Kirchenburg Kleinschenk
Kirchenburg Kleinschenk

Kirchenburg Kleinschenk

10:00 - 18:00
Open

DJ105 103, Cincșor 507261, Romania

About

Kleinschenk / Cincşor

In Cincsor (Kleinschenk) entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ein Gotteshaus, das den Ausgangspunkt für die 1421 fertig gestellte und bis heute erhaltene Kirche bildete. Die Kirche wurde im 15. und 16. Jahrhundert schrittweise befestigt, sichtbares Zeichen aus dieser Zeit sind die Fachwerkaufbauten. Der Chor wurde mit Strebepfeilern verstärkt und zusammen mit dem Glockenturm um einen hölzernen Wehrgang erweitert. Außerdem errichteten die Dorfbewohner um die Kirche eine Ringmauer mit vier Wehrtürmen, die von Außen zusätzlich durch einen Wassergraben gesichert war. In den nachfolgenden Jahrhunderten durchlebte das Dorf schwere Zeiten, unter anderem wurde es 1599 während eines Angriffes niedergebrannt. Erst ab etwa 1850 konnte die Gemeinde aufblühen: In dieser Zeit entstand unweit des Ortes die erste Brücke über den Olt (Alt).

Ort und Umgebung

Im 12. Jahrhundert erreichten deutschsprachige Siedler die Ausläufer des Fogarascher Gebirges. Hier gründeten sie unter anderem das Dorf Cinc?or (Kleinschenk), das wegen seiner Lage am Ufer des Flusses Olt (Alt) eine große strategische Bedeutung hatte. Weil sich die Bewohner jahrhundertelang Angriffen erwehren mussten, bauten sie ihre Kirche in der Mitte des Dorfes schrittweise zu einer Burg aus. Dazu verwendeten sie auch Steine aus den Ruinen eines römischen Militärlagers, das sich auf einem nahe gelegenen Hügel befand. Bis heute hat die Kirchenburg ihr spätmittelalterliches Aussehen bewahrt: Zwischen Mauern und Wehrtürmen meint man, die Zeit sei seit Jahrhunderten stehengeblieben. Umgeben ist die Anlage von einem Dorf, das durch siebenbürgisch-sächsische Bauernhäuser geprägt ist. Im Unterschied zu seiner wechselvollen Vergangenheit ist Kleinschenk heute ein Ort der Ruhe, in dem in den Sommermonaten mitunter Orgelmusik aus der Kirche erklingt.

Tourismus

In Pfarrhaus und Schule des Kirchenburgenensembles befinden sich heute anspruchs- und liebevoll eingerichtete Gästezimmer mit siebenbürgischem Flair. Hier können sich Besucher auch kulinarisch verwöhnen lassen. Die angebotene „Neue Siebenbürgische Küche“ wird unter Verwendung frischer, regionaler Produkte zubereitet und ist ein wahrer Genuss. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.transilvania-cincsor.ro

Aktivitäten
EU-Projekt „18 Kirchenburgen“
Träger: Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien
Baukosten: 190.000 EUR
Zeitraum: 2011 – 2014

Schlüssel sind bei:
Frau Carmen Schuster
Tel.: +40/744/373 090
Die Öffnungszeiten gelten von April bis Oktober.
Gruppen werden um Voranmeldung gebeten.


Dauerausstellung:
Peter Jacobi, Bilder einer Reise – Sächsische Kirchenburgen. Informationsstelle Region Siebenbürgen und Kirchenburgenlandschaft in der ehemaligen evangelischen Schule (direkt neben der Kirchenburg),
Kontakt: Frau Carmen Schuster
Tel.: +40/744/373 090
E-Mail: schustercarmen@yahoo.de

Unterkunft:
Modern ausgestattete Gästezimmer im Pfarrhaus und der ehemaligen Schule, Kontakt: Frau Carmen Schuster
Tel.: +40/744/373 090
Adresse: Cincşor, Hausnr. 112
E-Mail: schustercarmen@yahoo.de

Gasthaus:
Gästehäuser in der Alten Ev. Schule, Pfarrhof, zwei Bauernhäuser
15 Doppelzimmer, 4 Appartements
Bad, Restaurant mit regionaler Küche in der Alten Schule, Bibliothek, Aufenthaltsraum

Pfarrhaus
1 Appartement
Bad, Speisezimmer, Bibliothek, Aufenthaltsraum, Küche

Frühstück für alle Zimmer inklusive
Voll- oder Halbpension auf Wunsch
W-Lan

Auskunft und Buchung: online
E-mail: kulturproject@gmail.com
Tel.: (0040-744) 373090
Internet: www.transilvania-cincsor.ro
Facebook: www.facebook.com/cincsor.casedeoaspeti/

Einrichtungen

Unterkunft Behindertenfreundliche Einrichtungen Örtliche Führung Muzeum Orgel Sanitäre Einrichtungen / Toilette Workshop

Video

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Irmesch / Ormeniș Das 1319 erstmals urkundlich erwähnte Dorf Irmesch liegt im ehemaligen Kokelburger Komitat und gehörte zu einer Gruppe von 13 Dörfern der Region, die im 18. und 19. Jahrhundert einen Prozess gegen die Grundherren anstrebten, da sie ihre althergebrachten Freiheiten und Rechte als missachtet empfanden. Die im 16. Jahrhundert errichtetet Saalkirche hat auf drei Seiten von Holzsäulen getragenen Emporen und einen polygonal abschließenden Chor. Der Barockaltar aus dem Jahre 1720 wird durch wuchtige korinthische Säulen gegliedert und weist auf der Predella eine Abendmahlsszene auf, als Oberbild ist die Grablegung Christi zu sehen. Der Mittelteil ist zentral mit einem Kreuzigungsbild mit Maria, Maria Magdalena und Johannes gestaltet und durch die Heiligendarstellungen Petrus und Paulus links und rechts vervollständigt. Das noch ältere Taufbecken von 1703 ist aus gebranntem Ton und hat eine Kelchform. Auch zu erwähnen ist die Orgel mit ihren 6 + 2 Registern, die 1875 nach Irmesch kam. 1937 wurde die Kirche renoviert. Die fast ovale Ringmauer und der Glockenturm mit Wehrgang entstanden beide wohl erst im 17. Jahrhundert. Im Jahr 2017 konnten bei Sicherungsarbeiten der Stiftung Kirchenburgen Inschriften und Wandmalereien entdeckt werden. Spendenaufruf Evangelische Kirche in Irmesch – mittelalterliches Kleinod in Gefahr Helfen Sie mit die Irmescher Kirchenburg zu schützen! Spenden Sie mit dem Verwendungszweck „Irmesch“ Ihren Beitrag zu den dringenden Sicherungsarbeiten zur Spendenseite >> Schlüssel sind bei: Herrn Liebhard Maurer Tel.: +40/265/712 018
Ormeniș, Romania
Zied / Veseud Bereits für das 13. Jahrhundert ist in Zied eine turmlose romanische Pfeilerarkadenbasilika nachgewiesen. Von dieser Kirche sind noch heute das Chorquadrat, die Umfassungsmauer sowie die Pfeiler erhalten. Neben dem bescheidenen Chor vermittelt auch der niedrige Triumphbogen in der noch erhaltenen inneren Chorwand den ursprünglichen Raumeindruck. Um 1500 wurde die Kirche umgebaut und mit einem rechteckigen Mauergürtel sowie vier Befestigungstürmen wehrhaft gemacht. Der im Westen der Kirche errichtete Wehrturm diente auch als Glockenturm. Alle vier Türme sowie die Ringmauer sind in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts abgetragen worden. Im Zuge des wehrhaften Umbaus wurde aus Gründen der Stabilität der Chor ummantelt, damit dieser mit einem massiven fünfgeschossigen Verteidigungsturm sowie einem Fachwerkgang auf Hängeböcken ausgebaut werden konnte. Im oberen Geschoss des Turms befindet sich die Glockenkammer. In ihr hängt eine im 15. Jh. gegossene Glocke mit der Aufschrift „O rex glorie veni cum pace“ – „O König der Herrlichkeit, bringe Frieden!“. In den Jahren 1784/85 erweiterten die Zieder die Kirche noch einmal durch ein Tonnengewölbe und verbanden sie durch einen gewölbten Gang mit dem Torturm. Erhalten geblieben sind dieser Torturm sowie ein 20 Meter langer und fünf Meter hoher Mauerabschnitt. Schlüssel sind bei: Frau Lucretia Grenner in der Pension Veseud
Veseud 557083, Romania
Zendersch / Senereuș Bereits im Mittelalter befand sich in Zendersch eine gotische Saalkirche, deren Chor und Saal von Strebepfeilern gestützt und von einer einfachen Wehrmauer umgeben war und durch drei Türme verstärkt wurde. Sie wurde 1870 abgetragen und durch eine neugotische Saalkirche ersetzt. Der geräumige Saal ist mit Kreuzgewölben überspannt, die durch massive Gurtbögen getrennt sind. An der Nord-, Süd- und Westseite sind hölzerne Emporen auf Säulen angebracht. Den Tor- und Glockenturm baute man vermutlich 1568, denn diese Jahreszahl steht auf einem der Türflügel. Der Südturm hat drei mit Schießscharten versehene Geschosse sowie ein steiles Pyramidendach. Ein dritter Turm im Nordosten war wahrscheinlich bewohnbar; darauf deuten der Rauchfang und die kleinen Fenster hin. Im Zentrum des neugotischen Altars aus dem Jahre 1884 ist ein Gemälde von Carl Dörschlag aus Hermannstadt, welches Jesus mit Kelch darstellt. Die 1753 oder 1755 von Johannes Hahn erbaute Orgel – 1824 durch Samuel Maetz um zwei Pedalregister erweitert – verkauften die Zenderscher 1886 weit unter Wert an die vergleichsweise arme Kirchengemeinde in Belleschdorf. Bereits 1881 hatte man sich eine Orgel von Wilhelm Hörbinger angeschafft.
Senereuș, Romania
1.0 1 review
Zeiden / Codlea Die Kirchenburg in Zeiden wird von dem Glockenturm dominiert, dessen Mauern nach etlichen Bauphasen eine Dicke von fünf Metern erreicht haben. Die Kirche wurde im 13. Jh. errichtet und zwei Jahrhunderte später zu einer gotischen Saalkirche umgebaut. Die ersten türkischen Angriffe überzeugten die Bewohner, dass sie einen festen Schutz bräuchten. Folglich wurde die Anlage mit einer acht Meter hohen und zwei Meter dicken Wehrmauer umgeben, ausgestattet mit Schießscharten und Pechnasen. An der Innenseite der Mauer wurden Vorratskammern errichtet, um nicht nur das Leben der Bewohner, sondern auch ihre Güter zu sichern. Der Innenraum der Kirche wird von einer bemalten Kassettendecke dominiert, die aus 252 Tafeln besteht und zu Beginn des 18. Jh. eingebaut wurde. Nicht weniger bemerkenswert ist die Orgel aus dem Jahr 1783, eines der wertvollsten Instrumente in Siebenbürgen. Es handelt sich um ein Werk des Meisters Prause von Silenzia, das vom Maler Oelhahn mit prächtiger Malerei versehen wurde. Ort und Umgebung Vom neu gestalteten Zeidener Marktplatz aus kann man die Kirchenburg bewundern und von ihrer jahrhundertealten Geschichte träumen. Man kann versuchen, sich vorzustellen, was sich hier vor 400 Jahren zutrug, als Fürst Gabriel Báthory die Burg belagerte. Er versprach damals, das Leben der Bewohner und der zur Hilfe geeilten Krieger aus Kronstadt (Braşov) zu schonen, wenn diese freiwillig kapitulierten. Sein Wort hielt er allerdings nicht. Nachdem sie aufgegeben hatten, wurden zahlreiche Verteidiger ermordet und Báthorys Soldaten übernahmen die Burg. Die baldige Rückeroberung gelang durch die List eines Zeideners namens Thomas Göbel. Zunächst versuchte dieser, mit zwei Weinkannen unbehelligt am Burgtor vorbeizugehen. Er wurde jedoch aufgehalten und man nahm ihm den Wein ab. Scheinbar wütend ging er davon und erschien kurz darauf erneut mit zwei vollen Kannen. Unter schallendem Gelächter nahm man ihm wiederum den Wein ab. Was Báthorys Soldaten nicht wussten war, dass der Wein Schlafpulver enthielt. So konnten die Zeidener ihre Burg schnell zurückerobern. Göbel wurde zum Helden ernannt und als Belohnung zeit seines Lebens von Steuern befreit. Schlüssel sind im: Pfarramt Zeiden Tel.: +40/268/251 853 Adresse: Str. Lungă Nr. 110 E-Mail: zeiden@evang.ro oder bei Frau Hedda Bardon Tel.: +40/747/169 859 Adresse: Str. Măgurii Nr. 52 Gasthaus: Pfarrhaus 6 Betten (2 Doppelbettzimmer, 1 Zweibettzimmer) 2 Bäder, W-Lan, Außenterrasse mit Feuerstelle, Garten ist geeignet für Zelte, Küche, Pkw-Stellplätze Auskunft und Buchung: Sekretärin der Kirchengemeinde, Birgitte Vlădărean Tel.: (0040-268) 251853 E-mail: zeiden@evang.ro Internet: www.zeiden.evang.ro/gaestehaus/
Strada Lungă, Codlea 505100, Romania
Pretai / Brateiu Nur wenige Reste sind heute noch von der gotischen Basilika des 14. Jh. vorhanden. Die heutige Kirche trägt Merkmale des 15. Jh. Der Kirchenraum wurde durch Abtragen der südlichen Pfeilerreihe und Erhöhen der Außenmauern sowie Einbau eines Tonnengewölbes stark verändert. Besonders bemerkenswert sind die Pfeiler zwischen Nord- und Mittelschiff, die über profilierte Querschnitte und Kapitelle mit figürlichen Darstellungen verfügen. Um den Angriffen standzuhalten, wurde die Kirche mit einem Wehrgeschoss über dem Chor, einem Wehrgang auf dem Glockenturm sowie einem Bering und fünfgeschossigem Torturm ausgerüstet. 1906 wird ein Teil der Wehrmauer abgetragen und als Baumaterial für den Gemeindesaal benutzt. Ort und Umgebung Auf der Reise durch das Tal der Großen Kokel (Târnava Mare) taucht einige Kilometer östlich von Mediasch (Media?) die Kirchenburg von Brateiu auf. Sie befindet sich inmitten des Ortes am Dorfanger. Vom Wehrgeschoss des weithin sichtbaren Glockenturms aus bietet sich ein herrlicher Ausblick in die Umgebung.Nachdem die Kirchenburg über Jahrhunderte dem Schutz der Dorfbevölkerung diente, ist sie heute Bestandteil eines Ausbildungszentrums. In Zusammenarbeit von der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien und der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck werden hier seit dem Jahr 2008 Handwerker in verschiedenen Techniken geschult, um siebenbürgische Kirchenburgen fachgerecht reparieren zu können. Am westlichen Dorfausgang Richtung Mediasch bieten Kupferschmiede und Kesselflicker reichhaltige Waren an. Schlüssel sind bei: Frau Popşor Rosemarie Tel.: +40/269/863 019 Übernachtungsmöglichkeiten: Gästezimmer im ehemaligen Pfarrhaus Frau Rosemarie Popșor Tel.: +40/269/863 015 oder +40/269/863 019 Gasthaus: Begegnungsstätte 5 Zimmer, Stockbetten, 1 Doppelbett, Küche, Aufenthaltsraum, Bad Pfarrgarten ist für Zelt und Wohnmobil geeignet. Auskunft und Buchung: Kuratorin Rosemarie Popșor Tel.: (0040-269) 863019 oder (0040-787) 516732 Weiter Informationen beim Vorsitzenden des Fördervereins Kirchenburgen: Michael Theurkauf Tel.: (0049-160) 90587493 E-mail: mogk-kassel@t-online.de Internet: www.fv-ausbildungszentrum-kirchenburgen.de
Brateiu 557055, Romania
Petersdorf / Petreşti Von der im 13. Jh. auf einem Hügel außerhalb der Ortschaft errichteten romanischen Basilika haben sich nur die Ruine des Glockenturms und die Überreste des zwischen dem 13. und dem 14. Jh. aus Flusssteinen gebauten Berings erhalten. An der Südseite können noch die Spuren einer Bastei erkannt werden. Die Reste der Kirche wurden 1805 abgetragen und als Baumaterial für ein neues Gebäude innerhalb der Ortschaft verwendet. Die klassizistische Saalkirche ist mit Tonnengewölben und Stichkappen überspannt und besitzt einen Glockenturm im Westen. Der von Fritz Reuschel aus Mühlbach (Sebeş) erstellte Altar ist ebenfalls klassizistisch und wird auf das Jahr 1877 datiert. Die Orgel wurde von der Firma Rieger im Jahr 1895 gebaut. Ort und Umgebung In Petersdorf findet man auf einem Hügel unweit des Ortszentrums die mit Efeu überwachsenen Reste eines Turms sowie eine noch fast vollständig erhaltene Ringmauer: Es sind die Überreste der einstigen Kirchenburg. Für die Gottesdienste der heute größten siebenbürgischen Landgemeinde entstand zu Beginn des 19. Jh. eine neue Kirche an anderer Stelle. Der evangelische Friedhof befindet sich jedoch noch immer direkt unterhalb der Ringmauer. Der Zeit, in der die alte Kirche noch genutzt wurde, entstammen einige Legenden. So wird erzählt, dass einem Petersdorfer eines Nachts auf dem Heimweg ein weißer Hund knurrend den Weg abschnitt. Der Mann war entsetzt, weil er glaubte, die Gesichtszüge seines Nachbarn in dem Tier zu erkennen. „Er muss ein Prikulitsch sein“, wisperte er. Es handelt sich dabei um einen Menschen, der sich in einen Hund verwandeln kann. Der Prikulitsch kann von dem Fluch erlöst werden, wenn man mit einer Heugabel auf ihn einsticht. Dies traute sich der Mann jedoch nicht. Der weiße Hund wurde in der Ortschaft als aggressiver Leithund der Dorfmeute bekannt. Und wahrhaftig – als der seltsame Nachbar Jahre später starb, heulten alle Hunde fürchterlich. Sie drangen sogar in das Sterbezimmer ein und umkreisten verzweifelt den Sarg. Schlüssel sind bei: Frau Annemarie Bacilă Dörr Tel.: +40/742/168 016 Bitte mit Voranmeldung 2-3 Tage im Voraus.
Strada Săsească, Petrești 515850, Romania
3.0 1 review
Petersberg / Sânpetru Die Kirche von Petersberg wurde 1794 auf den Grundmauern des Vorgängerbaus errichtet, der nach zweimaligem Einsturz des Kirchturms vollständig abgebrochen worden war. Der klassizistische Bau wurde 1817 um einen Turm ergänzt. Entgegen der üblichen Ausrichtung erfolgte der Neubau in West-Ostrichtung. Die Innenausstattung der Kirche ist einheitlich klassizistisch gestaltet, von der Orgel über die sparsam dekorierten Pfeiler bis zu dem Säulenaltar im Chor. Von den dreifach gestaffelten Befestigungsanlagen des 15. Jh. sind heute noch Reste der äußeren und der zweiten Ringmauer erhalten. Der innere Bering ist vollständig mit fünf Türmen und Basteien und den innen angebauten zweigeschossigen Vorratskammern vorzufinden. Auf der Südseite wurden später die alte Schule und das alte Rathaus in die Ringmauer integriert. Der nördliche Turm entstand durch Überbauung einer vorreformatorischen Kapelle aus dem 13. Jh., die einen farbenfrohen Freskenzyklus aus der Zeit um 1400 birgt. Ort und Umgebung Petersberg entstand im 13. Jh. im sogenannten Burzenland (Ţara Bârsei), das sich in einer Senke des Karpatenbogens befindet. Über Jahrhunderte lag der Ort am Rand sowohl des ungarischen als auch des österreichischen Einflussbereiches und war deshalb stärker als andere Siedlungen Siebenbürgens feindlichen Angriffen ausgesetzt. Daher musste die Kirchenburg im Zentrum des Dorfes besonders stark ausgebaut werden. Gegen Krankheiten wie die Pest konnte jedoch auch sie die Bewohner nicht schützen. Aus der Zeit der größten Verbreitung der Seuche berichten Legenden von einer fremden, in schwarze Lumpen gehüllte Frau, die immer vor dem Ausbruch einer Pestwelle im Dorf herumirrte. Historisch belegt sind die strengen Vorbeugungsmaßnahmen: Laut der Dorfmonografie war es den Petersbergern verboten, am selben Tag mit den Bewohnern der Nachbardörfer ihre Felder zu bearbeiten. Der Eintritt ins Dorf wurde bestraft und konnte Fremden das Leben kosten. Sogar die Münzen wurden abgekocht und geräuchert. Die letzte große Pestwelle, bei der knapp 400 Dorfbewohner starben, ist für 1718 bis 1719 dokumentiert. Schlüssel sind im: Pfarramt Petersberg Tel.: +40/268/360 550 Kirchenburg Tel.: +40/268/250 778 E-mail: petersberg@evang.ro Internet: www.petersberg.sitew.org Gottesdienst jeden Sonntag 11:00 Gasthaus: Burghüterwohnung Adresse: Str. Republicii 642 Schlafzimmer (2 Betten), Esszimmer mit Bettsofa, Küche, Bad, Waschmaschine, Keller, Bügeleisen, Pkw-Abstellplatz Auskunft und Buchung: im Pfarramt Tel.: (0040-268) 360550 oder bei: Pfarrer Peter Klein Tel.: (0040-755) 137818 E-mail: petersberg@evang.ro
Strada Republicii 640-642A, Sânpetru 507190, Romania
Langenthal / Valea Lungă Im 14. Jahrhundert errichtete man in Langenthal eine turmlose gotische Saalkirche. Sie wurde im 15. Jh. mit einer fast kreisförmigen Bruchsteinmauer befestigt und von sechs Türmen umstellt. Erhalten sind der Pfortenturm im Süden und ein 1981 wiedererrichteter Turm mit rekonstruierter Wehrplattform. 1681 erfolgte eine umfassende Renovation der Kirche, 1721 sowie 1722 größere Reparaturarbeiten. Dabei brach man die Seitenwände des Schiffes heraus und verlegte sie um eine Mauerbreite nach innen. Der Abschluss der Bauarbeiten erfolgte 1725 mit dem Einbau einer Kassettendecke. Die bemalten Stege und Spiegel zeigen Blumen- und Rankenmotive. Das Hauptbild des Barockaltars von 1766 stellt den Gekreuzigten dar und wird von einer Barockeinfassung umgeben. Hermann Binder baute die Orgel 1986 unter Verwendung von Teilen der Orgeln aus Minarken und Mettersdorf. Die Wand der Orgelempore ist bemalt und trägt die Jahreszahlen 1711 und 1766. Schlüssel sind bei: Frau Elfriede Gieb Tel.: +40/785/570 773 oder +40/258/888 597
DJ142K, Valea Lungă, Romania
Heldsdorf / Hălchiu Im 13. Jahrhundert errichtete man in Heldsdorf eine frühgotische Kirche und weihte sie dem Hl. Andreas. Davon ist bis heute ein spätromanisches Westportal erhalten. Im 15. Jahrhundert baute man ihrer statt eine gotische Hallenkirche. Nach einem Erdbeben im Jahr 1802 wurde sie durch eine größere Hallenkirche ersetzt, wobei man stellenweise die alten Grundmauern wiederverwendete. 1894/95 trug man die Wehranlage ab. Die Innenmauer war neun Meter und die Außenmauer sechs Meter hoch gewesen. Eine Zeichnung von Andreas Altomonte zeigt die Kirchenburg 1727 mit einer inneren Ringmauer und zwei Befestigungstürmen sowie die äußere Ringmauer mit vier Türmen. Drei Glocken aus dem Kirchturm sind aus Klangstahl und wurden 1923 geweiht. Sie ersetzten drei ältere Glocken, die das ungarische Militär 1916 für Kriegszwecke beschlagnahmt hatte. Die vierte Glocke stammt aus dem Jahre 1434 und ist die älteste Glocke des Burzenlandes. Der Doppelflügelaltar wurde 1528 aufgestellt und 1975/76 von Gisela Richter aus Kronstadt restauriert. Die heutige Orgel aus dem Jahr 1808 ist von Johann Theiss in Rosenau, welcher einzelne Teile der beim Erdbeben vernichteten Orgel verwendete. 1839 wurde die Orgel erneut umgebaut. Schlüssel sind bei: Frau Elfriede Beders Tel.: +40/747/842 936
Strada Feldioarei 471, Hălchiu 507080, Romania