Kirchenburg Brenndorf
Kirchenburg Brenndorf

Kirchenburg Brenndorf

About

Brenndorf / Bod

Die Kirchenanlage von Brenndorf wurde vielfach von Feuern und Erdbeben stark beschädigt. So wurde im 15. Jh. die aus dem 13. Jh. stammende romanische Basilika durch einen Brand zerstört. Ende des 18. Jahrhunderts stürzte der Glockenturm ein. Er konnte neun Jahre später wieder aufgebaut werden, die vorreformatorischen Glocken allerdings gingen bei dem Einsturz verloren. Nur drei Jahre darauf wurden Kirche und Befestigungsmauern von einem Erdbeben zerstört. Der polygonale Bering mit dem vorgelagerten Zwinger wurde im 19. Jh. vollständig abgetragen.

Die Kirche fand ihre heutige Form im Jahr 1806. Allein der gotische Taufstein zeugt noch von der mittelalterlichen Kirchenburg. 1977 wurde der Kirchturm bei einem Erdbeben beschädigt, konnte aber erfolgreich stabilisiert werden. In der Kirche findet sich ein Altar von 1869, in den die Orgel von 1816 integriert ist. Das Altarbild wurde von dem aus Pommern stammenden Carl Dörschlag angefertigt. Zum Gottesdienst läutet eine Glocke, die den Abgabenzwang des Ersten Weltkriegs überlebte. Zwei weitere Glocken wurden 1922 aus Bronze gegossen.

Ort und Umgebung

Obwohl sich die Bewohner Brenndorfs im Laufe vieler Jahrhunderte zahlreicher Schicksalsschläge erwehren mussten, wurde das Dorf nie vollständig aufgegeben.

Im 14. Jh. erstmals urkundlich erwähnt, finden sich den Chroniken Berichte über verheerende Angriffe: Allein zwischen 1421 und 1658 wurde der Ort mindestens fünfmal niedergebrannt. Zeitgleich wurden die Bewohner mehrfach zur Unterstützung in das nahe gelegene Kronstadt beordert, um dort an der Befestigung der Stadt mitzuwirken und Baumaterial beizusteuern. Um 1718/19 fielen knapp 500 Brenndorfer der Pest zum Opfer. 1779 richteten Überschwemmungen große Schäden an und zwei nachfolgende Erdbeben (1790 und 1802) riefen erneut schwere Zerstörungen hervor. Hinzu kamen Großbrände, die erhebliche Teile des Ortes, aber auch die Kirche und ihre Befestigungsanlagen in Mitleidenschaft zogen.

Mehrfach wurden die Dorfanlage sowie die Kirche deshalb neu errichtet. In den letzten Jahren konnten dank des Engagements der deutschen Bundesregierung und zahlreicher ehemaliger Bewohner umfangreiche Instandsetzungen an der Brenndorfer Kirche durchgeführt werden.

Schlüssel sind bei:
Frau Emilia Schuster
Tel.: +40/268/283 172

Gasthaus:
ehemaliges Pfarrhaus
4 Gästezimmer mit Nasszelle
Küche, Aufenthaltsraum, Kinderspielplatz, Lagerfeuerplatz im Hof
Auskunft und Buchung: Manfred Copony
Adresse: Str. Tudor Vladimirescu 135
Tel.: (0040-721) 982431
E-mail: copony.manfred@yahoo.com
Internet: www.gaestezimmer.brenndorf.ro

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Nach der Zerstörung der gotischen Vorgängerkirche wurden zwischen 1521 und 1524 die heute noch weitgehend erhalten gebliebene Anlage des Kirchenbaus sowie die Befestigungsmauer mit den vier Ecktürmen errichtet. 1819 wurde der Südwestturm durch den heutigen Glockenturm ersetzt. Die Saalkirche mit polygonalem Chor erhielt schon während des Baus ein Wehrgeschoss mit Pechscharten zwischen den Strebepfeilern. Die Brüstung der im Kirchenschiff dreiseitig umlaufenden Empore aus dem 18. Jh. ist mit floralen Motiven und Darstellungen von anderen Kirchenburgen bemalt. Der Orgelaltar besteht aus dem Altarunterbau von 1716, auf den 1832 eine neue Orgel gesetzt wurde. Hinter der Orgel hat sich die älteste Bauinschrift Siebenbürgens erhalten: 1524 wird hier als das Jahr angegeben, in dem der Bau der Kirche vollendet wurde. Ort Um das kleine Örtchen Klosdorf im östlichen Siebenbürgen ranken sich viele Sagen. In der Nähe des Dorfes befindet sich die Ruine einer Burg, die von den Klosdorfern „Affenburg“ genannt wurde. Auf dem Burgberg soll sich eine unsichtbare Eisentür befinden, hinter der ein wertvoller Schatz liegt. Von Zeit zu Zeit erscheint diese Tür aus dem Nichts. Sie ist jedoch nur mit der Springwurz, einer magischen Pflanze, zu öffnen. Tatsächlich hat man an diesem Ort einmal Urnenreste und eine griechische Goldmünze gefunden. Der eigentliche Schatz ist allerdings bis heute noch nicht aufgetaucht. Eine weitere Legende aus Klosdorf besagt, dass das Mädchen, welches im Frühjahr die erste Rebe mit zwei Blättchen an der unteren Gabel findet, von diesem Zweig zu dem Mann ihrer Träume geführt wird. Das Mädchen soll den Rebenzweig brechen und ihn sich auf den Hut stecken. Den ersten Mann, der ihr auf dem Heimweg vom Weingarten begegnet, darf sie küssen, da er ihr künftiger Ehemann sein wird. Aktivitäten EU-Projekt „18 Kirchenburgen“ Träger: Landeskonsistorium der Evangelischen Kirchen A. B. in Rumänien Baukosten: 140.000 EUR Zeitraum: 2010-2014 Besichtigung: Schlüssel sind bei Familie Chercheş erhältlich Tel: +40/265/711 674 oder +40/744/271 907 Adresse: Cloaşterf, Hausnr. 99
Cloașterf 547511, Rumänien
Die der Hl. Maria geweihte Kirche von Schmiegen wurde im 14. Jahrhundert als Saalkirche erbaut und Ende des 15. Jahrhunderts umgebaut. Nach Baufälligkeit Anfang in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird das Gebäude 1859 wieder instandgesetzt. Im Zuge dieser Arbeiten werden die Wandmalereien übertüncht, die um 2010 von Restauratoren zum Teil wieder freigelegt und dem 15. Jahrhundert zugeordnet werden konnten. Ein wertvoller, vorreformatorischer Flügelaltar mit Marienplastik aus dem frühen 16. Jahrhundert wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch einen neuen mit Christusdarstellung ersetzt. Den ursprünglichen Altar hatte die Kirchengemeinde ins Museum nach Schäßburg überstellen lassen, von wo er in den 1950er-Jahren dem Nationalmuseum für Kunst in Bukarest geliehen wurde, wo er auch heute noch Teil einer Dauerausstellung ist. Kontakt Schlüssel sind bei Herrn Daniel Paal Tel.: +40/269/254 355 Haus Nr. 59
 Durch Erhöhung der Seitenschiffe einer romanischen Basilika entstand im 15. Jh. die dreischiffige Hallenkirche von Trappold. Dabei wurden auch Chor und Schiff überwölbt und die Wände der Seitenschiffe in oktogonale Pfeiler aufgelöst. Die bis dahin turmlose Kirche erhielt einen Westturm, der zusammen mit Schiff und Chor zwischen 1504 und 1507 zu Verteidigungszwecken mit Wehrgeschossen ausgebaut wurde. Von den Wehranlagen des 15. und 16. Jh. haben sich die äußeren Ringmauern und drei Verteidigungstürme erhalten. Die innere Mauer wurde im 19. Jh. abgetragen, ist jedoch an den freigelegten Fundamenten gut ablesbar. Auf der Nordseite befindet sich ein mit Schießscharten ausgerüstetes Speichergebäude. Im Inneren der Kirche sind der klassizistische Orgelaltar von 1821 sowie eine gotische Sakramentsnische bemerkenswert. Kanzel und Empore stammen aus den Jahren um 1760.Im Zuge von Restaurierungsarbeiten wurde ein hölzernes Taufbecken von 1686 konserviert und gotische Wandmalerein freigelegt. Im romanischen Triumphbogen erkennt man die aus dem 14.Jh. stammenden Fresken: die 5 törichten und die 5 klugen Jungfrauen. Ort In strategisch günstiger Lage auf einem Hügel gelegen und vom Schaaser Bach umflossen wurde im 13. Jh. eine Basilika erbaut, aus der später die Trappolder Kirchenburg hervorging. Die Burg überdauerte wechselvolle Zeiten und ist bis heute nahezu komplett erhalten mit Ringmauern, Wehrtürmen und Lagerräumen. Seit 2004 kümmert sich Sebastian Bethge und ab 2007 der Verein casApold um die Anlage. Mit behutsamen und angepassten konservatorischen Maßnahmen, wurde in kleinen Schritten und in viel ehrenamtlicher Arbeit von Fachleuten, Handwerkern und Freiwilligen die Kirchenburgen Instandgesetzt. Das Engagement des Vereins führte zur Aufnahme in ein EU-Projekt mit dem die Kirchenburganlage im Ganzen gesichert werden konnte. CasApold pflegt und restauriert die Kirchenburg zusammen mit dem Alten Pfarrhaus. Seit Anfang 2004 werden jährlich Seminare und Workshops im Bauhandwerk und Gartenbau durchgeführt.  Vor Ort kann man sich ein Bild von den Aufgaben eines Burghüters machen, die sich an die jeweilige Zeit angepasst haben: Vor einigen Hundert Jahren musste er nach Feinden Ausschau halten und die Anlage verwalten, später läutete er die Glocken und heizte die Gemeindestube. Heute ist er eine Art Denkmalpfleger und Projektmanager, der die Burg verwaltet und Instand hält. Aber auch Fördermittel einwirbt, Gottesdienste vorbereitet, Touristen betreut sowie Konzerte und Veranstaltungen organisiert. CasApold plant den Aufbau einen Zentrum für traditonelles Bauhandwerk im Pfarrhaus und auf der Kirchenburg. Besichtigung: Verein CasApold und Evangelische Gemeinde: Kurator/Burghüter Sebastian Bethge Tel: +40/722/208 495 
DJ106 166, Apold, Romania
5.0 1 review
Kirtsch / Curciu Nahezu unverändert erhalten hat sich die im frühen 14. Jh. errichtete Kirche von Kirtsch. Ihre besondere Bedeutung erhält die dreischiffige Basilika mit polygonalem Chor und Westturm durch die reichen Werksteinarbeiten im Innen- und Außenbereich. Im Chor finden sich gut erhaltene Maßwerkfenster und am Turm typisch gotische Zwillingsfenster. Die bildhauerischen Arbeiten an den Portalen, dem Turm, den Fenstern und den Strebepfeilern sowie im Innenraum an Kapitellen, Schlusssteinen, den Sedilien und der Sakristeitür sind um das Jahr 1427 entstanden. Anfang des 19. Jh. wurden die Seitenschiffe erhöht, sodass der Querschnitt einer Hallenkirche entstand. Gleichzeitig erhielten Langhaus und Seitenschiffe stuckierte Flachdecken. Das Wehrgeschoss des Turmes wurde 1913 zugunsten des heutigen mit Zinkblech gedeckten spitzen Turmhelmes abgetragen. Von den Wehranlagen haben sich der Bering mit dem ursprünglich als Eingang genutzten Torturm sowie eine in die Ringmauer integrierte gotische Kapelle erhalten. Ort Ein besonderer Schatz unter den siebenbürgischen Dörfern ist Kirtsch. Dieser romantische Ort liegt in einem Weinanbaugebiet nordöstlich von Mediasch (Mediaş), eingebettet in Hügel und Wälder. Die Natur in der Umgebung von Kirtsch ist besonders grün und üppig. Zurückzuführen ist dies auf die Lage zwischen der Kleinen Kokel (Târnava Mică) und der Großen Kokel (Târnava Mare), in dem sogenannten Zweistromland. Inmitten des Dorfes auf einem Hügel erhebt sich die Kirtscher Kirchenburg. Die Wehranlage betritt man über den Torturm. In der Burg steht eine Kapelle mit einem Ossarium, einem Raum, in dem früher die Gebeine der Verstorbenen aufbewahrt wurden. In der Kirche befinden sich viele wunderschöne Bauplastiken aus dem 15. Jh., die typisch für die Region rund um Mediasch sind. Auf der reich gestalteten Westfassade sind beispielsweise ein Vogel, eine Maske und ein Ungeheuer mit einem Menschenkopf zwischen den Pfoten dargestellt. Schlüssel sind bei Frau Dana Crişan  Tel: +40/269/257 361 oder +40/742/077 290  direkt neben der Kirchenburg 
Curciu, Romania
Agnetheln / Agnita Die im 13. Jh. errichtete Basilika wurde zunächst ohne Turm errichtet. Im 15. Jh.  wurde sie wehrhaft umgebaut und u.a. mit einem Wehrchor samt Wehrbogengeschoss und Schießscharten ausgestattet. Das Geschoss hat man jedoch im 19. Jh. abgetragen. Im 16. Jh. wurden die Wände der Seitenschiffe erhöht und dadurch das Kirchengebäude zu einer Hallenkirche umgebaut. Der Westturm, Töpferturm genannt, ist mit einem Fachwerkwehrgang ausgestattet. Der Bering wurde zwar im Laufe der Zeit abgerissen, es blieben aber neben dem Töpferturm weitere Türme erhalten: der Torturm, Fassbinderturm genannt, der Schneiderturm, der Schmiedeturm und der Schusterturm. Nicht nur der Bau an sich beeindruckt durch Detailreichtum, sondern auch die Innenausstattung: Im Chor befindet sich der Doppelflügelaltar, ein 1650 entstandenes Kunstwerk, das Reminiszenzen an vorreformatorische, gotische Flügelaltäre aufweist. Ort und Umgebung Der Legende nach wurde Agnita von der heiligen Agnetha gegründet und steht seitdem unter ihrem Segen. Mit dem „Urzelnfest“ hat sich in der Stadt bis zum heutigen Tag einer der ältesten und bedeutendsten Bräuche der Siebenbürger Sachsen erhalten. Um den Winter und die bösen Geister zu vertreiben, findet dieses Fest jährlich im Januar oder Februar statt. Furchterregend gekleidete Urzeln marschieren mit Schellengeläut und mit Peitschen und Reifen versehen durch die Stadt und treiben allerhand Schabernack. Neben der schwarzen Zottelkleidung tragen die Urzeln Masken, die „Larven“ genannt werden. Diese bestehen aus einem Drahtgeflecht, auf das eine unheimliche Fratze aufgebracht ist. Tourismus Agnetheln war im letzten Jahrhundert als wichtige Bahnstation an der Strecke der sogenannten Wusch (Mocănița) bekannt, die die Städte Hermannstadt (Sibiu) und Schässburg (Sighişoara) verband. Nachdem im Jahr 2001 die letzte Teilstrecke stillgelegt wurde, gibt es inzwischen Bestrebungen einer Nichtregierungsorganisation und vielen freiwilligen Helfern, einen saisonalen Touristenverkehr mit historischen Bahnfahrzeugen einzurichten. Regelmäßig und besonders während der Sommermonate werden spannende, lehrreiche und schöne Events rund um die Mocănița organisiert – nicht nur für Eisenbahnliebhaber, sondern insbesondere für Kinder und Familien ein tolles Erlebnis. Mehr unter: www.sibiuagnitarailway.com www.phototour.mocanita.ro www.mocanita.ro/mh/ Gasthaus: Das Predigerhaus (2015 umgebaut) 8 schöne, große Zimmer (2 mit Bad; 6 mit zwei Gemeinschaftsbädern) Adresse: Strada Nouă 16 Auskunft und Buchung: Pfarrerin Astrid Hofmann Tel.: (0049-170) 9088492 E-mail: igelstation.hofmann@gmail.com
Von der ersten im 14. Jh. erbauten Kirche ist bis heute das vermauerte Westportal erhalten geblieben. Es finden sich zudem Steine, die für den Bau des östlichen Pfeilerpaars der im 15. Jh. errichteten Hallenkirche verwendet wurden. Der Bau der neuen, der Bedeutung des Ortes angemessenen Kirche, wurde begleitet von umfangreichen Maßnahmen zum wehrhaften Ausbau der Anlage: Der Chor erhielt ein Wehrgeschoss,  Nord- und Südeingang wurden durch die mit Guss- und Schießscharten ausgestattete Türme gesichert. Der Bering ist mit einem auf Arkaden verlaufenden Wehrgang versehen, besitzt mehrere Verteidigungstürme und einen Zwinger. Dieser ist vorgelagert und in zwei Teile aufgeteilt und wird von einem kleinen Wachturm beschützt. Der Innenraum der Kirche beeindruckt durch seine Größe und das gotische Netzgewölbe auf den teilweise spiralförmig gemauerten Pfeilerpaaren sowie durch die hervorragende Bauplastik. Ort Die Kirchenburg in Meschen beherbergt eines der größten Gotteshäuser des Gebietes an der Kokel (Târnava) und ist gleichzeitig eines der Schönsten Siebenbürgens. Die Burg beeindruckt vor allem durch die imposante Gestalt und den Detailreichtum im Inneren. Mit dem Betreten des Gebäudes verlässt man die profane Existenz und begegnet einer sakralen Welt, einer Welt, die reich geschmückt ist mit Kunst, Geschichte und Spiritualität. Die Bauplastik ist einmalig und besonders wertvoll. Das Sakristei-Portal ist verziert mit einem Kielbogen und einer aufgespalteten Kreuzblume. Über ihr befindet sich die Statue Christi mit einem Baldachin darüber, der Erzengel Michael thront auf dem Schalldeckel der Kanzel. Mit rund zehn Metern Höhe und sorgfältig gemeisterter spätgotischer Steindekoration ist das Sakramentshaus besonders bewundernswert. Neben diesen kulturellen Schätzen war Meschen auch die Heimat von Stephan Ludwig Roth (1796-1849), der als Pfarrer, Pädagoge und Vorkämpfer der Menschenrechte hier seine Wirkungsstätte hatte. Schlüssel sind bei: Herrn Ladislau Ciocan Tel.: +40/749/680 770 Gasthaus: Pfarrhaus 16 Personen Bad, Speisesaal, Aufenthaltsraum, Küche, Spielplatz, Parkplätze Voll- bzw. Halbpensionen auf Wunsch Auskunft und Buchung: Ladislau Ciocan Tel.: (0040-749) 680770 E-mail: ladislau.ciocan@turistintransilvania.com
Moșna 557160, Romania
Holzmengen / Hosman Von der im 13. Jh. erbauten Basilika haben sich nur das Westportal sowie die Pfeiler mit den Arkaden, die das Hauptschiff von den Seitenschiffen trennten, erhalten. Bei dem Westportal handelt es sich um ein wertvolles Zeugnis der romanischen Bauplastik Siebenbürgens mit zahlreichen Relieffriesen. Wer aufmerksam den Turm über dem Portal betrachtet, wird ein eingemauertes Relief, das zwei Gestalten darstellt, bemerken. Manche behaupten, es handle sich um die Taufe Jesu im Jordan, andere wiederum vermuten eine Darstellung von Adam und Eva. Der Betrachter kann eine eigene Deutung des Rätsels versuchen. Um 1500 wurde der Glockenturm der Kirche von Holzmengen erhöht und mit einem – von Konsolen gestützten – Wehrgang ausgestattet. Im Zuge dessen wurden die Seitenschiffe der Kirche abgetragen. Die zwei im 15. Jh. errichteten Mauern der Festung sind durch den Torturm verbunden und weisen heute noch Spuren des ehemaligen Wehrgangs und der Schießscharten auf. Ort und Umgebung Inmitten des pittoresken Harbachtals (Valea Hârtibaciului) liegt das Dorf Holzmengen. Die Kirchenburg im Zentrum des Ortes ist eines der beliebtesten Fotomotive Siebenbürgens. Bei klarem Wetter hat man von hier einen eindrucksvollen Blick auf das häufig schneebedeckte Fogarascher Gebirge (Munţii Făgăraş), das einst die Grenze des ungarischen bzw. österreichischen Einflussgebietes bildete. Als Teil der Südkarpaten erreicht das Gebirge Höhen von über 2.500 Metern. Heute ist Holzmengen einer der Ausgangspunkte des Brukenthal-Kulturweges, auf dem man in bis zu neun Tagesetappen die Umgebung erkunden kann. Vor Ort in Holzmengen fördert der Verein „Nachhaltiges Holzmengen“ (Asociaţia Hosman Durabil) die Dorfentwicklung. Schwerpunkte der Arbeit sind der Erhalt des kulturellen und baulichen Erbes sowie die Verbesserung der Lebensqualität. Als Teil der Arbeit wurde die sogenannte Alte Mühle (Moara Veche) zum Kultur- und Veranstaltungsort entwickelt. Hier kann man an Führungen teilnehmen und Brot kaufen, das nach traditionellen Rezepten gebacken wird. Der Verein „Europäisches Jugendbegegnungszentrum Kirchenburg Holzmengen“ (CEPIT Hosman), veranstaltet interethnische und ökumenische Jugendveranstaltungen und engagiert sich für den Erhalt des mittelalterlichen Ensembles der Kirchenburg. Aktivitäten Die Kirchenburg von Holzmengen wurde Ende der 1990iger Jahren umfangreich saniert. Mittlerweile sind 20 Jahre vergangen und die so wichtige stetige Pflege und Wartung der Anlage unterlief wechselhafte Phasen.  Anfang der 2000er Jahre hat sich die Familie Cotaru (Hosman Durabil) intensiv um die Kirchenburg gekümmert und neben Öffnen und Zugänglichmachen der Kirchenburg auch Hand angelegt. So konnte neben der ständigen Pflege auch die Turmuhr restauriert werden. Ab 2010 wurden einige Maßnahmen vom Verein Jugendburg Holzmengen, dem Bezirk Hermannstadt und anderen Initiativen durchgeführt. Der Verein Jugendburg Holzmengen kümmert sich schon seit vielen Jahren um das Alte Pfarrhaus.  Um das vielseitige Engagement der Gemeinde und der beiden Vereine vor Ort zu unterstützen, haben wir Holzmengen in unser Denkmalpflegeprogramm aufgenommen. Schlüssel sind bei: Frau Maria Nicula Tel.: +40/746/131 088 Gasthaus: Jugendbegegnungszentrum im Pfarrhaus 3 Zimmer mit 25 Plätzen Büro, Aufenthaltsraum, Speisesaal, Küche, Bad, Scheune im Hof Garten eignet sich für Zelte und Lagerfeuer Gruppen, die bei Reparaturarbeiten am Pfarrhaus helfen, sind gerne gesehen. Auskunft und Buchung: Ruth István Tel.: (0040-769) 668634 E-mail: jzholzmengen@gmail.com Internet: www.holzmengen.ro Facebook: https://www.facebook.com/jugendburgh/
DC45, Hosman 557168, Rumänien
5.0 3 reviews
Birthälm / Biertan Birthälm erlangte seine Bedeutung im Mittelalter als Marktort in Konkurrenz zu Mediasch und Meschen und ab 1572 bis 1867 als Sitz des Bischofs der Evangelischen Kirche. So erklärt sich die mächtige Burganlage mit drei Ringmauern, zwei Zwingern und etlichen Wehrtürmen. Sie gilt als eine der größten Siebenbürgens. Die bis heute nahezu unverändert erhaltene turmlose dreischiffige Hallenkirche wurde um 1500 auf den Fundamenten eines romanischen Vorgängerbaus errichtet. Von den beiden Wehrgeschossen des Chores wurde das obere hölzerne 1803 abgetragen. Bedeutend sind im Innenraum mit seinen spätgotischen Netzgewölben neben der steinernen Kanzel von 1523 mit Reliefszenen am Kanzelkorb besonders der spätgotische Flügelaltar mit 28 Tafelbildern und zartem Sprengwerk. Von großer handwerklicher Fertigkeit zeugt die spätgotische Sakristeitür mit kunstvollen Intarsienarbeiten und einem auf der Weltausstellung 1889 in Paris vorgeführten komplizierten Schloß, das zentral die Tür an 13 Stellen gleichzeitig verriegeln und so den Kirchenschatz in der Sakristei schützen konnte. Ort In Birthälm gab es vor allem im 17. und 18. Jahrhundert einen erbitterten Kampf der Oberen gegen den Verfall der Sitten. Mit strengen Regeln und harten Strafen sollte den zunehmenden Verfehlungen Einhalt geboten werden. Verboten war zum Beispiel das Trinken in schlechter Gesellschaft oder das zu lange Verweilen im Wirtshaus. Wurden bei trauungswilligen Paaren „voreheliche unsittliche Vorkommnisse“ festgestellt, gab es eine spezielle entwürdigende Hochzeitsprozedur. Diese und zahlreiche weitere Geschichten kann man beim Besuch der Kirchenburg Birthälm erkunden. Bis heute erhalten geblieben ist zum Beispiel das sogenannte „Ehegefängnis“ für scheidungswillige Paare. Es befindet sich innerhalb der Birthälmer Kirchenburg, die eine der eindrucksvollsten und größten Siebenbürgens ist. Die Kirche stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert ist von drei Ringmauern und neun Wehrtürmen umgeben. Einmal im Jahr findet in Birthälm das Sachsentreffen statt – die größte Zusammenkunft ausgewanderter und in Siebenbürger verbliebener Deutscher. Besichtigung: Pfarramt Birthälm Tel.: +40/269/842 660 und Frau Erna Weinrich Tel.: +40/749/231 199 Buchladen vorhanden Gasthaus: in der Burg Gesamtkapazität: 23 Personen Speise- und Gemeinschaftsraum, Voll- oder Halbpension Auskunft und Buchung: im Gästehaus "Dornröschen" Adresse: Str. George Coșbuc 25 oder bei Pfarrer Ulf Ziegler Tel.: (0040-745) 246485 E-mail: udfz333@gmail.com Ev. Jugendzentrum im Predigerhaus Adresse: Piața 1 Decembrie 1918 Nr. 3 21 Betten in 4 Zimmern (Jugendherberge) Badezimmer, Küche Gemeinderaum für Tagungen mit bis zu 50 Teilnehmern Auskunft und Buchung: wie oben Pfarrhaus 3 Gästezimmern mit 3 Nasszellen für 9 Personen Pfarrhaussaal für Seminare geeignet Auskunft und Buchung: wie oben Gästehaus der Mihai Eminescu Stiftung Adresse: Str. N. Bălcescu Nr. 2 4 DZ, 3 Badezimmer Aufenthaltsraum, Küche, Terrasse, Parkplatz im Hof Auskunft und Buchung: Mihai Eminescu Trust Tel.: (0040-724) 000350 E-mail: booking@experiencetransylvania.ro Internet: www.experiencetransylvania.ro
Biertan 557045, Romania
Am Osthang über dem Dorf entstand zunächst eine frühgotische Basilika mit Turm. Um 1510 wurde die Kirche im Zuge der Befestigung umgebaut. Der alte Chor wurde abgerissen und durch einen hohen Chor mit polygonalem Abschluss ersetzt. Dieser wiederum wurde durch ein steinernes Wehrgeschoss verstärkt, sodass die Kirchenburg gegen den Hang verteidigt werden konnte, und der Turm erhielt ein Wehrgeschoss aus Holz. Der Chor stand etwas oberhalb des alten Schiffes, weil dieses gleichfalls vergrößert werden sollte. Als man diesen Plan aufgab, wurde der Zwischenraum nur mit einem schmalen Joch geschlossen. Während der Chor sein ursprüngliches Sterngewölbe und die Maßwerkfenster aus der Bauzeit behielt, wurde das Kirchenschiff 1795 barock überformt. Auf der Nordseite des Chores befindet sich eine auf 1519 datierte zweigeschossige Sakristei, in deren Obergeschoss eine Kapelle eingerichtet war. Von der Ausstattung der Kirche sind vor allem das Renaissance-Portal zur Sakristei und der klassizistische Altar erwähnenswert. Ort Der Ort Großkopisch wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jh. gegründet. Seit Beginn des 14. Jh. wurde von den Siedlern eine Kirche aus Stein errichtet, deren Grundmauern trotz zahlreicher Um- und Ausbauten bis heute erhalten geblieben sind. Ursprünglich aus deutlich weniger langlebigen Materialien bestanden die Wohnhäuser des Ortes: Das Holz der umliegenden Wälder war in der Gründungszeit der wichtigste Baustoff. Ritzen zwischen den Balken wurden mit Moos und Lehm verstopft, die Dächer deckte man nach der Weizenernte mit Stroh. Mit den sogenannten Schlemmen – ausgedehnten Tierblasen – wurden die Fenster bespannt, durch die nur ein schwacher Lichtschein in die dahinter liegenden Räume dringen konnte. Erst im 18. und 19. Jh. wurde es üblich, Wohnhäuser aus Mauerziegeln zu errichten. In dieser Zeit entstanden die typisch siebenbürgisch-sächsischen Gehöfte, die noch heute die Wege des Dorfes säumen. Aktivitäten Im Jahr 2011 führte die damalige Leitstelle Kirchenburgen in Zusammenarbeit mit dem Bezirkskonsistorium Mediasch Notreparaturen am Dach durch, die überwiegend aus Spenden der HOG finanziert werden konnten. Seit dem August 2016 engagiert sich Sabine Reither für die Kirche. Sie bemüht sich  in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kirchenburgen und dem Bezirkskonsistorium Mediasch um die Organisation von Reparaturen an dem Bauwerk. 2020 gründete sie den deutschen Verein Pro Groß Kopisch e.V. um künftige Tätigkeiten zu koordinieren und Spenden zu verwalten. 2018 wurde das Dach des Kirchenschiffs überstiegen und gerückt. Dabei wurden 10.000 alte Ziegel gegen traditionell hergestellte Biberschwanzziegel ausgetauscht. Nur die 300 benötigten Firstziegel mussten neu gekauft werden. 54m Balken und 3.700m Dachlatten wurden erneuert. Besondere Schwierigkeiten machte die Anschlussstelle zwischen Glockenturm und Kirchenschiff, da hier die größten Schäden vorhanden waren. Alle Regenrinnen, Fallrohre und Rinnsteine wurden ausgetauscht, bzw. neu angebracht. Die für die Reparatur benötigte Summe von 15.500 Euro konnte aus Spendengeldern gezahlt werden. Weitere Arbeiten sind 2019 geplant. Besichtigung: Schlüssel sind bei Herrn Sebastian Ghiuri Tel: +40/733/262 089 
Copșa Mare 557046, Romania