Parkplatz im Hof Auskunft und Buchung: Mihai Eminescu Trust Tel.: (0040-724) 000350 E-mail: booking@experiencetransylvania.ro Internet: www.experiencetransylvania.ro
Biertan 557045, Romania
Bistritz / Bistrița Die heutige Kirche wurde im 14. Jh. anstelle eines Vorgängerbaus aus dem 13. Jh. errichtet. Die wirtschaftliche Stärke der Stadt Bistritz in jener Zeit erlaubte die Konstruktion einer doppeltürmigen, dreischiffigen Basilika mit polygonalem Chorabschluss. Die Bedeutung der Kirche für die Stadt lässt sich an den nachfolgenden Erweiterungen ablesen: Aufbau der gotischen Basilika mit oktogonalen Säulen zwischen Mittel- und Seitenschiffen, Umbau zu einer Hallenkirche mit umgebendem Bering und einem Wach- und Verteidigungsturm für die Stadt. Der ursprüngliche frei stehende, in mehreren Abschnitten errichtete Turm wurde 1487 in den Kirchenbau integriert. Ausdruck des Übergangs von der Gotik zur Renaissance, ist er der höchste mittelalterliche Turm Siebenbürgens. 2008 wurde er durch einen Brand schwer beschädigt, konnte aber wieder aufgebaut werden. Seine Aussichtsplattform ist für Touristen jetzt über einen Aufzug zu erreichen und eröffnet einen Blick auf das Panorama der Stadt Bistritz. Ort und Umgebung Die Stadt Bistritz ist das historische Zentrum der Region Nösnerland, welche den nördlichsten Bereich des sogenannten Königsbodens bildet. Auf diesem siedelten sich seit dem 12. Jh. Einwanderer aus deutschsprachigen Gebieten an, lebten hier in Selbstverwaltung und bildeten bis 1944 die Mehrheitsbevölkerung. Zwei verheerende Angriffe durch Mongolen und Tartaren im 13. Jh. konnte die Entwicklung von Bistritz, das damals noch Nösen hieß, nicht aufhalten. Im 14. Jh. wurden das Marktrecht und das Recht auf eigene Siegel erteilt. In der Folgezeit entstanden zahlreiche bedeutende Bauwerke, darunter die Stadtpfarrkirche mit ihrem heute 75 m hohen Turm, der eines der Wahrzeichen der Stadt ist. Bistritz gehörte über viele Jahrhunderte als Teil des Fürstentums Siebenbürgen zur Habsburger Monarchie, bis dieses nach 1918 in einer Volksabstimmung mit dem damaligen rumänischen Königreich vereinigt wurde. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges verließen die meisten Deutschen in Trecks das Nösnerland, nur wenige kehrten später zurück. Vor Ort gibt es allerdings auch heute noch eine bedeutende deutschsprachige evangelisch-lutherische Gemeinde. Schlüssel sind im: Pfarramt Bistritz P-ţa Centrală Nr. 13 RO-420040, Bistritz Tel.: +40/263/214679 oder bei Frau Lungu Tel.: +40/758/101 761 Gasthaus: Stadtpfarramt 4 renovierte Gästezimmer mit Bad, teilweise mit Kochnischen Auskunft und Buchung: Ana Lungu Adresse: Gemeindeamt, Piaţa Centrală 13 E-mail: kirchengemeinde.bistritz@yahoo.de Tel.: (0040-263) 214679 Sprechzeiten: wochentags 8:00-15:00 Uhr Mansarde des Deutschen Forums 15 Betten in 4 Zimmern mit Fernseher Parken im Innenhof, Terrasse (zum Grillen geeignet), Küche Adresse: Forum, B-dul Republicii 43, 20053 Bistrița Tel.: (0040-363) 104148 oder (0040-744) 844703 E-mail: germanforumbistrita@yahoo.de Internet: www.forumbistrita.ro
Piața Centrală, Bistrița 420040, Romania
Brenndorf / Bod Die Kirchenanlage von Brenndorf wurde vielfach von Feuern und Erdbeben stark beschädigt. So wurde im 15. Jh. die aus dem 13. Jh. stammende romanische Basilika durch einen Brand zerstört. Ende des 18. Jahrhunderts stürzte der Glockenturm ein. Er konnte neun Jahre später wieder aufgebaut werden, die vorreformatorischen Glocken allerdings gingen bei dem Einsturz verloren. Nur drei Jahre darauf wurden Kirche und Befestigungsmauern von einem Erdbeben zerstört. Der polygonale Bering mit dem vorgelagerten Zwinger wurde im 19. Jh. vollständig abgetragen. Die Kirche fand ihre heutige Form im Jahr 1806. Allein der gotische Taufstein zeugt noch von der mittelalterlichen Kirchenburg. 1977 wurde der Kirchturm bei einem Erdbeben beschädigt, konnte aber erfolgreich stabilisiert werden. In der Kirche findet sich ein Altar von 1869, in den die Orgel von 1816 integriert ist. Das Altarbild wurde von dem aus Pommern stammenden Carl Dörschlag angefertigt. Zum Gottesdienst läutet eine Glocke, die den Abgabenzwang des Ersten Weltkriegs überlebte. Zwei weitere Glocken wurden 1922 aus Bronze gegossen. Ort und Umgebung Obwohl sich die Bewohner Brenndorfs im Laufe vieler Jahrhunderte zahlreicher Schicksalsschläge erwehren mussten, wurde das Dorf nie vollständig aufgegeben. Im 14. Jh. erstmals urkundlich erwähnt, finden sich den Chroniken Berichte über verheerende Angriffe: Allein zwischen 1421 und 1658 wurde der Ort mindestens fünfmal niedergebrannt. Zeitgleich wurden die Bewohner mehrfach zur Unterstützung in das nahe gelegene Kronstadt beordert, um dort an der Befestigung der Stadt mitzuwirken und Baumaterial beizusteuern. Um 1718/19 fielen knapp 500 Brenndorfer der Pest zum Opfer. 1779 richteten Überschwemmungen große Schäden an und zwei nachfolgende Erdbeben (1790 und 1802) riefen erneut schwere Zerstörungen hervor. Hinzu kamen Großbrände, die erhebliche Teile des Ortes, aber auch die Kirche und ihre Befestigungsanlagen in Mitleidenschaft zogen. Mehrfach wurden die Dorfanlage sowie die Kirche deshalb neu errichtet. In den letzten Jahren konnten dank des Engagements der deutschen Bundesregierung und zahlreicher ehemaliger Bewohner umfangreiche Instandsetzungen an der Brenndorfer Kirche durchgeführt werden. Schlüssel sind bei: Frau Emilia Schuster Tel.: +40/268/283 172 Gasthaus: ehemaliges Pfarrhaus 4 Gästezimmer mit Nasszelle Küche, Aufenthaltsraum, Kinderspielplatz, Lagerfeuerplatz im Hof Auskunft und Buchung: Manfred Copony Adresse: Str. Tudor Vladimirescu 135 Tel.: (0040-721) 982431 E-mail: copony.manfred@yahoo.com Internet: www.gaestezimmer.brenndorf.ro
Strada Tudor Vladimirescu 134, Bod 507015, Romania
Bonnesdorf / Boian Die Bonnesdorfer Kirche wurde um 1400 erbaut, aus dieser Zeit haben sich die Umfassungsmauern erhalten. Um 1500 wurde das Gotteshaus durch Errichten eines Wehrgeschosses über dem Chor befestigt. Der Bering wurde innen mit einem teilweise zweistöckigen Wehrgang samt Schießscharten ausgestattet und mit einem Torturm verstärkt. Dieser diente zugleich als Glockenturm. Sein Eingang war von einem Fallgatter (gleitender Holzgitter) gesichert. Bemerkenswert ist, dass das Traufgesims von Chor und Schiff durch eine Reihe schräggestellter Ziegeln gebildet wird, eine an den orthodoxen Kirchen in der Moldau und in Muntenien oft anzutreffende Dekorationsform. Ferner finden sich sowohl am Torturm als auch über dem Nodeingang der Kirche das Wappen von Stefan cel Mare (Stefan d. Große), zu dessen Lehen Bonnesdorf kurzzeitig gehörte. Ort und Umgebung An der Kirchenburg von Bonnesdorf können Besucher einige bemerkenswerte Details entdecken. So sind zum Beispiel oberhalb des Durchfahrtstunnels in die Burg und auf dem Nordportal Köpfe von Auerochsen in den Stein gemeißelt. Diese Wappentiere Moldawiens verweisen auf die besondere Geschichte von Bonnesdorf: Im Gegensatz zu den meisten anderen siebenbürgisch-sächsischen Orten befand sich Bonnesdorf nicht auf dem sogenannten freien Königsboden, der den Bewohnern zahlreiche Privilegien und Sonderrechte gesichert hätte, sondern bildete einen Teil des Kokelburger Komitats. Die Komitate waren ungarische Verwaltungsformen, deren Bewohner als Leibeigene Feudalherren direkt unterstellt waren. Der ungarische König Matthias I. Corvinius schenkte das Kokelburger Komitat um 1498 dem moldawischen Woiwoden Stefan dem Großen (Stefan cel Mare), der in der Folgezeit den Bau der Bonnesdorfer Kirche unterstützte. Als sichtbares Zeichen dafür wurde das Bauwerk mehrfach mit dem moldawischen Wappentier verziert. Schlüssel sind bei: Herrn Ciprian Tel: +40/743/156 948 Ein Besuch dieser Kirchenburg ist derzeit leider nicht möglich.
Boian 557030, Romania
Bußd bei Mühlbach / Boz In dem kleinen Örtchen Bussd bei Mühlbach findet sich eine spätgotische Saalkirche, die umgeben von einer niedrigen Mauer auf dem Dorfanger steht. In der laut Inschrift 1523 errichteten Kirche gehen Saal und Chor in gleicher Breite ineinander über. Das Stichkappengewölbe des Saales ist dekorativ mit Rippen aus Tonziegeln gegliedert. Die Fassaden sind durch Strebepfeiler unterteilt, auf denen sowie auf dazwischen angeordneten Konsolen zwei Wehrgeschosse ruhen. Über das untere Geschoss waren die Gußscharten zwischen den Konsolen zugänglich, während im darüber liegenden zweiten Geschoss Schießscharten der Verteidigung dienten. Die beiden Geschosse sind über eine auf der Nordostseite angeordnete Wendeltreppe zu erreichen. Ähnliche Kirchbauten sind in Klosdorf und Tobsdorf zu sehen. Für die Klosdorfer Kirche ist der Baumeister Stephan Ungar bekannt und man kann ihn auch als Urheber der beiden anderen Kirchen vermuten. Auf der Nordseite findet sich noch ein Torturm mit Wehrgang. Im Inneren findet sich neben einem  frühbarocken Altar die Ausstattung des 19.Jh. Aktivitäten Mitte der 1990iger Jahren hat Daniel Schuster, Siebenbürger Sachse aus Bußd bei Mühlbach, begonnen die turmlose Wehrkirche seines Heimatdorfes vor dem Verfall zu retten. Er gründete eine Stiftung und sammelte Spenden. 1998 konnten somit größerer Reparaturarbeiten an den Dächern und der Ringmauer durchgeführt werden. Mittlerweile sind fast 20 Jahre vergangen. Durch das ehrenamtliche und kontinuierliche Engagement von Herr Schuster hat sich das Kirchenburgenensemble bis heute erhalten. Der Zahn der Zeit nagt trotzdem an der Substanz und es müssen weitere Denkmalpflegearbeiten durchgeführt werden. Die Stiftung Kirchenburgen ist sehr von dem unermüdlichen Engagement von Herrn Schuster beeindruckt und möchte seine Arbeit an der Wehrkirche in Bußd mittels dem Dächer- und Denkmalpflegeprogramm unterstützen. Ein Kurzgutachten zum Zustand der Anlage und die Vorbereitungen für erste Sicherungsmaßnahmen sind in Arbeit. Unsere Partner    Daniel Schuster, stiftung_agenda2023@yahoo.de Bezirkskonsistorium Mühlbach Schlüssel sind bei: Familie Crișan Tel.: +40/258/764 334
Boz 517276, Romania
Kronstadt / Brașov Die „Schwarze Kirche“, der bedeutendste gotische Kirchenbau Siebenbürgens, entstand durch Erweiterung und Umgestaltung zweier Vorgängerkirchen, von denen der erste romanische Bau durch ein Erdbeben zerstört wurde. Weitere Erdbeben im 16. und 17. Jh. erforderten Erneuerungen und Sicherungen von Gewölben und Mauern. Der geplante zweite Westturm wurde wegen der Erdbebengefahr nicht ausgeführt. Den größten Schaden erlitt die Kirche jedoch bei dem Stadtbrand von 1689, als sie vollständig ausbrannte und die Gewölbe einstürzten. Der Innenraum der Hallenkirche ist deshalb von den bis 1772 erfolgten Wiederaufbauarbeiten geprägt, die stilistisch einer barock-gotisierenden Formensprache folgen. Weitere Restaurierungsarbeiten ließen bis zu ihrem Abschluss 1999 das Äußere der Kirche wieder in hellem Sandstein erstrahlen. Die Fassade der Kirche zeigt einen reichen ornamentalen und figürlichen Bauschmuck aus Sandstein. Wegen der Umweltbelastung wurden diese teilweise durch Kopien ersetzt, während die Originale im Innenraum besichtigt werden können. Die 104 an den Emporen angebrachten Gebetsteppiche kamen durch den ausgedehnten Orienthandel der sächsischen Kaufleute nach Siebenbürgen. Sie wurden den Kirchengemeinden anlässlich von Feierlichkeiten geschenkt und von diesen über die Jahrhunderte bewahrt und gepflegt. Neben der architektonischen Bedeutung der Kirche ist sie auch der Ort, von dem aus sich 1642 die Reformation mit dem ersten in deutscher Sprache abgehaltenen evangelischen Gottesdienst in Siebenbürgen verbreitete. Ort und Umgebung Es gibt nur wenige Städte in Rumänien, die über so viele Sehenswürdigkeiten verfügen wie Kronstadt. Einige von ihnen sind nur in Legenden überliefert. Zu diesen gehören das „Tor der Beichte“, „Salomos Steine“ oder der „Hexensee“. Andere wertvolle Denkmäler und Kunstwerke sind geschichtlich belegt, beispielsweise der „Weiße Turm“, das „Haus des Heiligen“ oder die berühmte „Schwarze Kirche“. Letztere gilt als das größte sakrale Bauwerk Rumäniens, als bedeutendster gotischer Kirchenbau zwischen Wien und Istanbul sowie als imposantestes Gebäude, das von den Sachsen im mittelalterlichen Siebenbürgen geschaffene wurde. Vor der Reformation der Heiligen Maria geweiht, wurde die Kirche im großen Stadtbrand 1689 zu einer schwarzen Ruine. Hierauf ist ihre zuerst volkstümliche, später offizielle Benennung zurückzuführen. In ihrem Innern bewahrt die Schwarze Kirche gewaltige Kunstschätze wie die sechs Tonnen schwere Glocke oder die reichhaltigste europäische Sammlung orientalischer Teppiche außerhalb der Türkei. Besichtigung der Schwarzen Kirche: Zwischen November und April nachmittags nur bis 15.00 Uhr geöffnet. Internet: www.honterusgemeinde.ro
Curtea Johannes Honterus 2, Brașov 500025, Romania
Pretai / Brateiu Nur wenige Reste sind heute noch von der gotischen Basilika des 14. Jh. vorhanden. Die heutige Kirche trägt Merkmale des 15. Jh. Der Kirchenraum wurde durch Abtragen der südlichen Pfeilerreihe und Erhöhen der Außenmauern sowie Einbau eines Tonnengewölbes stark verändert. Besonders bemerkenswert sind die Pfeiler zwischen Nord- und Mittelschiff, die über profilierte Querschnitte und Kapitelle mit figürlichen Darstellungen verfügen. Um den Angriffen standzuhalten, wurde die Kirche mit einem Wehrgeschoss über dem Chor, einem Wehrgang auf dem Glockenturm sowie einem Bering und fünfgeschossigem Torturm ausgerüstet. 1906 wird ein Teil der Wehrmauer abgetragen und als Baumaterial für den Gemeindesaal benutzt. Ort und Umgebung Auf der Reise durch das Tal der Großen Kokel (Târnava Mare) taucht einige Kilometer östlich von Mediasch (Media?) die Kirchenburg von Brateiu auf. Sie befindet sich inmitten des Ortes am Dorfanger. Vom Wehrgeschoss des weithin sichtbaren Glockenturms aus bietet sich ein herrlicher Ausblick in die Umgebung.Nachdem die Kirchenburg über Jahrhunderte dem Schutz der Dorfbevölkerung diente, ist sie heute Bestandteil eines Ausbildungszentrums. In Zusammenarbeit von der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien und der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck werden hier seit dem Jahr 2008 Handwerker in verschiedenen Techniken geschult, um siebenbürgische Kirchenburgen fachgerecht reparieren zu können. Am westlichen Dorfausgang Richtung Mediasch bieten Kupferschmiede und Kesselflicker reichhaltige Waren an. Schlüssel sind bei: Frau Popşor Rosemarie Tel.: +40/269/863 019 Übernachtungsmöglichkeiten: Gästezimmer im ehemaligen Pfarrhaus Frau Rosemarie Popșor Tel.: +40/269/863 015 oder +40/269/863 019 Gasthaus: Begegnungsstätte 5 Zimmer, Stockbetten, 1 Doppelbett, Küche, Aufenthaltsraum, Bad Pfarrgarten ist für Zelt und Wohnmobil geeignet. Auskunft und Buchung: Kuratorin Rosemarie Popșor Tel.: (0040-269) 863019 oder (0040-787) 516732 Weiter Informationen beim Vorsitzenden des Fördervereins Kirchenburgen: Michael Theurkauf Tel.: (0049-160) 90587493 E-mail: mogk-kassel@t-online.de Internet: www.fv-ausbildungszentrum-kirchenburgen.de
Brateiu 557055, Romania
Braller / Bruiu Die im 13. Jh. errichtete romanische Basilika wurde vorwiegend in der zweiten Hälfte des 19. Jh. stark verändert, vor allem durch den Abriss der Seitenschiffe und Neubau mit Emporengeschoss sowie den Anbau einer Apsis. Nur an der südlichen Fassade hat sich eine romanische Türeinfassung mit Rundbogen erhalten. Die Kirche war von einer ringförmigen Mauer umgeben, die direkt an den Westturm anschloss. Dessen Wehrgang wurde gleichfalls im 19. Jh. abgetragen. Um die innere Mauer wurde ein weiterer polygonaler Mauerring mit 4 Basteien und 3 Wehrgängen erbaut, was an den 3 übereinanderliegenden Reihen von Schießscharten im Norden der Kirchenburg zu erkennen ist. Ein langgestrecktes, dreigeschossiges Gebäude an der südöstlichen Seite der Kirche wurde als Vorratslager, aber auch als Wohnung genutzt, war aber als Kampfhaus auch mit Wehranlagen ausgerüstet. Ort und Umgebung Eine Sage aus Braller erzählt von einem Totengräber, der auf dem Friedhof auf Gebeine stieß. Höhnisch lachend lud der Mann das Skelett zum Essen ein. Später am Abend, als der Totengräber gemütlich am Tisch saß, klopfte es plötzlich an der Tür: Das Skelett hatte die Einladung ernst genommen. Der unerwünschte Besucher entführte seinen Gastgeber auf eine wundersame Reise, von der dieser zwar in derselben Nacht zurückkehrte, jedoch um hundert Jahre gealtert war. Der Mann soll auf der Reise das Paradies gesehen haben. Vielleicht war es aber auch nur sein Heimatdorf, das in der Morgensonne inmitten der sattgrünen Landschaft durchaus etwas paradieshaftes an sich hat.Braller liegt einige Kilometer südwestlich von Großschenk (Cincu) abseits der üblichen Touristenrouten im sogenannten „Krautwinkel“. Die Kirchenburg, deren Entstehungsgeschichte bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück reicht, ist ein typisches Beispiel für siebenbürgische Wehrarchitektur. Schlüssel sind bei: Herrn Michael Ehrmann Tel.: +40/269/586 515
Bruiu 557065, Romania
Schon früh wurde die Ende des 13. Jh. errichtete spätromanische Pfeilerbasilika für die Verteidigung des Dorfes umgebaut. Dies geschah durch Abbruch der Seitenschiffe sowie Verstärkung des Kirchenschiffes und des Turms mit zwei Wehrgeschossen. Der Chor erhielt um 1500 ein eigenes Wehrgeschoss mit einem hervorragenden Maschikuli-Kranz (Gußscharten). Das heutige Erscheinungsbild der Kirche ist geprägt von dem 1847 errichteten Turm. Der Innenraum beeindruckt durch seine schmale Proportion, die durch die auf der Nordseite doppelgeschossigen Seitenemporen aus der Zeit von 1680 bis 1775 unterstrichen wird. Die Bemalung der Brüstungen wurde von der Familie Rössler, Großvater und Enkel, ausgeführt. Die Ausstattung mit Orgelaltar, Kanzel und Gestühl stammt aus dem Jahr 1805. Der ab dem 14. Jh. erbaute Bering hat sich mit vier Türmen und den zur Unterbringung der Kornkästen auf der Innenseite angebrachten Gaden (überdachte Kammern) erhalten. Ort In der siebenbürgischen Hymne „Siebenbürgen, süße Heimat“ wird ein Meer erwähnt, das im Erdmittalter diese Region bedeckte. So erklärt es sich, dass die Bodendorfer Kirchenburg aus Meeressedimentgesteinen mit fossilen Einschlüssen erbaut wurde. Die Wohnhäuser Bodendorfs hingegen waren früher aus Holz gefertigt. Wenn das Dorf angegriffen wurde, flüchteten seine Bewohner vor den plündernden und brandstiftenden Gegnern in die feuerfeste Kirchenburg; der große Turm diente in Kriegszeiten den Pfarrern als Aufenthaltsraum. Die mit Trostworten verzierten Wände des Turms zeugen noch heute von dieser Schreckenszeit. So schrieb Pfarrer Johannes Nösner, während er sich in dem Raum versteckte, voller Zuversicht: „Hör! Hast vor eine gute Sach, aber`s geht Von statt gemach, fahre getrost fort, nicht Verzag, es fällt kein alt eich auf ein Schlag.“ Die hervorgehoben Buchstaben sind als römische Ziffern gestaltet. Ihre Summe ergibt die Jahreszahl 1680. Aktivitäten EU-Projekt „18 Kirchenburgen“ Träger: Landeskonsistorium der Evangelischen Kirchen A. B. in Rumänien Baukosten: 510.000 EUR Zeitraum: 2010-2014 Besichtigung: Schlüssel sind bei Familie Wagner erhältlich Tel: +40/268/248 702 Frau Ella Wagner Tel.: +40/727/344 718 Haus Nr. 14
Bunești 507035, Rumänien
Bußd bei Mediasch / Buzd Wann genau die Kirche von Bußd bei Mediasch erbaut wurde, ist nicht bekannt. Der aus dem späten 14. Jh. stammende Chor wurde im Zuge der Befestigung zur Sicherung der Kirche gegen den Berghang mit drei Wehrgeschossen überbaut. Damit überragt er das Kirchenschiff weit sichtbar. Über einen kleinen Wendelstein erreicht man die Verteidigungsanlagen, die sich oberhalb des Rippengewölbes befinden. Der einst mehr als 6 Meter hohe Bering ist zurückgebaut worden und der Torturm wurde zur Burghüterwohnung umgebaut. Das gotische Trichterportal in der Westfassade zeigt die für die Gegend um Mediasch üblichen Stilmerkmale. Der Innenraum des Kirchenschiffes wird von den klassizistischen Seitenemporen geprägt, während der Chor durch den hochbarocken Altar dominiert wird. Hier findet sich neben der gotischen Sakramentsnische ein aus derselben Zeit stammendes Schulterportal als Eingang in die Sakristei. Bemerkenswert ist auch der überdachte hölzerne Treppenaufgang zur Burg. Ort und Umgebung Mit dem hoch aufragenden Wehrchor wirkt die an einem steilen Hang errichtete Kirchenburg von Bußd außergewöhnlich pittoresk.Es scheint, als habe die Burg versucht, den Berg hinaufzusteigen. Von aller Kraft verlassen, musste sie sich dann aber auf halbem Wege an der heutigen Stelle niederlassen. Tatsächlich sind für das Aussehen der Kirchenburg jedoch verschiedene Bauphasen verantwortlich. So wurden etwa Chor und Saal nicht zur selben Zeit erbaut. Darüber hinaus ist die ungewöhnliche Höhe des Wehrchors auf die Erfordernisse einer guten Verteidigung zurückzuführen: Er wurde so errichtet, dass von seinen Ausguckposten über eine nahe Bergkuppe hinweg Einblick in das angrenzende Seitental der Großen Kokel (Târnava Mare) genommen werden kann. So konnten einst Feinde rechtzeitig bemerkt werden. Aktivitäten Dächerprogramm Träger: Bezirkskonsitorium Mediasch Baukosten: 5.000 EUR Zeitraum: Juni-September 2009 Schlüssel sind bei Burghüter Nicolae Rafa, der in der Kirchenburg lebt.
Buzd 557056, Romania
Die Gräfenburg von Kelling wurde um 1270 als befestigte Anlage mit Wohnturm, Ringmauer und dem durch einen Turm mit Zugbrücke über den umgebenden Wassergraben geschützten Zugang errichtet. Nach der Übernahme der Burg durch die sächsische Gemeinde wurde sie weiter mit einem zweiten Bering und einem Südturm ausgebaut. Für den Belagerungsfall wurden auf der Innenseite Wohn- und Vorratskammern an den Bering gebaut, von denen sich nichts erhalten hat. Ergänzt wurde die Anlage Ende des 15.Jh. durch eine kleine Saalkirche mit halbrunder Apsis. Beim Bau des zweiten Berings wurde der Wassergraben zugeschüttet und die Zugbrücke durch einen mit einem Fallgatter gesicherten Torbau ersetzt. Heute wird die Anlage von einem Verein der Universität Klausenburg verwaltet. Ort In Kelling ist eine der letzten Gräfenburgen Siebenbürgens erhalten geblieben. Wegen ihrer außergewöhnlichen Bedeutung ist sie Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes.Im 13. Jahrhundert ließ Graf Chyl zu Kelling im Dorf einen Wohnturm für sich errichten. Auf Grund der häufigen Angriffe aus osmanischen Gebieten wurde der Turm mit einer Wehrplattform ausgestattet und von einer mächtigen Ringmauer umgeben.Das Verhältnis zwischen der Familie Chyl und dem überwiegend sächsischen Dorf war aber von Anfang an nicht das Beste. Um 1430 zog sich daher der letzte Erbgraf aus dem Ort zurück und verkaufte die Wohnburg an die Dorfbewohner. Diese nutzen die Anlage als Fluchtburg bei Angriffen aus osmanischen Gebieten und statteten sie mit weiteren Wehranlagen und Lagerräumen aus. Im Jahr 1658 griffen türkische Truppen das Dorf an und verwüsteten es. Die Burg konnte dabei jedoch nicht eingenommen werden. Im Innern des Wohnturms gibt es heute ein Museum, das einen Eindruck über das Leben und die lokalen Traditionen der Siebenbürger Sachsen vermittelt. Besichtigung: Öffnungszeiten: Sommer täglich 09.00–19.00 Uhr, Winter täglich 10.00–17.00 Uhr Museum und Burgladen vorhanden – Evangelische Dorfkirche direkt neben der Gräfenburg kann auf Anfrage ebenfalls besichtigt werden Tel: +40/258/747 220 Email: marpoacd@yahoo.com Übernachtungsmöglichkeiten: In der Gräfenburg und dem evangelischen Pfarrhaus Tel: +40/258/747 220 Email: marpoacd@yahoo.com
Katzendorf / Caţa Eine in ihren Grundzügen gut erkennbare romanische Pfeilerbasilika bildet den Kern der großen Kirchenburg von Katzendorf. Im Innenraum sind die Arkadenpfeiler typisch für die romanische Anordnung von Mittelschiff zu Seitenschiff. Im nördlichen Obergaden sind zwei freigelegte romanische Blendfenster zu sehen. Der romanische Chor und die Apsis wurden im 15. Jh. gotisch umgebaut. 1894, beim Einsturz des Westturmes, wurde das Kreuzgratgewölbe zerstört und später durch eine flache Decke ersetzt. Der Turm wurde nicht wieder aufgerichtet. Die große Ringmaueranlage aus dem 15. Jh. besitzt heute noch vier der früher sechs hohen Wehrtürme mit Wehranlagen, von denen der fünfeckige Pfarrersturm in den Garten des Pfarrhauses blickt. Noch im 17. Jh. wurde die Anlage mit einer zweiten Ringmauer und Zwingern verstärkt, die im nördlichen Bereich 1884 zugunsten der Schule und 1937 für den Bau des Gemeindehauses abgetragen wurden. Ort und Umgebung Die genaue Entstehungszeit von Katzendorf ist ungeklärt. Während erste urkundliche Erwähnungen vom Beginn des 15. Jh. vorliegen, entstand bereits um 1250 eine romanische Pfeilerbasilika in der heutigen Ortsmitte. Später wurde diese zur Kirchenburg ausgebaut. Das Dorf wuchs an einem Kreuzungspunkt von zwei Hauptstraßen heran und hatte über lange Zeit unter Bränden und Angriffen zu leiden. Für das 17. und 18. Jh. sind sechs Plünderungen und Großbrände dokumentiert, die jeweils einen Großteil des Dorfes in Mitleidenschaft zogen. Während eines Feuers im Jahr 1706 wurde auch die Kirche stark beschädigt und das damalige Pfarrhaus und die Schule wurden vernichtet. Heute ist Katzendorf mit seinen rund 2.500 Einwohnern ein eher beschaulicher Ort. In seiner Mitte bewohnt der siebenbürgisch-sächsische Schriftsteller und Filmemacher Frieder Schuller das evangelische Pfarrhaus. Er hat den Hof, auf dem einst sein Vater als Pfarrer lebte, wiederhergestellt und veranstaltet dort immer wieder Kulturfestivals: So wurde zum Beispiel im Jahr 2011 erstmals der Dorfschreiberpreis von Katzendorf verliehen. Projekte im Ort Seit einigen Jahren ist Katzendorf für seinen Dorfschreiberwettbewerb berühmt. Jeden Sommer wird zum Dorfschreiberfest eingeladen, bei dem alle Interessenten willkommen sind. Hier kommen Literaturfreunde auf ihre Kosten: es werden Lesungen und Vorträge angeboten und ein kulinarisches Angebot, sowie die Verleihung des Dorfschreiberpreises runden die Festivitäten ab. Für nähere Informationen und Terminanfragen wenden Sie sich bitte an den Organisator Frieder Schuller: frieder_schuller@web.de Schlüssel sind bei: Frau Markus Anna Tel.: +40/268/248 564
House Nr. 282, DJ132B 37, Cața 507040, Romania
Scholten / Cenade Die gotische Saalkirche in dem früher untertänigen Dorf Scholten stammt ursprünglich aus dem späten 15. Jahrhundert und hatte bis Mitte des 19. Jahrhunderts auch einen Westturm. Fragmente des ovalen Berings sowie des südlichen Torturmes sind noch heute erhalten. Der baufällig gewordene Chor wurde im Jahr 1906 abgetragen und durch einen Neubau ersetzt. Die Rieger-Orgel mit neugotischem Prospekt stammt aus dem Jahr 1917. In den 1930er-, 1980er- und 1990er-Jahren unternahmen kirchliche und staatliche Behörden umfassende Konsolidierungsarbeiten und archäologische Untersuchungen an der Kirche und an den Resten der Ringmauer. Schlüssel sind bei: Herrn Simon Binder Tel.: +40/745/513 481 und +40/258/789 180
Cenade 517210, Romania
Kyrieleis / Chiraleș Im Jahr 1790 mussten die Bewohner von Kyrieleis ihre Hütten auf der Anhöhe neben der alten Kirche abreißen und im Tal, in der sächsischen Gasse, wiederaufbauen. Die kleine, fast quadratische spätgotische Saalkirche selbst wurde 1907 aufgrund ihrer Baufälligkeit abgerissen. Ein Teil des gotischen Maßwerks mit Fischblasenmotiv wurde in die Sakristei der neuen Kirche gebracht. En Neubau war schon lange angedacht gewesen, konnte aber aufgrund der aus der Zeit der Untertänigkeit rührenden Armut sowie der schrecklichen Feuerbrunst 1870 und dem Schulneubau 1875 lange nicht umgesetzt werden. Erst 1889 beschloss die Gemeinde die Gründung eines Kirchenbaufonds. Die Lizitation des Bauauftrages fand Ostern 1907 statt, der Bau begann am 31. Mai. Ein Jahr später war die neuromanische Saalkirche errichtet, deren Kirchenschiff mit einem Tonnengewölbe mit Stichkappen überführt wurde. Die Sakristei befindet sich südlich vom Chor. An der Straßenfront entstand der vorgebaute Glockenturm. Seit 1909 steht in der Kirche ein neugotischer Altar, in dessen Zentrum eine Jesusplastik aus Gips steht, eine Arbeit von Stefan Römischer aus Wallendorf. Aus der alten Kirche übernahm man das Taufbecken samt steinernem dreieckigen Fuß aus dem Jahr 1847, auf welches 1909 ein Becken gesetzt wurde. Schlüssel sind bei: Herrn Mihai Turda Tel.: +40/756/769 081  (Geschäft vis-à-vis)
Chiraleș, Romania
Kirchberg / Chirpăr In Kirchberg lässt sich noch deutlich die im 13. Jh. errichtete romanische dreischiffige Basilika in der Kirche ablesen. Der Chor mit dem Kreuzgratgewölbe und der halbrunden Apsis, sowie die Arkadenbögen zu den Seitenschiffen verblieben, ebenso wie auch der Westturm, ohne größere bauliche Veränderungen. Zur Sicherung erhielt die Kirche im 15. Jh. einen polygonalen Bering mit einem vorgelagerten Zwinger. Die Anlage war ehemals von sechs Türmen geschützt, von denen sich keiner erhalten hat. Um 1500 wurde der Westturm der Kirche mit einem Wehrgeschoss befestigt, die Kirche blieb vermutlich ohne eigene Wehrbauten. Erst 1862 wurden die Seitenschiffe und das Mittelschiff mit einer flachen Stuckdecke ausgestattet und über dem Mittelschiff wurde ein niedrigeres Dach errichtet. Der Innenraum ist durch die Ausstattung aus dem 18. Jh. geprägt. Auf der gemauerten Westempore steht die 1778 gebaute Orgel. Der Altar wurde 1795 in der Werkstatt von Johannes Folberth in Schäßburg (Sighişoara) geschaffen. Ort und Umgebung Infolge der Türkenkriege um 1500 wurde der siebengeschossige Glockenturm der Dorfkirche von Kirchberg zum Bergfried verstärkt und ist auch heute noch – über 500 Jahre später – der höchste Turm im Harbachtal (Valea Hârtibaciului). In früheren Zeiten war es in Kirchberg üblich, dass sich nach dem Gottesdienst das ganze Dorf auf dem Platz vor der Kirche zum Tanz versammelte. Ein besonders beliebter Brauch war, wie auch in anderen sächsischen Dörfern, das Maibaumaufstellen im Frühjahr. Dieser Brauch hat eine lange Geschichte und ist schon aus der griechisch-römischen Antike überliefert. Im 13. Jh. galt der Maibaum als Symbol der Lebensfreude und diente gleichzeitig zum Vertreiben des Bösen und Lebensfeindlichen. Im 16. Jh. änderte sich die Funktion des Maibaums hin zum „Liebesmaien“: Geheime Liebschaften wurden von den Burschen durch das Aufstellen des Baumes im Hof ihrer Geliebten öffentlich bekannt gemacht. Aktivitäten Dächerprogramm Träger: Leitstelle Kirchenburgen Baukosten: 1.770 EUR Zeitraum: Herbst 2007 Beschreibung: Allgemeine Reparaturarbeiten am Kirchendach und Turm, Säubern und Richten der Dachrinnen Schlüssel sind bei: Herrn Wolff Johann Tel.: +40/269/586 145
House Nr. 68, Chirpăr 557080, Romania
Kleinschenk / Cincşor In Cincsor (Kleinschenk) entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ein Gotteshaus, das den Ausgangspunkt für die 1421 fertig gestellte und bis heute erhaltene Kirche bildete. Die Kirche wurde im 15. und 16. Jahrhundert schrittweise befestigt, sichtbares Zeichen aus dieser Zeit sind die Fachwerkaufbauten. Der Chor wurde mit Strebepfeilern verstärkt und zusammen mit dem Glockenturm um einen hölzernen Wehrgang erweitert. Außerdem errichteten die Dorfbewohner um die Kirche eine Ringmauer mit vier Wehrtürmen, die von Außen zusätzlich durch einen Wassergraben gesichert war. In den nachfolgenden Jahrhunderten durchlebte das Dorf schwere Zeiten, unter anderem wurde es 1599 während eines Angriffes niedergebrannt. Erst ab etwa 1850 konnte die Gemeinde aufblühen: In dieser Zeit entstand unweit des Ortes die erste Brücke über den Olt (Alt). Ort und Umgebung Im 12. Jahrhundert erreichten deutschsprachige Siedler die Ausläufer des Fogarascher Gebirges. Hier gründeten sie unter anderem das Dorf Cinc?or (Kleinschenk), das wegen seiner Lage am Ufer des Flusses Olt (Alt) eine große strategische Bedeutung hatte. Weil sich die Bewohner jahrhundertelang Angriffen erwehren mussten, bauten sie ihre Kirche in der Mitte des Dorfes schrittweise zu einer Burg aus. Dazu verwendeten sie auch Steine aus den Ruinen eines römischen Militärlagers, das sich auf einem nahe gelegenen Hügel befand. Bis heute hat die Kirchenburg ihr spätmittelalterliches Aussehen bewahrt: Zwischen Mauern und Wehrtürmen meint man, die Zeit sei seit Jahrhunderten stehengeblieben. Umgeben ist die Anlage von einem Dorf, das durch siebenbürgisch-sächsische Bauernhäuser geprägt ist. Im Unterschied zu seiner wechselvollen Vergangenheit ist Kleinschenk heute ein Ort der Ruhe, in dem in den Sommermonaten mitunter Orgelmusik aus der Kirche erklingt. Tourismus In Pfarrhaus und Schule des Kirchenburgenensembles befinden sich heute anspruchs- und liebevoll eingerichtete Gästezimmer mit siebenbürgischem Flair. Hier können sich Besucher auch kulinarisch verwöhnen lassen. Die angebotene „Neue Siebenbürgische Küche“ wird unter Verwendung frischer, regionaler Produkte zubereitet und ist ein wahrer Genuss. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.transilvania-cincsor.ro Aktivitäten EU-Projekt „18 Kirchenburgen“ Träger: Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien Baukosten: 190.000 EUR Zeitraum: 2011 – 2014 Schlüssel sind bei: Frau Carmen Schuster Tel.: +40/744/373 090 Die Öffnungszeiten gelten von April bis Oktober. Gruppen werden um Voranmeldung gebeten. Dauerausstellung: Peter Jacobi, Bilder einer Reise – Sächsische Kirchenburgen. Informationsstelle Region Siebenbürgen und Kirchenburgenlandschaft in der ehemaligen evangelischen Schule (direkt neben der Kirchenburg), Kontakt: Frau Carmen Schuster Tel.: +40/744/373 090 E-Mail: schustercarmen@yahoo.de Unterkunft: Modern ausgestattete Gästezimmer im Pfarrhaus und der ehemaligen Schule, Kontakt: Frau Carmen Schuster Tel.: +40/744/373 090 Adresse: Cincşor, Hausnr. 112 E-Mail: schustercarmen@yahoo.de Gasthaus: Gästehäuser in der Alten Ev. Schule, Pfarrhof, zwei Bauernhäuser 15 Doppelzimmer, 4 Appartements Bad, Restaurant mit regionaler Küche in der Alten Schule, Bibliothek, Aufenthaltsraum Pfarrhaus 1 Appartement Bad, Speisezimmer, Bibliothek, Aufenthaltsraum, Küche Frühstück für alle Zimmer inklusive Voll- oder Halbpension auf Wunsch W-Lan Auskunft und Buchung: online E-mail: kulturproject@gmail.com Tel.: (0040-744) 373090 Internet: www.transilvania-cincsor.ro Facebook: www.facebook.com/cincsor.casedeoaspeti/
DJ105 103, Cincșor 507261, Romania
Großschenk / Cincu Der bedeutenden Kirche in Großschenk wurde schon von Anfang an die Rolle einer Schutzwehr des Glaubens verliehen, sowohl im übertragenen als auch im wörtlichen Sinn: Der Westturm wurde Anfang des 13. Jh. errichtet und mehrfach erhöht und verstärkt. Im 18. Jh. wurden die Wehranlagen abgetragen und er erhielt seinen heutigen charakteristischen Turmhelm. Ein großer Teil der zwei ringförmigen Mauern, ausgestattet mit Basteien und Wehrtürmen, wurde abgetragen. Jedoch haben sich von den ehemaligen befestigten Gebäuden das sogenannte alte Rathaus und ein Wehrspeicher erhalten. Der Innenraum zeigt heute die Anmutung einer Hallenkirche, nachdem 1693 die Seitenschiffe zum Einbau von Emporen erhöht wurden. Die schmiedeeisernen Brüstungsgitter wurde rund hundert Jahre später hinzugefügt. Die Innenausstattung der Kirche präsentiert sich in verschiedenen Stilformen: neben dem spätgotischen Gestühl findet sich die Kanzel aus der Renaissance, Taufbecken, Epitaphien und das Gestühl der Zünfte wurden im Barock hinzugefügt, während die klassizistische Orgel die Westempore dominiert. Ort und Umgebung Wo gegen Ende des 12. Jh. die Schenke stand, die dem Ort den heutigen Namen gab, lässt sich nicht mit letzter Gewissheit sagen. Sie könnte von einem der Gräfen von Großschenk an einer ehemaligen Heerstraße erbaut worden sein. Die Gräfen, die in der Vergangenheit zu den wichtigsten Persönlichkeiten des Ortes gehörten, waren Berater ihrer Gemeinde und des Landesherren, Inhaber des Richteramtes sowie zu Kriegszeiten Führer der Siedler.Aus der Anfangszeit von Großschenk ist eine Anekdote überliefert: In den Zeiten, in denen die Grenzziehung noch nicht endgültig festgelegt war, kam es zu einem Streit über die Zugehörigkeit eines Stück Landes. Während der Verhandlung zur Klärung der Besitzrechte, die direkt auf dem strittigen Acker stattfand, schwor der Großschenker Dorfälteste: „Ich stehe auf Großschenker Erde!“ Dies stimmte insofern, als dass er sich zu Hause seine Stiefel mit Erde gefüllt hatte. Auf dem Heimweg soll sein Pferd an der sogenannten „Bösen Brücke“ gestolpert sein und sich den Hals gebrochen haben. Tourismus Im Pfarrhaus gibt es die Möglichkeit zu übernachten. Das Pfarrhaus bietet insgesamt 10 Betten in 2 Zimmern, Küche mit Kühlschrank, Bad mit Waschmaschine, Esszimmer und eine Terrasse. Kontakt: Kuratorin Frau Friederike Pall: +40 (0)268 244 192 Schlüssel sind bei: Herrn Boghean Constantin Tel.: +40/784/451 853 oder +40/268/244 112 Übernachtungsmöglichkeiten: Gästezimmer im Pfarrhaus neben der Kirchenburg Ansprechperson: Frau Friederike Pall Tel.: +40/268/244 192 Weitere Möglichkeiten sind im Ort gegeben.
Cincu 507045, Romania