About
Irmesch / Ormeniș
Das 1319 erstmals urkundlich erwähnte Dorf Irmesch liegt im ehemaligen Kokelburger Komitat und gehörte zu einer Gruppe von 13 Dörfern der Region, die im 18. und 19. Jahrhundert einen Prozess gegen die Grundherren anstrebten, da sie ihre althergebrachten Freiheiten und Rechte als missachtet empfanden.
Die im 16. Jahrhundert errichtetet Saalkirche hat auf drei Seiten von Holzsäulen getragenen Emporen und einen polygonal abschließenden Chor.
Der Barockaltar aus dem Jahre 1720 wird durch wuchtige korinthische Säulen gegliedert und weist auf der Predella eine Abendmahlsszene auf, als Oberbild ist die Grablegung Christi zu sehen. Der Mittelteil ist zentral mit einem Kreuzigungsbild mit Maria, Maria Magdalena und Johannes gestaltet und durch die Heiligendarstellungen Petrus und Paulus links und rechts vervollständigt. Das noch ältere Taufbecken von 1703 ist aus gebranntem Ton und hat eine Kelchform.
Auch zu erwähnen ist die Orgel mit ihren 6 + 2 Registern, die 1875 nach Irmesch kam.
1937 wurde die Kirche renoviert.
Die fast ovale Ringmauer und der Glockenturm mit Wehrgang entstanden beide wohl erst im 17. Jahrhundert.
Der Barockaltar aus dem Jahre 1720 wird durch wuchtige korinthische Säulen gegliedert und weist auf der Predella eine Abendmahlsszene auf, als Oberbild ist die Grablegung Christi zu sehen. Der Mittelteil ist zentral mit einem Kreuzigungsbild mit Maria, Maria Magdalena und Johannes gestaltet und durch die Heiligendarstellungen Petrus und Paulus links und rechts vervollständigt. Das noch ältere Taufbecken von 1703 ist aus gebranntem Ton und hat eine Kelchform.
Auch zu erwähnen ist die Orgel mit ihren 6 + 2 Registern, die 1875 nach Irmesch kam.
1937 wurde die Kirche renoviert.
Die fast ovale Ringmauer und der Glockenturm mit Wehrgang entstanden beide wohl erst im 17. Jahrhundert.
Im Jahr 2017 konnten bei Sicherungsarbeiten der Stiftung Kirchenburgen Inschriften und Wandmalereien entdeckt werden.
Spendenaufruf
Evangelische Kirche in Irmesch – mittelalterliches Kleinod in Gefahr
Helfen Sie mit die Irmescher Kirchenburg zu schützen!
Spenden Sie mit dem Verwendungszweck „Irmesch“ Ihren Beitrag zu den dringenden Sicherungsarbeiten zur Spendenseite >>
Schlüssel sind bei:
Herrn Liebhard Maurer
Tel.: +40/265/712 018
Spenden Sie mit dem Verwendungszweck „Irmesch“ Ihren Beitrag zu den dringenden Sicherungsarbeiten zur Spendenseite >>
Schlüssel sind bei:
Herrn Liebhard Maurer
Tel.: +40/265/712 018
Einrichtungen
Mauerwerk
Orgel
Parkplatz
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Brenndorf / Bod
Die Kirchenanlage von Brenndorf wurde vielfach von Feuern und Erdbeben stark beschädigt. So wurde im 15. Jh. die aus dem 13. Jh. stammende romanische Basilika durch einen Brand zerstört. Ende des 18. Jahrhunderts stürzte der Glockenturm ein. Er konnte neun Jahre später wieder aufgebaut werden, die vorreformatorischen Glocken allerdings gingen bei dem Einsturz verloren. Nur drei Jahre darauf wurden Kirche und Befestigungsmauern von einem Erdbeben zerstört. Der polygonale Bering mit dem vorgelagerten Zwinger wurde im 19. Jh. vollständig abgetragen.
Die Kirche fand ihre heutige Form im Jahr 1806. Allein der gotische Taufstein zeugt noch von der mittelalterlichen Kirchenburg. 1977 wurde der Kirchturm bei einem Erdbeben beschädigt, konnte aber erfolgreich stabilisiert werden. In der Kirche findet sich ein Altar von 1869, in den die Orgel von 1816 integriert ist. Das Altarbild wurde von dem aus Pommern stammenden Carl Dörschlag angefertigt. Zum Gottesdienst läutet eine Glocke, die den Abgabenzwang des Ersten Weltkriegs überlebte. Zwei weitere Glocken wurden 1922 aus Bronze gegossen.
Ort und Umgebung
Obwohl sich die Bewohner Brenndorfs im Laufe vieler Jahrhunderte zahlreicher Schicksalsschläge erwehren mussten, wurde das Dorf nie vollständig aufgegeben.
Im 14. Jh. erstmals urkundlich erwähnt, finden sich den Chroniken Berichte über verheerende Angriffe: Allein zwischen 1421 und 1658 wurde der Ort mindestens fünfmal niedergebrannt. Zeitgleich wurden die Bewohner mehrfach zur Unterstützung in das nahe gelegene Kronstadt beordert, um dort an der Befestigung der Stadt mitzuwirken und Baumaterial beizusteuern. Um 1718/19 fielen knapp 500 Brenndorfer der Pest zum Opfer. 1779 richteten Überschwemmungen große Schäden an und zwei nachfolgende Erdbeben (1790 und 1802) riefen erneut schwere Zerstörungen hervor. Hinzu kamen Großbrände, die erhebliche Teile des Ortes, aber auch die Kirche und ihre Befestigungsanlagen in Mitleidenschaft zogen.
Mehrfach wurden die Dorfanlage sowie die Kirche deshalb neu errichtet. In den letzten Jahren konnten dank des Engagements der deutschen Bundesregierung und zahlreicher ehemaliger Bewohner umfangreiche Instandsetzungen an der Brenndorfer Kirche durchgeführt werden.
Schlüssel sind bei:
Frau Emilia Schuster
Tel.: +40/268/283 172
Gasthaus:
ehemaliges Pfarrhaus
4 Gästezimmer mit Nasszelle
Küche, Aufenthaltsraum, Kinderspielplatz, Lagerfeuerplatz im Hof
Auskunft und Buchung: Manfred Copony
Adresse: Str. Tudor Vladimirescu 135
Tel.: (0040-721) 982431
E-mail: copony.manfred@yahoo.com
Internet: www.gaestezimmer.brenndorf.ro
Strada Tudor Vladimirescu 134, Bod 507015, Romania
Braller / Bruiu
Die im 13. Jh. errichtete romanische Basilika wurde vorwiegend in der zweiten Hälfte des 19. Jh. stark verändert, vor allem durch den Abriss der Seitenschiffe und Neubau mit Emporengeschoss sowie den Anbau einer Apsis. Nur an der südlichen Fassade hat sich eine romanische Türeinfassung mit Rundbogen erhalten. Die Kirche war von einer ringförmigen Mauer umgeben, die direkt an den Westturm anschloss. Dessen Wehrgang wurde gleichfalls im 19. Jh. abgetragen. Um die innere Mauer wurde ein weiterer polygonaler Mauerring mit 4 Basteien und 3 Wehrgängen erbaut, was an den 3 übereinanderliegenden Reihen von Schießscharten im Norden der Kirchenburg zu erkennen ist. Ein langgestrecktes, dreigeschossiges Gebäude an der südöstlichen Seite der Kirche wurde als Vorratslager, aber auch als Wohnung genutzt, war aber als Kampfhaus auch mit Wehranlagen ausgerüstet.
Ort und Umgebung
Eine Sage aus Braller erzählt von einem Totengräber, der auf dem Friedhof auf Gebeine stieß. Höhnisch lachend lud der Mann das Skelett zum Essen ein. Später am Abend, als der Totengräber gemütlich am Tisch saß, klopfte es plötzlich an der Tür: Das Skelett hatte die Einladung ernst genommen. Der unerwünschte Besucher entführte seinen Gastgeber auf eine wundersame Reise, von der dieser zwar in derselben Nacht zurückkehrte, jedoch um hundert Jahre gealtert war. Der Mann soll auf der Reise das Paradies gesehen haben. Vielleicht war es aber auch nur sein Heimatdorf, das in der Morgensonne inmitten der sattgrünen Landschaft durchaus etwas paradieshaftes an sich hat.Braller liegt einige Kilometer südwestlich von Großschenk (Cincu) abseits der üblichen Touristenrouten im sogenannten „Krautwinkel“. Die Kirchenburg, deren Entstehungsgeschichte bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück reicht, ist ein typisches Beispiel für siebenbürgische Wehrarchitektur.
Schlüssel sind bei:
Herrn Michael Ehrmann
Tel.: +40/269/586 515
Bruiu 557065, Romania
Botsch / Batoș
Bedeutende Teile der heutigen Kirche stammen aus einer gotischen Kirche, deren erste Bauphase ins 14. Jahrhundert zu datieren ist. Für diese Datierung sprechen die Seitenschiffe, die vermuten lassen, dass die Kirche ursprünglich eine Basilika war. Darüber hinaus wird bereits im Jahr 1332 erstmals ein Pfarrer in Botsch urkundlich erwähnt. Durch einen Großbrand im Jahr 1728 wurde die Kirche beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen. Weniger Schaden hat der 1638 erbaute Glockenturm im Südosten der Kirche genommen. Beim Wiederaufbau der Kirche begann man ab 1781 mit dem Barockumbau. Dabei wurde das Schiff mit spätbarocken Segelgewölben mit Ornamenten im Rokoko-Stil überspannt und an drei Seiten fügte man Emporen ein. Bei genauem Hinsehen lassen sich heute noch gotische Details erkennen: die gotische Türfassung zur Sakristei, die Spitzbogenform des Triumphbogens oder die zweiteilige gotische Sitznische in der Südwand des Chors. Der neugotische Altar stammt aus dem Jahr 1864; in seinen drei Nischen finden sich Standbilder von Jesus und zweier Apostel. Erhalten sind dreißig Bildtafeln aus der Zeit um 1700, welche Jahreszeiten und Monate symbolisch darstellen, aber auch biblische Szenen zeigen.
Dorf
Das schönste Gemeindefest in Botsch wurde stets am 24. Juni gefeiert, dem Blasitag. In ganz Siebenbürgen war es ein beliebtes Kinderfest, zu dem das ganze Dorf im Pfarrhof zusammenkam. Schon einige Tage vor dem Botscher Blasitag besorgten sich die besten vier Schüler einer jeden Klasse Offiziersuniformen sowie die dazugehörigen Säbel. Am Morgen des Festtages formierte sich der große Festzug, voran die Blaskapelle, dann der Major umgeben von den Fahnenträgern. Major wurde stets der beste Schüler der letzten Klasse. Er saß hoch zu Ross mit Tschako und Säbel. Ihm folgten die Schulmädchen in ihrer hellen Tracht, dann die Jungen derselben Klasse. Für Ordnung sorgten die Offiziere in Uniform. Am Nachmittag führten die Mädchen und Jungen Volkstänze auf und später spielte die Dorfkapelle auf dem Platz hinter dem Gemeindesaal. Nur die Schulkinder durften hier am Nachmittag tanzen. Die Älteren schauten zu oder gingen ins Wirtshaus neben der Kegelbahn.
Schlüssel sind bei:
Herrn Roland Bierfeld
Tel.: +40/760/373 158
Gasthaus:
Gästewohnung im Pfarrhaus
4 Betten in 2 Zimmern
Aufenthaltsraum, Küche, Badezimmer
Im Pfarrhof ist Platz für Zelte und Autos
Auskunft und Buchung: Reener Pfarramt
Tel.: (0040-265) 511025
E-mail: pfarramt.reen@gmail.com
House Nr. 386, Batoș 547085, Romania
Bonnesdorf / Boian
Die Bonnesdorfer Kirche wurde um 1400 erbaut, aus dieser Zeit haben sich die Umfassungsmauern erhalten. Um 1500 wurde das Gotteshaus durch Errichten eines Wehrgeschosses über dem Chor befestigt. Der Bering wurde innen mit einem teilweise zweistöckigen Wehrgang samt Schießscharten ausgestattet und mit einem Torturm verstärkt. Dieser diente zugleich als Glockenturm. Sein Eingang war von einem Fallgatter (gleitender Holzgitter) gesichert. Bemerkenswert ist, dass das Traufgesims von Chor und Schiff durch eine Reihe schräggestellter Ziegeln gebildet wird, eine an den orthodoxen Kirchen in der Moldau und in Muntenien oft anzutreffende Dekorationsform. Ferner finden sich sowohl am Torturm als auch über dem Nodeingang der Kirche das Wappen von Stefan cel Mare (Stefan d. Große), zu dessen Lehen Bonnesdorf kurzzeitig gehörte.
Ort und Umgebung
An der Kirchenburg von Bonnesdorf können Besucher einige bemerkenswerte Details entdecken. So sind zum Beispiel oberhalb des Durchfahrtstunnels in die Burg und auf dem Nordportal Köpfe von Auerochsen in den Stein gemeißelt. Diese Wappentiere Moldawiens verweisen auf die besondere Geschichte von Bonnesdorf: Im Gegensatz zu den meisten anderen siebenbürgisch-sächsischen Orten befand sich Bonnesdorf nicht auf dem sogenannten freien Königsboden, der den Bewohnern zahlreiche Privilegien und Sonderrechte gesichert hätte, sondern bildete einen Teil des Kokelburger Komitats. Die Komitate waren ungarische Verwaltungsformen, deren Bewohner als Leibeigene Feudalherren direkt unterstellt waren. Der ungarische König Matthias I. Corvinius schenkte das Kokelburger Komitat um 1498 dem moldawischen Woiwoden Stefan dem Großen (Stefan cel Mare), der in der Folgezeit den Bau der Bonnesdorfer Kirche unterstützte. Als sichtbares Zeichen dafür wurde das Bauwerk mehrfach mit dem moldawischen Wappentier verziert.
Schlüssel sind bei:
Herrn Ciprian
Tel: +40/743/156 948
Ein Besuch dieser Kirchenburg ist derzeit leider nicht möglich.
Boian 557030, Romania
Broos / Orăștie
Die Ringmauer der Kirchenburganlage von Broos hat einen nahezu rechteckigen Grundriss und ist an den Ecken und in der Mitte aller Geraden mit mehreren Wehrtürmen befestigt, von denen einige bis heute erhalten geblieben sind. Im Inneren stehen zwei evangelische Gotteshäuser Seite an Seite: die heute von der ungarisch-reformierten Gemeinde genutzte südliche Kirche entstand ab dem 14. Jh. aus einer anfangs romanischen, später gotischen Basilika. Diese wurde um 1400 um einen Turm erweitert, etwa zur gleichen Zeit entstand der heutige Chor.Die evangelische Bevölkerung von Broos errichtete für ihre Gemeinde zwischen 1820 und 1823 eine neue Kirche. Nachdem 1839 der gemeinsame Glockenturm der beiden Kirchengebäude einstürzte, baute sich jede Konfession aus den Trümmern jeweils einen eigenen.
Ort und Umgebung
Das kleine Städtchen Broos war für die Siebenbürger Sachsen von jeher von besonderer Bedeutung. Broos, das bereits 1224 im Goldenen Freibrief erwähnt wurde, war die westlichste Ansiedlung der deutschsprachigen Siedler in Siebenbürgen. Bis heute ist die Stadt das Eingangstor in die einzigartige Kirchenburgenlandschaft. Vor allem im 15. Jh. litt die Bevölkerung der Region um Broos sowie in der Stadt selbst unter wiederholten Angriffen türkischer Heere, gegen die die Menschen in der Kirchenburg Schutz suchten.Die Kirchenburg bietet eine Besonderheit: Innerhalb der Ringmauern findet man sowohl ein evangelisch-lutherisches als auch einen reformiertes Kirchengebäude vor. Zwischen den Bauwerken kann eine archäologische Fundstelle besichtigt werden. Hier wurden Spuren von Behausungen aus dem 8. Jh. und die Reste einer Burg aus dem 10. bis 11. Jh. gefunden.Weit älter sind die Reste dakischer Befestigungen im Bergland von Broos. Die unter UNESCO-Weltkulturerbeschutz stehende Anlage ist ebenfalls für Touristen zugänglich.
Schlüssel sind im:
Pfarramt Broos
Tel: +40/254/241 961
und bei Pfr. Nick Fernolend,
Tel.: +40/745/603 453
Gasthaus:
Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde
Adresse: Str. Nicolae Bălcescu 15
2 Schlafplätze, Küche, Bad
Auskunft und Buchung: Pfarramt Broos
Tel.: (0040-254) 241961
oder (0040-745) 603453
E-mail: broos@evang.ro
Strada Nicolae Bălcescu, Orăștie 335700, Romania
Bogeschdorf / Băgaciu
Die Kirchenburg befindet sich an der Hauptgasse des Dorfes. In seiner Mitte entstand um 1420 ein Gotteshaus, das im Laufe des 15. Jh. mit einer Ringmauer, einem Torturm sowie drei Basteien gesichert wurde. Neben dem Tor- ist der Nordostturm bis heute erhalten geblieben. Ende des 15. Jh. wurde die Kirche um einen Glockenturm erweitert, der mit einem vorgelagerten siebenfach gestaffelten Trichterportal ausgestattet ist. Kurze Zeit später erfolgte die Befestigung der Kirche. Über dem Kirchsaal und auf dem Glockenturm entstand ein Wehrgeschoss, das auf Strebepfeilern ruht. Es wurde im 18. und 19. Jh. schrittweise entfernt, allerdings am Glockenturm 1973 rekonstruiert.Das vorhandene Chorgestühl aus dem Jahr 1533 ist eines der wertvollsten seiner Art in Siebenbürgen.
Ort und Umgebung
Unabhängig davon, ob man die Kirchenburg der Weinbaugemeinde Bogeschdorf im goldenen Sonnenlicht, im silbernen Morgennebel oder im weißen Glanz des Mondscheins betrachtet, ihre Mauern scheinen auf Geschichte und Legenden gebaut zu sein. Ein siebengeschossiger Turm, der mit Schlüsselschießscharten und einem Wehrgang ausgestattet ist, wacht über dem Ensemble.Sowohl das West- als auch das Südportal der Kirche sind mit hochwertigen Steinmetzarbeiten ausgestattet. Fragmente der einst üppigen Wandmalerei im Inneren der Kirche sind an der Nordwand freigelegt. Es handelt sich hierbei um einen Darstellung der Apokalypse. Eine von Samuel Maetz 1804 erbaute Orgel befindet sich auf der Empore. Beachtlich an der Kirche sind auch die verwitterten Drolerien rund um den Kirchenchor: Orakelhafte Mauergesichter, die als Dämonen oder Heilige interpretiert werden können.
Schlüssel sind bei:
Frau Susanne Sălceanu
Tel.: +40/740/243 853
House Nr. 62, Băgaciu 547090, Romania
Bistritz / Bistrița
Die heutige Kirche wurde im 14. Jh. anstelle eines Vorgängerbaus aus dem 13. Jh. errichtet. Die wirtschaftliche Stärke der Stadt Bistritz in jener Zeit erlaubte die Konstruktion einer doppeltürmigen, dreischiffigen Basilika mit polygonalem Chorabschluss. Die Bedeutung der Kirche für die Stadt lässt sich an den nachfolgenden Erweiterungen ablesen: Aufbau der gotischen Basilika mit oktogonalen Säulen zwischen Mittel- und Seitenschiffen, Umbau zu einer Hallenkirche mit umgebendem Bering und einem Wach- und Verteidigungsturm für die Stadt. Der ursprüngliche frei stehende, in mehreren Abschnitten errichtete Turm wurde 1487 in den Kirchenbau integriert. Ausdruck des Übergangs von der Gotik zur Renaissance, ist er der höchste mittelalterliche Turm Siebenbürgens.
2008 wurde er durch einen Brand schwer beschädigt, konnte aber wieder aufgebaut werden. Seine Aussichtsplattform ist für Touristen jetzt über einen Aufzug zu erreichen und eröffnet einen Blick auf das Panorama der Stadt Bistritz.
Ort und Umgebung
Die Stadt Bistritz ist das historische Zentrum der Region Nösnerland, welche den nördlichsten Bereich des sogenannten Königsbodens bildet. Auf diesem siedelten sich seit dem 12. Jh. Einwanderer aus deutschsprachigen Gebieten an, lebten hier in Selbstverwaltung und bildeten bis 1944 die Mehrheitsbevölkerung.
Zwei verheerende Angriffe durch Mongolen und Tartaren im 13. Jh. konnte die Entwicklung von Bistritz, das damals noch Nösen hieß, nicht aufhalten. Im 14. Jh. wurden das Marktrecht und das Recht auf eigene Siegel erteilt. In der Folgezeit entstanden zahlreiche bedeutende Bauwerke, darunter die Stadtpfarrkirche mit ihrem heute 75 m hohen Turm, der eines der Wahrzeichen der Stadt ist.
Bistritz gehörte über viele Jahrhunderte als Teil des Fürstentums Siebenbürgen zur Habsburger Monarchie, bis dieses nach 1918 in einer Volksabstimmung mit dem damaligen rumänischen Königreich vereinigt wurde. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges verließen die meisten Deutschen in Trecks das Nösnerland, nur wenige kehrten später zurück. Vor Ort gibt es allerdings auch heute noch eine bedeutende deutschsprachige evangelisch-lutherische Gemeinde.
Schlüssel sind im:
Pfarramt Bistritz
P-ţa Centrală Nr. 13
RO-420040, Bistritz
Tel.: +40/263/214679
oder bei Frau Lungu
Tel.: +40/758/101 761
Gasthaus:
Stadtpfarramt
4 renovierte Gästezimmer mit Bad, teilweise mit Kochnischen
Auskunft und Buchung: Ana Lungu
Adresse: Gemeindeamt, Piaţa Centrală 13
E-mail: kirchengemeinde.bistritz@yahoo.de
Tel.: (0040-263) 214679
Sprechzeiten: wochentags 8:00-15:00 Uhr
Mansarde des Deutschen Forums
15 Betten in 4 Zimmern mit Fernseher
Parken im Innenhof, Terrasse (zum Grillen geeignet), Küche
Adresse: Forum, B-dul Republicii 43, 20053 Bistrița
Tel.: (0040-363) 104148
oder (0040-744) 844703
E-mail: germanforumbistrita@yahoo.de
Internet: www.forumbistrita.ro
Piața Centrală, Bistrița 420040, Romania
Belleschdorf / Idiciu
Die kleine Saalkirche wurde im 15. Jahrhundert auf einem Bergrücken im Westen der Gemeinde Belleschdorf erbaut. In Folge eines Sturmes im Jahre 1690 stürzte das Gewölbe ein. Zwischen 1825 und 1827 trat durch Umbauarbeiten des Mediascher Baumeister Conrad ein größerer Chor an die Stelle des mittelalterlichen. Größere Renovierungsarbeiten wurden 1904 durchgeführt; dabei wurde auch ein neuer Dachstuhl eingesetzt. 1927 hat man den alten, abseitsstehenden hölzernen Glockenstuhl abgetragen und an der Westseite einen neuen Glockenturm errichtet. Als im Jahre 1870 die alte Kirche von Zendersch abgerissen wurde, verkauften die Zenderscher ihre Orgel weit unter Wert an die vergleichsweise arme Gemeinde in Belleschdorf. Diese war 1753 in Hermannstadt gefertigt worden und wurde 1991 an die römisch-katholische St. Michaelskirche in Klausenburg weiterverkauft. Zum Wertvollsten, was die Kirche einst beherbergte, gehörte die Renaissance-Kassettendecke von 1690. Die 98 Felder enthielten Tafeln mit geometrischer und pflanzlicher Dekoration. Im Frühjahr 2016 stürzte das Dach der Kirche ein und hinterließ eine Ruine. Ein Altarbild befindet sich in der Kapelle des Altenheims von Drabenderhöhe.
Die Kirche von Belleschdorf ist eine Ruine.
Idiciu, Romania
Bekokten / Bărcut
Im 19. Jh. wurde an Stelle der abgetragenen mittelalterlichen Kirche von zwei Baumeistern aus Mergeln (Merghindeal) eine Saalkirche erbaut. Diese verfügt auch heute noch über ein Tonnengewölbe, das von vier Gurtbögen in fünf Joche unterteilt wird. Aus dem 15. Jh. erhalten blieben der Glockenturm mit Wehrgang sowie eine Treppe im Inneren der Mauern. Diese Art von Treppen mit einer Breite von 60 bis 70 cm konnte leicht von einer einzigen Person verteidigt werden. An den Resten des mittelalterlichen Berings können Spuren von zwei Wehrtürmen sowie Aufleger der Balken, die einst den Wehrgang trugen, ausgemacht werden.
Ort und Umgebung
Zahlreiche Überfälle von Angreifern waren wohl Anlass zur Errichtung des mächtigen Wehrturms der Kirchenburg in Bekokten. Die unteren Geschosse des 36 Meter hohen Bauwerks sind nur durch Stollentreppen erreichbar, die innerhalb der mehr als drei Meter dicken Außenmauern verlaufen. Im Dorf erzählt man sich, dass beim Bau des Turms Riesen geholfen hätten. Nachdem diese mit der Arbeit fertig waren, wurden sie allerdings von den Bewohnern Bekoktens in den tiefen Brunnen geworfen, der noch heute im Inneren der Kirche zu finden ist.Der Name ist Dorfes ist ebenfalls auf eine Wasserquelle zurückzuführen: Bekokten ist vom ungarischen „Baranykur“ abgeleitet, was so viel wie „Lammbrunnen“ bedeutet. Vor langer Zeit soll eine gnadenlose Dürre in der Gegend geherrscht haben. Das Dorf wurde von einem durstigen Lämmchen gerettet, das in einem verlassenen Hof eine Quelle entdeckte. Über dieser Quelle wurde der sogenannte „Lammbrunnen“ gebaut, der sich auch heute noch in dem Dorf befindet.
Schlüssel sind bei:
Frau Cornelia Tache
Tel.: +40/721/130 540
Ansprechperson für Anmeldung:
Irmgard Bădeanu
Tel.: +40/721/405 851
Öffnungszeiten: Sommer 10:00-13:00 Uhr und 15:00-18:00
im Winter nur auf Anfrage
Übernachtungsmöglichkeiten:
im Jugendzentrum Bekokten
100 Betten
Johannes Klein
Tel.: +40/268/211 994
oder Irmgard Bădeanu
Tel.: +40/721/405 851
Gasthaus:
Jugendzentrum
Pfarrhaus (40 Betten); ehemalige Schule (45 Betten)
Kantine für bis zu 250 Personen
2 Seminarräume
Kinderseilbahn und Kletternetz im Pfarrgarten
Audiowanderung zwischen Seligstadt und Bekokten (Audiodateien unter http://audiowanderweg.seligstadt.ro)
Auskunft und Buchung: Pfarramt Fogarasch
Tel.: (0040-268) 211994
E-mail: johannes.klein@theol.unive.ch
oder vor Ort: Cornelia Tache
Tel.: (0040-721) 130540
Internet: www.kinderuni.ro
oder www.kinderspielstadt.ro
Bărcut 507216, Romania