Kirchenburg Mühlbach
Kirchenburg Mühlbach

Kirchenburg Mühlbach

10:00 - 13:00 , 15:00 - 17:00
Closed

Piața Primăriei 5, Sebeș 515800, Romania

About

Mühlbach / Sebeş

Auf dem Weg in die siebenbürgische Kirchenburgenlandschaft passiert man das Städtchen Mühlbach. An der evangelischen Stadtpfarrkirche in dessen Zentrum lassen sich zahlreiche Spuren der Vergangenheit ablesen. Im 12. Jh. begannen die deutschen Siedler mit dem Bau einer romanischen Basilika. Diese wurde während des Mongolensturms 1241/42 zerstört und anschließend im Stil der Gotik wieder aufgebaut. Sie wurde wehrbar gemacht und mit einer Ringmauer gesichert. In einer wirtschaftlichen Blütezeit in der zweiten Hälfte des 14. Jh. entstand ein eindrucksvoller Chor. Mitte des 15. Jh. fiel Mühlbach für knapp 40 Jahre unter türkischen Einfluss. In den folgenden Jahrhunderten nahm die Bedeutung der Landwirtschaft für die Bewohner ab und Mühlbach entwickelte sich zu einem Zentrum für Handwerker, welche auch eifrig an der Kirche weiterbauten. Ein Rückschlag erfolgte während des Ersten Weltkrieges: Die Kirchenglocken wurden konfisziert und für die Rüstungswirtschaft eingeschmolzen. Erst 1925 konnten sie ersetzt werden.

Ort und Umgebung

Auf dem Gebiet des heutigen Mühlbach ist die Gründung einer Siedlung durch ungarischsprachige Szekler in der ersten Hälfte des 12. Jh. dokumentiert. In dieser Zeit weitete sich der Einflussbereich des ungarischen Königreiches schrittweise gen Osten aus und die Szekler sollten die neuen Grenzen sichern. Bereits einige Jahrzehnte später zogen sie jedoch weiter in Richtung Osten. Ihnen folgten deutsche Siedler, die in der zweiten Hälfte des 12. Jh. den Ort Mühlbach am gleichnamigen Fluss (rum. Sebeş) gründeten. Bereits rund 100 Jahre später erhielt der Ort das Stadtrecht und wuchs in der Folgezeit schnell zu einem wichtigen wirtschaftlichen und kulturellen Knotenpunkt an.

Von der türkischen Belagerung und anschließenden Kapitulation 1438 erholte sich Mühlbach nur langsam. Betroffen von zahlreichen Konflikten und Kriegen war die weitere Geschichte der Stadt sehr wechselvoll. Heute hat Mühlbach knapp 30.000 Einwohner. Für viele Touristen ist die Stadt mit der evangelischen Stadtpfarrkirche im Herzen der Ausgangspunkt zu ausgedehnten Touren durch Südsiebenbürgen.

Schlüssel sind beim:
Pfarramt Mühlbach
Tel.: +40/258/731 693
Anmeldung über alfred.dahinten@gmail.com
Führungen möglich
Im Hof der Kirchenburg gibt es eine Terasse für Touristen

Übernachtungsmöglichkeiten:
Gästezimmer der evangelischen Kirche
Alfred Dahinten
Tel.: +40/258/731 693
E-mail: alfred.dahinten@gmail.com

Gasthaus:
Gästezimmer im Pfarrhof
2 Betten, Einbauküche, Bad
Gästeappartement
2 Betten, Klappcouch, Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad, Fernseher, Internetanschluss

"Villa Tivoli"
Adresse: Schurianustr. 7
4 Appartements
Wohn- und Schlafbereich, Fernseh- und Internetanschluss, Küche

Auskunft und Buchung: Stadtpfarramt
Tel.: (0049 358) 404321
E-mail: alfred.dahinten@gmail.com

Einrichtungen

Muzeum Orgel Parkplatz Sanitäre Einrichtungen / Toilette

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Großprobstdorf / Târnava Die gotische Saalkirche von Großprobstdorf wurde bereits im 14. Jahrhundert errichtet. Ihr heutiges Aussehen erhielt sie um 1500. Der Chor ist mit einem Tonrippengewölbe mit sieben Stichkappen überführt. Die Fenster sind einteilige Spitzbogenfenster und auch die Steinfassung des Sakristeiportals hat einen Spitzbogenabschluss. Ein ebenfalls spitzbogiger Triumphbogen mit abgeflachten Kanten trennt den Chor vom Saal, der mit einem Kreuzrippengewölbe überspannt und von zehn Strebepfeilern gestützt wird. In das Westportal hat man im 16. Jahrhundert zwei Holzflügeltüren mit Schnitzarbeiten eingesetzt. Das Südportal, durch welches der Zugang erfolgt, hat eine einfache Profilierung, bestehend aus Birnstab, Hohlkehlen und Rechteckstäben. Die Empore im Westen stützt auf drei Spitzbogenarkaden und hat ein Tonrippengewölbe. Bei der Renovierung 1869 hat man das Süd- und Westportal um Vorhallen ergänzt sowie den Giebel der Westfront teilweise abgetragen und durch ein Krüppelwalmdach ersetzt. In kurzer Entfernung zur Kirche steht der Glockenturm, dessen Dachstuhl und Wehrgang 1897 abgetragen wurden. Bei einer Überschwemmung zwanzig Jahre zuvor haben sich rund um die Kirche Erdmassen angelagert, sodass die Kirche heute rund zwei Meter hoch eingeschüttet ist. Mit dem Ziel, einen Gemeindesaal zu bauen, wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts große Teile der Wehrmauern entfernt. Reste der Ringmauer sind noch im Süden erhalten. Schlüssel sind bei: Herrn Mihai Feisan Tel.: +40/758/891 496
Târnava 555400, Romania
Großalisch / Seleuş In der seit dem Ende des 14. Jh. freien Gemeinde wurde eine turmlose, spätgotische Saalkirche errichtet, die wohl um 1500 mit einer unregelmäßigen, heute erhaltenen Ringmauer befestigt wurde. Auf der Südseite steht der imposante Torturm, der zugleich als Glockenturm dient, mit seinem Maschikuli-Kranz und dem hölzernen Wehrgeschoss unter einem Pyramidendach. Die Kirche wurde Anfang des 19. Jh. umgestaltet, nach Westen verlängert und das Kirchenschiff mit einer neuen Stuckdecke ausgestattet. Der Chor behielt sein Kreuzrippengewölbe. Der Innenraum birgt eine Ausstattung vorwiegend aus dem 19. Jh. Darunter befinden sich die dreiseitig umlaufende Empore auf Säulen, die Orgel von 1843 und ein beeindruckendes Chorgestühl des Klassizismus. Der Altar wurde schon 1713 durch den Schäßburger Maler Andreas Hermann für die Kirche geschaffen. Die strenge Sitzordnung der Siebenbürger Sachsen vermittelt sehr eindrücklich der Innenraum mit den Emporen für die Männer, den Kirchenbänken, in denen Frauen dem Alter nach saßen und dem Chor, der Konfirmanden und den Presbytern vorbehalten war. Ort und Umgebung Über die Vergangenheit des Dorfes Großalisch erzählt man sich viele Geschichten. Nachempfinden kann man sie auch heute noch bei einem Spaziergang, der am Silber- und Tränenbrunnen sowie am Mordhill vorbeiführt. Alle diese Namensgebungen gehen der Überlieferung nach auf eine alte Erzählung zurück: Einst fanden zwei Brüder am sogenannten Silberbrunnen einen Schatz. Ihre brüderliche Zuneigung verwandelte sich daraufhin schnell in Hass und schließlich brachte einer von beiden den anderen auf dem Mordhill um. Entsetzt von seiner eigenen Gräueltat floh er über die Wiesen und Wälder der nahen Umgebung, brach schließlich erschöpft zusammen und weinte eiskalte Tränen – genau an der Stelle, an der heute der Tränenbrunnen zu finden ist. Den Fluchtweg, den er ergriffen hatte, nannte man daraufhin Wünichhill. Auf diesem Hohlweg soll man auch heute noch Lehmklumpen finden, die von den Schuhen des Flüchtenden gefallen sind. Schlüssel sind bei: Frau Elfriede Hermann Tel.: +40/265/762 283 oder +40/787/750 628 Unterkunft: Übernachtungsmöglichkeiten im ehemaligen Pfarrhaus Demirel Hermann Tel.: +40/745/192 085 E-Mail: demirelherrmann@gmail.com
Seleuș, Romania
Galt / Ungra Im 13. Jahrhundert wurde auf dem Bergrücken über dem Dorf eine romanische Basilika errichtet, von der das Hauptschiff mit Resten alter romanischer Zwillingsfenster sowie das Westportal erhalten sind. Beim Kirchenbau griff man auf Steine der römischen Bauten aus der Gegend zurück. Die beiden Seitenschiffe wurden beim Tatareneinfall 1658 zerstört, die Kirchenburg selbst ausgeräuchert und eingenommen. Spuren der Arkaden, die einst Hauptschiff und Seitenschiffe verbanden, sind bis heute zu erkennen. Das Strohdach der notdürftig hergerichteten Kirche ersetzten die Galter erst 1702 durch ein Schindeldach. Einhundert Jahre später, 1802 und 1829, zerstörten zwei Erdbeben den Glockenturm, der schließlich 1843 abgetragen wurde. Die Ringmauer erscheint heterogen: im Osten, zwischen dem Torturm und dem fünfeckigen Turm, ist ein älterer Abschnitt, möglicherweise aus dem 13. Jh., erhalten, während die drei Seiten im Süden, Westen und Norden aus dem 15. bis 17. Jh. stammen. In neuerer Zeit baute man an der Stelle der südlichen Ringmauer ein Schulgebäude. Der Barockaltar stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jhs. Darüber hinaus hängt im Schiff ein Kreuzigungsbild aus dem 16. Jh. Die heutige Orgel aus dem Jahr 1846 stammt von Heinrich Maywald aus Kronstadt. Schlüssel sind bei: Herrn Karl Heinz Szöcs Tel.: +40/743/739 901
House Nr. 59, Ungra 507240, Romania
Kyrieleis / Chiraleș Im Jahr 1790 mussten die Bewohner von Kyrieleis ihre Hütten auf der Anhöhe neben der alten Kirche abreißen und im Tal, in der sächsischen Gasse, wiederaufbauen. Die kleine, fast quadratische spätgotische Saalkirche selbst wurde 1907 aufgrund ihrer Baufälligkeit abgerissen. Ein Teil des gotischen Maßwerks mit Fischblasenmotiv wurde in die Sakristei der neuen Kirche gebracht. En Neubau war schon lange angedacht gewesen, konnte aber aufgrund der aus der Zeit der Untertänigkeit rührenden Armut sowie der schrecklichen Feuerbrunst 1870 und dem Schulneubau 1875 lange nicht umgesetzt werden. Erst 1889 beschloss die Gemeinde die Gründung eines Kirchenbaufonds. Die Lizitation des Bauauftrages fand Ostern 1907 statt, der Bau begann am 31. Mai. Ein Jahr später war die neuromanische Saalkirche errichtet, deren Kirchenschiff mit einem Tonnengewölbe mit Stichkappen überführt wurde. Die Sakristei befindet sich südlich vom Chor. An der Straßenfront entstand der vorgebaute Glockenturm. Seit 1909 steht in der Kirche ein neugotischer Altar, in dessen Zentrum eine Jesusplastik aus Gips steht, eine Arbeit von Stefan Römischer aus Wallendorf. Aus der alten Kirche übernahm man das Taufbecken samt steinernem dreieckigen Fuß aus dem Jahr 1847, auf welches 1909 ein Becken gesetzt wurde. Schlüssel sind bei: Herrn Mihai Turda Tel.: +40/756/769 081  (Geschäft vis-à-vis)
Chiraleș, Romania
Kronstadt / Brașov Die „Schwarze Kirche“, der bedeutendste gotische Kirchenbau Siebenbürgens, entstand durch Erweiterung und Umgestaltung zweier Vorgängerkirchen, von denen der erste romanische Bau durch ein Erdbeben zerstört wurde. Weitere Erdbeben im 16. und 17. Jh. erforderten Erneuerungen und Sicherungen von Gewölben und Mauern. Der geplante zweite Westturm wurde wegen der Erdbebengefahr nicht ausgeführt. Den größten Schaden erlitt die Kirche jedoch bei dem Stadtbrand von 1689, als sie vollständig ausbrannte und die Gewölbe einstürzten. Der Innenraum der Hallenkirche ist deshalb von den bis 1772 erfolgten Wiederaufbauarbeiten geprägt, die stilistisch einer barock-gotisierenden Formensprache folgen. Weitere Restaurierungsarbeiten ließen bis zu ihrem Abschluss 1999 das Äußere der Kirche wieder in hellem Sandstein erstrahlen. Die Fassade der Kirche zeigt einen reichen ornamentalen und figürlichen Bauschmuck aus Sandstein. Wegen der Umweltbelastung wurden diese teilweise durch Kopien ersetzt, während die Originale im Innenraum besichtigt werden können. Die 104 an den Emporen angebrachten Gebetsteppiche kamen durch den ausgedehnten Orienthandel der sächsischen Kaufleute nach Siebenbürgen. Sie wurden den Kirchengemeinden anlässlich von Feierlichkeiten geschenkt und von diesen über die Jahrhunderte bewahrt und gepflegt. Neben der architektonischen Bedeutung der Kirche ist sie auch der Ort, von dem aus sich 1642 die Reformation mit dem ersten in deutscher Sprache abgehaltenen evangelischen Gottesdienst in Siebenbürgen verbreitete. Ort und Umgebung Es gibt nur wenige Städte in Rumänien, die über so viele Sehenswürdigkeiten verfügen wie Kronstadt. Einige von ihnen sind nur in Legenden überliefert. Zu diesen gehören das „Tor der Beichte“, „Salomos Steine“ oder der „Hexensee“. Andere wertvolle Denkmäler und Kunstwerke sind geschichtlich belegt, beispielsweise der „Weiße Turm“, das „Haus des Heiligen“ oder die berühmte „Schwarze Kirche“. Letztere gilt als das größte sakrale Bauwerk Rumäniens, als bedeutendster gotischer Kirchenbau zwischen Wien und Istanbul sowie als imposantestes Gebäude, das von den Sachsen im mittelalterlichen Siebenbürgen geschaffene wurde. Vor der Reformation der Heiligen Maria geweiht, wurde die Kirche im großen Stadtbrand 1689 zu einer schwarzen Ruine. Hierauf ist ihre zuerst volkstümliche, später offizielle Benennung zurückzuführen. In ihrem Innern bewahrt die Schwarze Kirche gewaltige Kunstschätze wie die sechs Tonnen schwere Glocke oder die reichhaltigste europäische Sammlung orientalischer Teppiche außerhalb der Türkei. Besichtigung der Schwarzen Kirche: Zwischen November und April nachmittags nur bis 15.00 Uhr geöffnet. Internet: www.honterusgemeinde.ro
Curtea Johannes Honterus 2, Brașov 500025, Romania
Kleinscheuern / Şura Mică Weitgehend unverändert aus der Zeit vom 13. bis 15. Jh. ist der Kirchenbau von Kleinscheuern. Als romanische dreischiffige Basilika errichtet, wurde die Kirche während der osmanischen Raubzüge 1493 zerstört und anschließend bis 1506 wieder aufgebaut. Dabei erhielt sie den jetzigen Chor mit Maßwerkfenstern und Gewölbe. Das Mittelschiff wurde mit einem Tonnengewölbe mit Netzrippen überwölbt und der Westturm mit einem Wehrgeschoss befestigt. Aus dieser Zeit stammen auch West- und Nordportal sowie der kleine Wehrturm über dem Nordeingang, der die Kirche zum Tal hin sichern sollte. Von der zeitgleich errichteten Ringmauer haben sich nur geringe Spuren erhalten. Der Innenraum wurde später nur wenig umgestaltet. Anfang des 17. Jh. erhielt die Kirche den Barockaltar und die Emporen wurden eingebaut. Kanzel und Orgel hingegen sind erst 1913 angefertigt worden. Ort und Umgebung Unternimmt man einen Spaziergang durch Kleinscheuern und dessen Umgebung, kommt man am „Heiligen Loch”, „Auf dem Wolfsbrunnen”, „Bei dem Bärengraben”, „Im Rosental” oder an der „Sonnenseite” vorbei. Zusammen mit der bewundernswerten Basilika verleihen diese fantasievollen Flurnahmen Kleinscheuern einen ganz eigenen Zauber. Viele Märchen und Legenden entstanden in dem Dorf: So wird zum Beispiel erzählt, dass hier einst ein furchtloses Mädchen lebte. Eines Abends behauptete es, keine Angst davor zu haben, um Mitternacht auf dem Friedhof auf einem bestimmten Grab Pfannkuchen zu backen. Ihr Geliebter wollte ihr einen Streich spielen. Er schlich auf den Friedhof und ließ sich in dem besagten Grab verscharren, nur sein Kopf blieb unbedeckt. Das Mädchen kam um Mitternacht, zündete das Feuer an und erhitzte Fett in der Pfanne. Plötzlich bebte der Boden unter seinen Füßen und es nahm ein geisterhaftes Gesicht wahr. Mutig griff das Mädchen nach der Pfanne und goss der dunklen Gestalt das siedend heiße Fett ins Gesicht, was ihren Geliebten das Leben kostete. Schlüssel sind bei: Herrn Heinrich Rosinger Tel.: +40/723/054 807
Șura Mică 557270, Romania
Kleinschenk / Cincşor In Cincsor (Kleinschenk) entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ein Gotteshaus, das den Ausgangspunkt für die 1421 fertig gestellte und bis heute erhaltene Kirche bildete. Die Kirche wurde im 15. und 16. Jahrhundert schrittweise befestigt, sichtbares Zeichen aus dieser Zeit sind die Fachwerkaufbauten. Der Chor wurde mit Strebepfeilern verstärkt und zusammen mit dem Glockenturm um einen hölzernen Wehrgang erweitert. Außerdem errichteten die Dorfbewohner um die Kirche eine Ringmauer mit vier Wehrtürmen, die von Außen zusätzlich durch einen Wassergraben gesichert war. In den nachfolgenden Jahrhunderten durchlebte das Dorf schwere Zeiten, unter anderem wurde es 1599 während eines Angriffes niedergebrannt. Erst ab etwa 1850 konnte die Gemeinde aufblühen: In dieser Zeit entstand unweit des Ortes die erste Brücke über den Olt (Alt). Ort und Umgebung Im 12. Jahrhundert erreichten deutschsprachige Siedler die Ausläufer des Fogarascher Gebirges. Hier gründeten sie unter anderem das Dorf Cinc?or (Kleinschenk), das wegen seiner Lage am Ufer des Flusses Olt (Alt) eine große strategische Bedeutung hatte. Weil sich die Bewohner jahrhundertelang Angriffen erwehren mussten, bauten sie ihre Kirche in der Mitte des Dorfes schrittweise zu einer Burg aus. Dazu verwendeten sie auch Steine aus den Ruinen eines römischen Militärlagers, das sich auf einem nahe gelegenen Hügel befand. Bis heute hat die Kirchenburg ihr spätmittelalterliches Aussehen bewahrt: Zwischen Mauern und Wehrtürmen meint man, die Zeit sei seit Jahrhunderten stehengeblieben. Umgeben ist die Anlage von einem Dorf, das durch siebenbürgisch-sächsische Bauernhäuser geprägt ist. Im Unterschied zu seiner wechselvollen Vergangenheit ist Kleinschenk heute ein Ort der Ruhe, in dem in den Sommermonaten mitunter Orgelmusik aus der Kirche erklingt. Tourismus In Pfarrhaus und Schule des Kirchenburgenensembles befinden sich heute anspruchs- und liebevoll eingerichtete Gästezimmer mit siebenbürgischem Flair. Hier können sich Besucher auch kulinarisch verwöhnen lassen. Die angebotene „Neue Siebenbürgische Küche“ wird unter Verwendung frischer, regionaler Produkte zubereitet und ist ein wahrer Genuss. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.transilvania-cincsor.ro Aktivitäten EU-Projekt „18 Kirchenburgen“ Träger: Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien Baukosten: 190.000 EUR Zeitraum: 2011 – 2014 Schlüssel sind bei: Frau Carmen Schuster Tel.: +40/744/373 090 Die Öffnungszeiten gelten von April bis Oktober. Gruppen werden um Voranmeldung gebeten. Dauerausstellung: Peter Jacobi, Bilder einer Reise – Sächsische Kirchenburgen. Informationsstelle Region Siebenbürgen und Kirchenburgenlandschaft in der ehemaligen evangelischen Schule (direkt neben der Kirchenburg), Kontakt: Frau Carmen Schuster Tel.: +40/744/373 090 E-Mail: schustercarmen@yahoo.de Unterkunft: Modern ausgestattete Gästezimmer im Pfarrhaus und der ehemaligen Schule, Kontakt: Frau Carmen Schuster Tel.: +40/744/373 090 Adresse: Cincşor, Hausnr. 112 E-Mail: schustercarmen@yahoo.de Gasthaus: Gästehäuser in der Alten Ev. Schule, Pfarrhof, zwei Bauernhäuser 15 Doppelzimmer, 4 Appartements Bad, Restaurant mit regionaler Küche in der Alten Schule, Bibliothek, Aufenthaltsraum Pfarrhaus 1 Appartement Bad, Speisezimmer, Bibliothek, Aufenthaltsraum, Küche Frühstück für alle Zimmer inklusive Voll- oder Halbpension auf Wunsch W-Lan Auskunft und Buchung: online E-mail: kulturproject@gmail.com Tel.: (0040-744) 373090 Internet: www.transilvania-cincsor.ro Facebook: www.facebook.com/cincsor.casedeoaspeti/
DJ105 103, Cincșor 507261, Romania
Kleinalisch / Seleuș Die einfache Saalkirche mit rundgeschlossenem Chor und rechteckigen Fenstern steht in der Dorfmitte von Kleinalisch. Ihr Saal ist mit einer einfachen Holzdecke versehen. Umbauten haben 1678 und 1795 stattgefunden. Der Glockenturm steht südöstlich von Kirche und Ringmauer und wurde 1758 unter der Anleitung von Baumeister Johannes Rühn aus Schäßburg errichtet. Der Barockaltar stammt laut Inschrift aus dem Jahr 1763. Er zeigt im Zentrum eine Kreuzigung, die von gewundenen korinthischen Säulen flankiert wird. Die klassizistische Samuel-Joseph-Maetz-Orgel stammt aus dem Jahr 1830 und ist mit vergoldeten Blumenornamenten geschmückt. Sie wurde im 20. Jahrhundert mehrfach restauriert bzw. repariert. Schlüssel sind bei: Herrn Michael Krestel Tel.: +40/365/405 262 Gasthaus: sächsische Bauernhäuser bis zu 6 Personen Pfarrhaus 4 Doppelzimmer Küche, großer Hof Auskunft und Buchung: Rolf Schuster E-mail: post@klein-alisch.eu Tel.: (0049-179) 3219145 Internet: www.klein-alisch.eu
DC63, Seleuş 547168, Romania
Kirchberg / Chirpăr In Kirchberg lässt sich noch deutlich die im 13. Jh. errichtete romanische dreischiffige Basilika in der Kirche ablesen. Der Chor mit dem Kreuzgratgewölbe und der halbrunden Apsis, sowie die Arkadenbögen zu den Seitenschiffen verblieben, ebenso wie auch der Westturm, ohne größere bauliche Veränderungen. Zur Sicherung erhielt die Kirche im 15. Jh. einen polygonalen Bering mit einem vorgelagerten Zwinger. Die Anlage war ehemals von sechs Türmen geschützt, von denen sich keiner erhalten hat. Um 1500 wurde der Westturm der Kirche mit einem Wehrgeschoss befestigt, die Kirche blieb vermutlich ohne eigene Wehrbauten. Erst 1862 wurden die Seitenschiffe und das Mittelschiff mit einer flachen Stuckdecke ausgestattet und über dem Mittelschiff wurde ein niedrigeres Dach errichtet. Der Innenraum ist durch die Ausstattung aus dem 18. Jh. geprägt. Auf der gemauerten Westempore steht die 1778 gebaute Orgel. Der Altar wurde 1795 in der Werkstatt von Johannes Folberth in Schäßburg (Sighişoara) geschaffen. Ort und Umgebung Infolge der Türkenkriege um 1500 wurde der siebengeschossige Glockenturm der Dorfkirche von Kirchberg zum Bergfried verstärkt und ist auch heute noch – über 500 Jahre später – der höchste Turm im Harbachtal (Valea Hârtibaciului). In früheren Zeiten war es in Kirchberg üblich, dass sich nach dem Gottesdienst das ganze Dorf auf dem Platz vor der Kirche zum Tanz versammelte. Ein besonders beliebter Brauch war, wie auch in anderen sächsischen Dörfern, das Maibaumaufstellen im Frühjahr. Dieser Brauch hat eine lange Geschichte und ist schon aus der griechisch-römischen Antike überliefert. Im 13. Jh. galt der Maibaum als Symbol der Lebensfreude und diente gleichzeitig zum Vertreiben des Bösen und Lebensfeindlichen. Im 16. Jh. änderte sich die Funktion des Maibaums hin zum „Liebesmaien“: Geheime Liebschaften wurden von den Burschen durch das Aufstellen des Baumes im Hof ihrer Geliebten öffentlich bekannt gemacht. Aktivitäten Dächerprogramm Träger: Leitstelle Kirchenburgen Baukosten: 1.770 EUR Zeitraum: Herbst 2007 Beschreibung: Allgemeine Reparaturarbeiten am Kirchendach und Turm, Säubern und Richten der Dachrinnen Schlüssel sind bei: Herrn Wolff Johann Tel.: +40/269/586 145
House Nr. 68, Chirpăr 557080, Romania