Kirchenburg Martinsberg
Kirchenburg Martinsberg

Kirchenburg Martinsberg

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Martinsberg / Șomartin

Im 13. Jahrhundert wurde auf einer Anhöhe, in der Mitte von Martinsberg, eine dreischiffige Basilika mit Westturm erbaut. 1520 erhielt die Gemeinde eine Unterstützung aus der Kassa der Hermannstädter Provinz, um die Kirche zu befestigen. Im Zuge der Befestigung der Kirche baute man über dem Chor ein Wehrgeschoss. Der besterhaltene Teil der romanischen Kirche ist die Westfront mit Westportal und Turm. Im 18. Jahrhundert wurde der basilikale Querschnitt durch das Aufstocken der Seitenschiffe und die Errichtung von gemauerten Emporen verändert. Im Süden des Turms steht seit 1795 eine Vorhalle. Einst umgab die Martinsberger Kirche eine rechteckige Wehrmauer; darüber hinaus ist auf einer Zeichnung von Martin Schlichting aus der Zeit um 1858 nördlich des Glockenturms ein kleinerer Wehrturm zu erkennen. 1987 führte man an Glockenturm und Glockenstuhl Konsolidierungsarbeiten durch. Aufgrund unsachgemäßen Aufhängens der Glocken sowie infolge von Ermüdungserscheinungen an Mauerwerk und Holz geriet der Turm in Schwingungen. Durch Einfügen von Eisenbetonbalken und Konsolidierung der Holzkonstruktion konnte der Schaden behoben werden. Der Barockaltar hat als Mittelbild eine Abendmahlszene des Hermannstädter Malers Johann Martin Stock und ist mit 1730 datiert.

Schlüssel sind bei:
Herrn Johann Lazar
Tel.: +40/766/724 896

Gasthaus:
Pfarrhaus Nr. 8
2 DZ mit Frühstück vom 01.08. bis 15.09.
Garten-Dusche, Brunnenwasser, Plumpsklo
Campen möglich
Auskunft und Buchung: Günter Czernetzky
Tel.:  (0049-179) 1176456
oder (0040-755) 580020
E-mail: g.czernetzky@gmail.com

Einrichtungen

Orgel Parkplatz

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Katzendorf / Caţa Eine in ihren Grundzügen gut erkennbare romanische Pfeilerbasilika bildet den Kern der großen Kirchenburg von Katzendorf. Im Innenraum sind die Arkadenpfeiler typisch für die romanische Anordnung von Mittelschiff zu Seitenschiff. Im nördlichen Obergaden sind zwei freigelegte romanische Blendfenster zu sehen. Der romanische Chor und die Apsis wurden im 15. Jh. gotisch umgebaut. 1894, beim Einsturz des Westturmes, wurde das Kreuzgratgewölbe zerstört und später durch eine flache Decke ersetzt. Der Turm wurde nicht wieder aufgerichtet. Die große Ringmaueranlage aus dem 15. Jh. besitzt heute noch vier der früher sechs hohen Wehrtürme mit Wehranlagen, von denen der fünfeckige Pfarrersturm in den Garten des Pfarrhauses blickt. Noch im 17. Jh. wurde die Anlage mit einer zweiten Ringmauer und Zwingern verstärkt, die im nördlichen Bereich 1884 zugunsten der Schule und 1937 für den Bau des Gemeindehauses abgetragen wurden. Ort und Umgebung Die genaue Entstehungszeit von Katzendorf ist ungeklärt. Während erste urkundliche Erwähnungen vom Beginn des 15. Jh. vorliegen, entstand bereits um 1250 eine romanische Pfeilerbasilika in der heutigen Ortsmitte. Später wurde diese zur Kirchenburg ausgebaut. Das Dorf wuchs an einem Kreuzungspunkt von zwei Hauptstraßen heran und hatte über lange Zeit unter Bränden und Angriffen zu leiden. Für das 17. und 18. Jh. sind sechs Plünderungen und Großbrände dokumentiert, die jeweils einen Großteil des Dorfes in Mitleidenschaft zogen. Während eines Feuers im Jahr 1706 wurde auch die Kirche stark beschädigt und das damalige Pfarrhaus und die Schule wurden vernichtet. Heute ist Katzendorf mit seinen rund 2.500 Einwohnern ein eher beschaulicher Ort. In seiner Mitte bewohnt der siebenbürgisch-sächsische Schriftsteller und Filmemacher Frieder Schuller das evangelische Pfarrhaus. Er hat den Hof, auf dem einst sein Vater als Pfarrer lebte, wiederhergestellt und veranstaltet dort immer wieder Kulturfestivals: So wurde zum Beispiel im Jahr 2011 erstmals der Dorfschreiberpreis von Katzendorf verliehen. Projekte im Ort Seit einigen Jahren ist Katzendorf für seinen Dorfschreiberwettbewerb berühmt. Jeden Sommer wird zum Dorfschreiberfest eingeladen, bei dem alle Interessenten willkommen sind. Hier kommen Literaturfreunde auf ihre Kosten: es werden Lesungen und Vorträge angeboten und ein kulinarisches Angebot, sowie die Verleihung des Dorfschreiberpreises runden die Festivitäten ab. Für nähere Informationen und Terminanfragen wenden Sie sich bitte an den Organisator Frieder Schuller: frieder_schuller@web.de Schlüssel sind bei: Frau Markus Anna Tel.: +40/268/248 564
House Nr. 282, DJ132B 37, Cața 507040, Romania
Durles / Dârlos Die kleine turmlose Saalkirche aus dem 15. Jh. ist nahezu unverändert erhalten geblieben. Um 1500 wurde der Chor erneuert und die Decke über dem Saal stammt aus einer Umbauphase im 19. Jh. Von der einstigen Ringmauer sind keine Reste erhalten geblieben. Ihre Bedeutung erlangt die Kirche durch Baudetails und die Ausmalung: An dem dreifach gestaffelten Trichterportal in der Westfassade mit dem fein gearbeiteten Kämpfer sind noch Reste der Bemalung zu erkennen. In Stein gehauen finden sich im Chor an den Konsolen der Rippen figürliche Darstellungen. Maßwerke, Sakristeiportal, Sakramentsnische und Sedilien sind ebenso kunstvoll verziert. Im Chor werden zurzeit großflächige Malereien freigelegt, die neben einer Vorhangdekoration noch nicht näher bestimmte biblische Szenen zeigen. Auf den Außenwänden des Chores hat sich mit den Fragmenten von Fresken ein einmaliges Zeugnis erhalten. Die Darstellungen aus der Passion Christi ähneln den Malereien an moldauischen Klöstern aus der ersten Hälfte des 16. Jh. Ort und Umgebung Von besonderer Bedeutung ist der Name des Dorfes Durles. Es wird angenommen, dass Durles „Sehnsuchtsland“ bedeutet. Der Ortsname lässt sich aber auch aus dem sächsischen “duer los” ableiten, was mit “lass sie dort leben” übersetzt werden kann. Für beide Varianten gibt es eine gemeinsame geschichtliche Parallele: In der Dorfmonografie wird über den rumänischen Adligen Simion berichtet, der Durles im 14. Jh. mit solch fürsorglicher Hand regiert haben soll, dass viele Leibeigene aus der Umgebung hierher zogen. Demnach verschmelzen im Ortsnamen die zwei Herleitungen “Land, nach dem man sich sehnt” und “lass sie dort leben”.Das Kirchenbauwerk vereint Elemente verschiedener geschichtlicher Epochen: Die Kirche stammt zwar aus dem 15. Jh., sie enthält aber Spolien aus der Zeit des Römischen Reiches (ca. 2. Jh. n. Chr.). Bemerkenswert ist ein Relief an einem Strebepfeifer, das einen Büffelkopf mit Schlangenkörper darstellt. Man vermutet, dass dieser Pfeiler einst als Teil eines unterirdischen Tempels dem Gott Mithras gewidmet war. Der Mithraskult war eine Mysterienreligion nicht christlicher Römer. Schlüssel sind bei: Herrn Gabra Alexandru Tel.: +40/756/551 324
Dârlos, nr. 269, in churchyard on the right side, Romania
Dunesdorf / Daneş 1506 wurde die kleine spätgotische Saalkirche von Dunesdorf turmlos errichtet. Der Turm und ein Wehrgeschoss an der Westseite der Kirche wurden erst 1927 gebaut. Durch den Bezug auf die 800-jährige Geschichte der Siebenbürger Sachsen sollte wohl ein Zeichen der Selbstbehauptung gegenüber des seit 1918 existierenden großrumänischen Staates gesetzt werden. Von dem historischen Bering haben sich nur Reste auf der Südseite sowie ein kleiner Torturm mit einem Wachtürmchen erhalten. Die Innenausstattung der Kirche stammt aus verschiedenen architektonischen Phasen: das Taufbecken und die Kanzel aus dem Barock, der Altar aus dem Jahr 1878 und die Orgel von 1920. Der Kirchensaal erhielt sein heutiges Gewölbe 1868. Ort und Umgebung Dunesdorf, einige Kilometer westlich von Schäßburg (Sighişoara) gelegen, wird erstmals Mitte des 14. Jh. urkundlich erwähnt. Die Berichte aus der Folgezeit sind voll von Not und Elend. So ist ein Steuernachlass für 1503 und 1507 wegen großer Armut des Ortes dokumentiert. Um 1507 brannte das Dorf vollständig nieder. Keine 50 Jahre später (1555) geschah dies erneut. Zu Beginn des 17. Jh. lag der Ort größtenteils brach, infolge von Bürgerkriegen war die Zahl der ansässigen Landwirte innerhalb von nur 15 Jahren von 90 auf 7 gefallen. Aufgrund der schleppenden Entwicklung des Dorfes in der Folgezeit wurden ab 1656 jedem Ansiedlungswilligen Steuerfreiheit und weitere Vergünstigungen angeboten, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. 1658 kam es zur erneuten Zerstörung des Ortes durch angreifende türkische Truppen. Erst ab 1665 konnte Dunesdorf von Schäßburg aus neu besiedelt werden. Trotz der beschriebenen Probleme vor Ort geht die Entstehungsgeschichte der Kirchenburg, in der bis heute regelmäßig Gottesdienste stattfinden, auf den Beginn des 16. Jh. zurück. Anmeldung über das Pfarramt Dunesdorf Tel.: +40/265/773 804 Herr Pfr. Martin Türk-König
Daneș 547200, Romania
Draas / Drăușeni Mitte des 13. Jh. wurde die romanische Pfeilerbasilika mit Westturm, Chor und Apsis als Ersatz für eine frühe Kirche des 12. Jh. vollendet. 1494, beim Ausbau zur Wehrkirche, erhielten Turm, Schiff und Chor Wehrgeschosse. Die Mauern des Chores wurden dazu verstärkt und bis zur Traufe des Schiffes erhöht, die Seitenschiffe wurden abgebrochen und vermauert. Im Zuge dessen wurde das Areal mit einer bis heute erhaltenen 8 Meter hohen Ringmauer mit fünf Basteien umgeben. Das romanische Westportal zählt zu den bedeutendsten Steinmetzarbeiten Siebenbürgens. Vom romanischen Bau haben sich außerdem die heute als Fenster genutzten Zwillings-Blendarkaden und die vermauerten runden Obergadenfenster erhalten. Seit langer Zeit finden hier Restaurierungsarbeiten statt, dabei wurden auch großflächige Fresken freigelegt. Die ebenso kostbare Innenausstattung von 1638, für die Bauarbeiten zunächst ausgelagert, wurde später zur Sicherung auf andere Kirchen verteilt. Ort und Umgebung Die mächtigen Steinmauern der Kirchenburg von Draas bergen eine der bedeutungsvollsten Legenden Siebenbürgens. Es heißt, dass die ersten deutschen Siedler dem ungarischen König ewige Treue schworen, indem sie zwei Schwerter in das Erdreich steckten und dadurch das Zeichen eines Kreuzes bildeten. Solange die zwei Schwerter existierten, würden die Siedler den Königsboden beschützen. Doch nach dem Verlust der Schwerter, so warnt die Legende, würden auch die Siebenbürger Sachsen aus Siebenbürgen verschwinden. Die Waffen wurden nach dem Schwur an die Grenzen des Königsbodens geschickt – ein Schwert nach Broos (Orăştie), das andere nach Draas. Als Sinnbild der sächsischen Tapferkeit und Treue sowie als Beispiel für die Entwickelung der Waffentechnik der Siedler wurde ein aus dem 16. Jh. stammendes Schwert bis zum Beginn des II. Weltkrieges in der Kirche von Draas aufbewahrt. 1944 ging es in den Kriegswirren verloren. Bis heute sind die beiden Schwerter Teil des Wappens von Hermannstadt (Sibiu). Schlüssel sind bei: Frau Ella Kosa Tel.: +40/724/456 899
House Nr. 87, DJ132B, Drăușeni 507042, Romania
Deutsch-Zepling / Dedrad Die alte Kirche von Deutsch Zepling wurde 1873 abgetragen, schon zuvor war sie wegen Einsturzgefahr geschlossen. Die zwischen 1876 und 1884 erbaute Saalkirche mit Glockenturm und Sakristei wurde von Michael Seyfried entworfen. Ihr Bau musste zwischenzeitlich aus Geldmangel unterbrochen werden. Baumeister war Johann Müller aus Reen. Die Kirche wird durch jeweils vier große Fenster auf der Nord- sowie auf der Südwand beleuchtet. Unter den Fenstern befinden sich Emporen, die Orgelempore im Westen liegt auf zwei Holzsäulen. Ein spitzer Triumphbogen trennt den Chor vom Schiff. Eingeweiht wurde die Kirche 1884 von Bischof Georg Daniel Teutsch. Der neugotische Altar mit reicher Verzierung zeigt im Mittelbild Jesus, der auf dem Meer wandelt. Die Orgel von der Firma Wegenstein aus dem Jahr 1928 wurde im zweiten Weltkrieg zerstört. Dorf Schätzungen gehen davon aus, dass im 1. Weltkrieg im Deutschen Reich und in Österreich-Ungarn insgesamt 43.000 Kirchenglocken beschlagnahmt wurden, um den ungeheuren Bedarf  an Buntmetallen für Granaten und Munition zu decken. Wie viele sächsische Gemeinden, verlor auch Zepling auf diese Weise zwei ihrer drei Glocken. Im Jahr 1923 beschloss die Gemeindevertretung, zwei neue Glocken zu erwerben, um den Dreiklang wieder herzustellen. Beauftragt wurde die Firma Schilling & Lattermann aus dem thüringischen Apolda. Am 20. Juli 1924 konnten die Zeplinger ihre beiden neuen Glocken, die eine wog 400 kg, die andere 1.600 kg, am Reener Bahnhof feierlich in Empfang nehmen. Die kirchlichen Blätter halten dazu fest: „Deutsch-Zepling, die größte, die best disziplinierte und tüchtigste, aber auch die sächsischste der Gemeinden im Reener Kirchenbezirk, ist auch die erste, die den feierlich erhebenden, jahrelang verstummten Glockendreiklang wieder vernimmt, auch ein Ergebnis ihrer Tüchtigkeit. Denn 200.000 Lei neben den bekannten sonstigen Lasten in so kurzer Zeit aufzubringen, wie in Zepling, das ist eine Leistung und ein guter Beweis für den Geist, der dort herrscht…“ Schlüssel sind bei: Herrn Johann Göttfert Tel.: +40/743/304 704
House Nr. 205, Dedrad 547086, Romania
Deutsch-Tekes / Ticușu Vechi Im Jahr 1494 erhielt die Gemeinde von Deutsch-Tekes eine Unterstützung für den Kirchenbau von acht Gulden aus der Kassa der Sieben Stühle. Auf einem kleinen Hügel in der Dorfmitte wurde die Kirche bis 1520 mit einer acht Meter hohen Wehrmauer befestigt. Überreste der mittelalterlichen Kirche aus dem 14. Jahrhundert, die hier einmal stand, gibt es keine mehr. Während eines Erdbebens im Jahr 1802 stürzten der Kirchturm, das Kirchengewölbe und die Ringmauer ein. Nach der Reparatur der Kirche begann man mit dem Bau eines Glockenturms am Westende. Dieser besitzt ein Pyramidendach mit zwiebelförmigem Aufsatz, über welchem sich ein polygonales Türmchen mit Spitze und Knauf erhebt. Zwischen 1823 und 1827 wurde die Kirche zu einer Saalkirche im spätbarocken Stil umgebaut. Teile der Ringmauer trugt man 1895 ab, um damit eine Schule zu bauen. Der Altar der Kirche stammt aus dem Jahr 1772 und wurde von Johann Folbarth in Schäßburg hergestellt. Die Orgel von Johannes Baumgartner war ursprünglich für die Kirche in Galt vorgesehen. Durch Umbauten entstand ein kombinierter Orgelaltar, der künstlerische Höhepunkt der Kirche. Schlüssel sind bei: Herrn Dietmar Faff Tel.: +40/744/402 181 Gasthaus: neben dem Pfarrhaus Appartement mit 2 Zimmern mit je 2 Betten und Empore Küche, Bad, Satellit-TV, Radio 1 Zimmer mit Doppelbett TV, W-LAN Auskunft und Buchung: Lydia Zapf Adresse: Pfarrhaus, Nr. 206, 507232 Ticușu Vechi E-mail: lydiazapf@yahoo.de oder eddiherb@yahoo.de Tel.: (0040-268) 285833 oder (0040-742) 062849 oder (0176) 96724388 oder (0176) 96318760
House Nr. 148, Ticușu Vechi 507232, Romania
Deutsch-Kreuz / Criț Die klassizistische Saalkirche mit Chor und westlichem Glockenturm entstand zwischen 1810 und 1813 nach Abbruch des Vorgängerbaus, der erstmals 1270 erwähnt wurde. Über das Aussehen dieser historischen Kirche ist jedoch nichts bekannt. Es wird aber vermutet, dass sie in einer Zeichnung auf einem mit 1793 datierten Gestühl in der Kirche dargestellt ist. Die Ausstattung der Kirche, bestehend aus Orgelaltar, Kanzel und Taufbecken, stammt sowohl aus der Bauzeit als auch von 1822. Von den Wehranlagen des 15. Jh. hat sich der Bering mit vier Türmen erhalten, ein fünfter Turm stürzte 1925 ein und wurde nicht wieder aufgebaut. Auf der Südseite, am Rande des ehemaligen Zwingers, steht die heute nur noch als Ruine erhaltene alte Schule. Ort und Umgebung Die Kirchenburg des Dorfes Deutsch-Kreuz, in dem vor mehr als 400 Jahren das erste siebenbürgische Dorfschulrecht erlassen wurde, liegt auf einer Anhöhe innerhalb des Ortes. Diese Lage erforderte in der Vergangenheit einen Burghüter, der ein geschickter Handwerker, im besten Fall Schuster, sein musste. Der Aufstieg zum Gotteshaus ist etwas beschwerlich und führt über einen Weg aus runden Flusssteinen. Vor allem Frauen passierte es am Morgen des heiligen Sonntags häufig, dass ihnen auf dem Weg zur Kirche die Absätze, welche damals noch mit Hufeisen beschlagen waren, abbrachen. Deshalb musste an Ort und Stelle ein Schuster bereitstehen, der eilige Reparaturen vor dem Kirchgang durchführen konnte. Die Kirchenburg liegt zusammen mit dem überwiegend in historischer Gestalt erhalten gebliebenem Dorf in einer verträumten Hügellandschaft, die zu Wanderungen in benachbarte Dörfer und zu weiteren Kirchenburgen einlädt.Im Ort findet man Übernachtungsmöglichkeiten in mehreren liebevoll restaurierten Bauernhäusern. Aktivitäten EU-Projekt „18 Kirchenburgen“ Träger: Landeskonsistorium der Evangelischen Kirchen A. B. in Rumänien Baukosten: 270.000 EUR Zeitraum: 2010-2014 Schlüssel sind bei: Herrn Dietmar Depner Tel.: +40/740/597 493 In den Sommermonaten täglich geöffnet. Gruppen werden um Voranmeldung bei Herrn Depner gebeten. Gasthaus: Begegnungsstätte "Casa Kraus" Adresse: Haus Nr. 25 10 Doppelzimmer Restaurant, Konferenzzentrum für Gruppen mit bis zu 50 Personen Radtouren, Reiten, Wander, Trüffeljagd, Städtetouren, Kirchenburgen, Schlösser u.a. Deutschsprachige Betreuung vor Ort Auskunft und Buchung: online E-mail: rezervari@casa-kraus.ro Tel.: (0040-743) 255553 Internet: www.casa-kraus.ro Casa Schmidt Adresse: Haus Nr. 113 9 Doppelzimmer in 2 Gebäuden großer Innenhof Auskunft und Buchung: wie oben Gästehaus Adresse: Haus Nr. 217 1 Doppelzimmer, 1 Einzelzimmer Bad, Küche, Terrasse, Backstube, großer Hof Auskunft und Buchung: Mihai Eminescu Trust Tel.: (0040-724) 000350 E-mail: booking@experiencetransylvania.ro Internet: www.experiencetransylvania.ro
Criț 507036, Romania
Denndorf / Daia Die Fertigstellung der ersten Saalkirche von Denndorf wird im Schlussstein des Chores mit der Jahreszahl 1447 angegeben. Die Kirche besaß zu diesem Zeitpunkt noch keinen Turm. Dieser wurde erst zu Beginn des 16. Jh. im westlichen Teil gesetzt, als man die Kirche befestigte. Doch es gab bereits den beeindruckenden, bis 1834 als frei stehender Campanile in klassizistischen Formen errichteten Glockenturm außerhalb der Burg, der zu den höchsten des Landes zählt. Zur Verteidigung wurde der Chor durch ein Wehrgeschoss erhöht sowie die Kirche mit einem Bering umgeben. Der Bering hatte zur Verstärkung zwei Wehrgebäude. Das westliche ist heute nur noch eine Ruine, das östliche vermittelt aber noch einen guten Eindruck eines zu Verteidigungszwecken errichteten Nutzgebäudes. Die Wehranlagen der Kirche wurden im 19. Jh. nach und nach beseitigt. Im Kirchensaal wurde 1884 eine Flachdecke eingezogen, der Chor dagegen behielt sein spätgotisches Rippengewölbe. Von der Innenausstattung der Kirche haben sich nach Aufgabe der Nutzung durch Gottesdienste nur die Empore und das Gestühl erhalten. Ort und Umgebung Nur über eine unbefestigte Schotterstraße, die einige Kilometer parallel zum Schaaser Bach (Şaeş) verläuft, ist Denndorf zu erreichen. Man passiert ausgedehnte Weideflächen, auf denen Schäfer mit ihren typischen Sennhüten zu erkennen sind. Weithin sichtbar ist der Glockenturm – das Wahrzeichen des Dorfes, welches erstmals Ende des 13. Jh. urkundlich erwähnt wurde. Historische Dokumente aus dem 14. Jh. lassen vermuten, dass es in der Umgebung ursprünglich auch einen Ort namens Kleindenndorf gab. Denndorf hatte eine für Siebenbürgen typische Entwicklung. Zu Beginn des 16. Jh. zählte man im Dorf 72 Bauern, es gab eine Mühle und eine Schule. 1605 überstanden die Dorfbewohner einen Angriff von vorbeiziehenden Szeklertruppen in der Kirchenburg. Knapp 200 Todesopfer forderte dann allerdings im frühen 18. Jh. die Pest.Heute macht vor allem Lage weitab der großen Straßen den besonderen Reiz des Ortes aus. Selbst das rund 10 km östlich von Denndorf gelegenen Keisd (Sachiz), zu dem früher eine enge Bindung bestand, erreicht man nur noch über einen Wanderweg, der durch die Wiesen führt. Aktivitäten Die Denndorfer Kirchenburg und der Glockenturm waren dem Verfall preisgegeben bis sich 2013 der Siebenbürger Sachse Uwe Hann der Sache annahm. Er gründete den rumänischen Verein Asociatia Sapte Brazi, der in Partnerschaft mit dem schon älteren deutschen Verein Bona Fide International e.V., die historischen Gebäude vom Bezirkskonsistorium vertraglich übernahm. Ziel ist es, das architektonisch einzigartige Ensemble zu schützen, zugänglich zu machen und kulturell neu zu nutzen. So konnten bisher Reparaturen am Dach und an den Fußböden des Glockenturmes und die Restaurierung der Turmuhr finanziert werden. Die Stiftung Kirchenburgen möchte diese Initiative unterstützen:  wir beraten in der Denkmalpflege, bringen interessierte Menschen in das abgeschiedene Dorf und machen auf die gefährdete Situation aufmerksam. Ein Kurzgutachten zum Zustand der Kirche wurde bereits erstellt und wir sind zuversichtlich, dass es in Denndorf in nächster Zeit vowärts gehen wird. Zu unserer großen Freude konnten wir Denndorf in ein 2-jähriges Restaurationsprojekt des Amerikanischen Ambassadors Fund for Cultural Preservation (AFCP) integrieren. Der AFCP unterstützt bei der Erhaltung kultureller und historischer Monumente, wie es die Kirchenburgen sind. Die aktive Phase des Projektes beginnt 2017 und wir werden über Entwicklungen hier auf unserer Seite berichten. Dächerprogramm Träger: Leitstelle Kirchenburgen Baukosten: 1.200 EUR Zeitraum: Herbst 2007 Beschreibung: Dach des südlichen Kirchenschiffes gedeckt, Nachstecken von sämtlichen Ziegeln auch am Dach des benachtbarten Glockenturms. Unsere Partner Verein Asociatia Sapte Brazi und Bona Fide International e.V. Ambassadors Fund for Cultural Preservation (AFCP) Schlüssel sind bei: Herrn Uwe Hann ehemaliges Pfarrhaus Tel.: +40/722/551 746 e-mail: office@bona-fide-ev.de
Daia, Romania
5.0 1 review
Nussbach / Maieruș Im 14. und 15. Jahrhundert errichteten die Nußbacher eine gotische Saalkirche mit anschließendem Glockenturm. Im Zuge der Erhöhung des Turmes im Jahre 1475 auf zwölf Meter mauerten sie seine Arkaden zu. Ebenfalls noch im 15. Jh. bauten sie eine sechs bis acht Meter hohe Wehrmauer. Von ihr sind heute nur noch Reste zu erkennen, denn sie wurde gegen Ende des 19. Jhs. weitestgehend zum Zwecke eines Schulbaus abgetragen. 1573 wurde die Kirche durch einen Brand zerstört und nur notdürftig repariert. Zwischen 1791 und 1793 riss man den alten Chor ab und erweiterte den Saal, der eine flache Decke erhielt, nach Osten hin. Letzteren versah man 1900 zusätzlich mit einer Putzdecke mit schlichter Stuckornamentik. Außerdem brachte man während der Instandsetzungsarbeiten 1791 bis 1793, die einem Neubau gleichkamen, an der Nord- und Westwand hölzerne Emporen an. Der Glockenturm wurde ein letztes Mal im Jahr 1842 erhöht. Schlüssel sind bei: Georg Foof Tel.: +40/726/790 910
House Nr. 10, Strada Morii 88, Măieruș 507120, Romania