Kirchenburg Rode
Kirchenburg Rode

Kirchenburg Rode

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Rode / Zagăr

Die einfache Saalkirche in Rode wurde 1783/84 erbaut. Von der kleineren gotischen Vorgängerkirche sind keine Spuren erhalten. Die flache Decke ist mit barocken Stuckornamenten verziert. Umgeben ist die Kirche von einer vier bis fünf Meter hohen, viereckigen Wehrmauer. In drei der vier Ecken steht ein Befestigungsturm. Auf dem Nordwestturm ist die Jahreszahl 1653 zu lesen. Gleichzeitig mit der Kirche wurde im Westen ein Glockenturm von 37 Metern Höhe errichtet. Der Barockaltar aus dem Jahr 1791 ist ein Werk des Tischlermeisters Daniel Petersberger aus Mediasch. Das Mittelbild zeigt die Kreuzigungsszene mit zwei Frauengestalten, darüber die Auferstehung.

Schlüssel sind bei:
Frau Katharina Wagner
Tel.: +40/265/712 517

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Hammersdorf / Guşteriţa Der Kirchenbau zeigt typische Merkmale der romanischen Basiliken in der Umgebung von Hermannstadt (Sibiu). Aus dem 13. Jh. erhalten haben sich ein gedrungenes Langhaus, Kreuzgratgewölbe in den Seitenschiffen, Rundbogenarkaden auf quadratischen Pfeilern zum Mittelschiff und Rundbogenfenster im Obergaden. Auch die Apsidiole des südlichen Seitenschiffes ist bauzeitlich. Im 15. Jh. erfuhr der Chor Veränderungen durch den Einbau von Spitzbogenfenstern sowie eines Rippengewölbes. Gleichzeitig wurde der Chor mit einem Wehrgeschoss befestigt und die Ringmauer wurde errichtet, an deren Ostseite eine kleine, heute profanisierte Kapelle steht. Das Tonnengewölbe mit Stichkappen im Langhaus wurde im 18. Jh. auf die den Arkadenpfeilern vorgelagerten Pilaster gesetzt. Im Innenraum befindet sich ein Gestühl aus dem 18. und 19. Jh. mit Malereien, die 1988 bei Restaurierungsarbeiten freigelegt wurden. Ort und Umgebung Hammersdorf gehört zu den ältesten siebenbürgisch-sächsischen Ansiedlungen im Raum Hermannstadt (Sibiu). Auch wenn der Ort um 1940 nach Hermannstadt eingemeindet wurde, hat sich bis heute eine dörfliche Struktur erhalten, die von der Kirchenburg im Zentrum geprägt wird. Die Nähe zur Stadt hatte einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Geschichte des Ortes. Einerseits beeinträchtigen die häufigen Angriffe auf Hermannstadt das Dorf ganz entscheidend, wie am Beispiel des 17. Jh. gezeigt werden kann: Sowohl 1600 als auch 1602 wurde das Dorf bei Kämpfen niedergebrannt, 1658 belagert und beschädigt, 1661 erneut angegriffen und verwüstet, 1690 und 1698 niedergebrannt sowie 1705 geplündert, ehe dann auch noch die Pest wütete. Die Nähe zu Hermannstadt wirkte sich aber auch positiv auf die lokale Wirtschaft aus: Hammersdorf entwickelte sich zu einem wichtigen Ziegellieferanten für die zahlreichen Bauten der Stadt. Bereits im 15. Jh. wird in Chroniken von Lehmexporten berichtet. In einem Teil der modernen Brennereien, die einige Jahrhunderte später entstanden, wird bis heute produziert. Aktivitäten Innerhalb des Kirchenburgenensembles hat die für Hammersdorf zuständige Kirchengemeinde Hermannstadt ein „grünes Projekt“ ins Leben gerufen. Unter dem Namen „Hammersdorf – Kirche für Umwelt und Bildung“ werden hier verschiede Aktivitäten für Kindergruppen, Schulklassen, Jugendliche und sonstige Interessenten geboten. Ein tolles Team von Freiwilligen und Mitarbeitern versucht somit die leergewordenen Gebäude wieder mit Leben zu füllen. Das ehemalige Schulgebäude wird für Vorträge, Projekte und Workshops mit grünem Inhalt genutzt und im Pfarrgarten wird ökologischer Gartenbau anschaulich dargestellt. Ausgearbeitete Fahrrad- und Wanderwege laden Besucher ein, die wunderschöne Gegend zu erkunden. Weiter Informationen finden Sie unter beim Evangelischen Stadtpfarramt. Seit September 2016 beherbergt das Schulgebäude die „Charlotte-Dietrich-Schule„, eine private Grundschule mit deutscher Unterrichtssprache. Stadtpfarramt Hermannstadt Piaţa Huet nr. 1 550182 SIBIU JUD. SIBIU Tel.: +40 (0) 269 211203 E-mail: hermannstadt@evang.ro Gasthaus: Acknerhäuschen 2-4 Personen Auskunft und Buchung: Küsterin Monika Tibori (deutsch, rumänisch, englisch) Tel.: (0040-727) 852262 Anmeldung von Montag - Freitag, 8:00-15:00 Uhr (rumänischer Zeit) auch bei: Anca Budái (deutsch, rumänisch, englisch) Tel.: (0040-269) 213141 E-mail: gast@evang.ro
Str. Mr. Octavian Niță 36, Sibiu 550270, Romania
Freck / Avrig Im 13. Jahrhundert wurde in Freck eine der Hl. Katharina geweihte romanische dreischiffige Pfeilerbasilika gebaut. Im Erdgeschoß des Glockenturms, welches als Vorhalle dient, ist ein Kreuzgewölbe zu finden. An dem bemerkenswerten Westportal sind Reste von Steinplastiken erhalten, die z.B. an Holzmengen erinnern. Um 1500 werden im Zuge des Umbaus zur Saalkirche die Seitenschiffe abgetragen, der Chorabschluss begradigt und der Glockenturm um eine Etage erhöht. 1765 erhalten Chor und Schiff Barockgewölbe. Von der ursprünglichen Befestigungsanlage sind noch Teile eines ovalen Berings sowie Reste eines Torturms vorhanden. Die Turmuhr ist ein Geschenk des Gubernators Samuel von Brukenthal (1770). Die Kanzel samt Baldachin stammt aus dem 18. Jahrhundert, der spätbarocke Altar aus dem Jahr 1805. Schlüssel sind bei: Herrn Nicolae Alexan Tel.: +40/743/765 412
Avrig 555200, Romania
Felmern / Felmer Von der ursprünglichen im 13.Jh. an einem Hang in den abgelegenen Hügeln östlich von Fogarasch errichteten dreischiffigen Basilika haben sich der Chor mit seiner halbrunden Apsis und das Mittelschiff erhalten. Um 1500 wurde die Kirche für Verteidigungszwecke ertüchtigt, die Seitenschiffe abgebrochen du ein Wehrgeschoss auf Chor und Langhaus aufgesetzt. Die Kirche ist von einer Ringmauer umgeben, die anfangs drei Wehrtürme besaß, von denen zwei erhalten sind. 1795 erhält die Kirche einen Turm an der Westseite, dazu wird die Ringmauer nach Westen verschoben. Das Wehrgeschoss wird um 1800 wieder abgetragen und das Langhaus mit böhmischen Kappen eingewölbt, die auf kräftigen Wandvorlagen ruhen. Auf der Südseite der Ringmauer entstand die heute vollständig zerstörte Schule. Im Inneren sind Teile der klassizistischen Ausstattung wie die Kanzel und der Altar ohne Altarbild erhalten. Die als erstes Werk des Orgelbauers J.Prause bedeutende Orgel von 1780 wurde in die Kirche nach Fogarasch verbracht und ist dort zu besichtigen. Projekte im Dorf Der Verein „Renascendis“, mit Sitz in Felmern, ist im Jahre 2012 als rumänische NGO gegründet worden, welche die Zielsetzung hat das Kulturerbe (materiell und immateriell, beweglich und unbeweglich) in Siebenbürgen zu schützen, zu erhalten, zu restaurieren, zu entdecken, zu vermarkten und neu nutzbar zu machen. Somit soll unterentwickelten ländlichen und städtischen Gemeinschaften in ihrer wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung geholfen werden, sowie Studenten und junge Wissenschaftler in ihrem Bestreben der beruflichen Spezialisierung unterstützt werden. Schlüssel sind bei: Radu Barla und Alina Patru Tel.: +40/268/255 558 E-Mail: contact@renascendis.org Gasthaus: ehemaliges Pfarrhaus Auskunft und Buchung: Radu Bârla Tel.: (0040-721) 320452 oder (0040-268) 255558
Felmer 507217, Romania
Felldorf / Filitelnic Im 13. Jh. wurde eine gotische Hallenkirche mit Spitzbogenfenstern und Glockenturm errichtet. Über die Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach repariert und verändert. Die bedeutendste Veränderung erfuhr das Turmdach 1787. Kirche, Bering und Bastion mit Eingangsportal wurden 1580 sowie 1655 umfassend renoviert. Die letzten großen Sanierungsmaßnahmen fanden 1972 statt. Hierbei wurden die Kirche und der Glockenturm repariert, Bering, Torturm und Nordturm stabilisiert. Bereits 1980 konnte der Gottesdienst wegen der großen Schäden nur noch im Pfarrhaus stattfinden. Seit dieser Zeit verfiel die Kirchenburg mehr und mehr. Zuerst kollabierte das Dach des Chores, später auch das Kirchenschiffdach. Im Jahr 2010 nahm ein Nachfahre von einem ehemaligen Felldorfer (Hr. Georg Fritsch jun.) zusammen mit dem Arcus-Verein (Hr. Lòrànd Kiss und sein Team) die Kirche in ihre Obhut, die seitdem behutsam wiederhergestellt wird. Das Dach konnte 2012 vollendet werden. Ort und Umgebung Wenn man siebenbürgische Pfarrer fragt, wo sich Felldorf befindet, erhält man mitunter Mesopotamien als Antwort. Gemeint ist dabei nicht das Zweistromland im Alten Orient, sondern das Gebiet zwischen Großer und Kleiner Kokel im Herzen Siebenbürgens. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes geht auf das Jahr 1347 zurück. Im ausgehenden Mittelalter kam es zu lang andauernden Konflikten zwischen den ortsansässigen Bauern und Grundherren um Landbesitz und Frondienste. Die Entwicklungen des 20. Jahrhunderts zogen große Einschnitte nach sich: Als im Jahr 1944 die meisten Deutschen aus Nordsiebenbürgen flüchteten, schlossen sich auch viele Felldorfer den Trecks an. Hinzu kamen die Abwanderung im Kommunismus sowie der Exodus der sächsischen Gemeinde nach 1989/90, sodass die Kirchenburg um das Jahr 2000 so gut wie aufgegeben war. Seit 2010 baut der Verein Arcus aus Neumarkt am Mieresch mit Unterstützung des Initiators Georg Fritsch jun. aus Österreich, ein Ausbildungszentrum für Restauratoren in der Kirchenburg auf. In zahlreichen Freiwilligeneinsätzen konnten viele Reparaturen an der Anlage durchgeführt werden. Schlüssel sind bei: Herrn Jakob Elek Tel.: +40/746/177 490
DC62 98, Filitelnic 547104, Romania
3.0 1 review
Wolkendorf / Vulcan Von der romanischen Basilika aus dem 13. Jh. ist in der Kirche von Wolkendorf nur der Triumphbogen erhalten geblieben. Der zwei Jahrhunderte später errichtete spätgotische Chor ist mit einem Steinrippengewölbe überspannt, dessen Rippen auf Kragsteinen mit Gesichtsmasken ruhen. Erst mehr als 50 Jahre, nachdem das Gebäude von den Truppen Gabriel Bathoris zerstört worden war, konnte die Kirche 1665 wieder gebaut werden. Aus dieser Zeit stammen auch das heutige Chorgewölbe und die Kassettendecke im Langhaus. Mehr als ein Jahrhundert später wurde der Glockenturm an der Westseite errichtet, gleichzeitig mit dem Einbau der Holzemporen in der Kirche. Auf dem Taufbecken aus dem Jahre 1741 kann man eine lateinische und eine deutsche Inschrift erkennen, über die in einem Kirchenbuch des 18. Jh. berichtet wird. Der Eingang des vom 14. bis 15. Jh. errichteten Berings war von einem Falltor und einer Pechnase gesichert. Heutzutage versperrt das Rathausgebäude die Sicht auf den Haupteingang. In der Wehranlage können die gut erhaltenen Getreidekammern besichtigt werden. Ort und Umgebung Wolkendorf im Burzenland (Ţara Bârsei) liegt direkt am Fuße des Butschetsch-Gebirges (Munţii Bucegi), das zu den Südkarpaten gehört. Die bewaldeten Ausläufer der Berge reichen bis an den Ortsrand. Sie bilden eine beeindruckende Kulisse für das Dorf und die geschichtsträchtige Umgebung, die ab 1211 durch den Deutschen Ritterorden und angeworbene deutsche Siedler erschlossen wurde. Nur rund 15 km südlich von Wolkendorf erreicht der höchste Gipfel des Butschetsch – der Omu – eine Höhe von über 2.500 m. Bei klarem Wetter ist er sehr gut sichtbar. In Wolkendorf, das abseits der Hauptverkehrswege in ruhiger Umgebung liegt, kann man eine gut erhaltene Kirchenburg besichtigen, die auch den Mittelpunkt eines aktiven Gemeindelebens bildet. Außerdem befindet sich im Ort ein Erholungsheim der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, welches für Entspannung suchende Touristen ebenso offensteht wie für Tagungen und Gruppenreisen. Schlüssel sind im: Pfarramt Wolkendorf erhältlich Tel.: +40/268/256 477 oder bei Pfr. Uwe Seidner Tel.: +40/745/108 974 e-Mail: pfarramt@kg-wolkendorf.ro Gasthaus: kirchliches Erholungsheim Hier sind zurzeit Ukraine-Flüchtlinge untergebracht. Es steht anderen Gästen nicht zur Verfügung. Gästehaus im Pfarrhof 7 Doppel- und Dreibettzimmer Bad, Frühstück Halbpension auf Wunsch Mansarde 4 Zimmer Bad, Konferenz- bzw. Gemeinschaftssaal Auskunft und Buchung: Pfarrer Uwe Seidner Tel.: (0040-745) 108974 E-mail: pfarramt@kg-wolkendorf.ro Internet: www.kg-wolkendorf.ro/gastehaus-wolkendorf
Vulcan 507270, Romania
Werd / Vărd Für den Bau der romanischen Marienkirche in Werd im 13. Jahrhundert verwendete man Bruchsteine. Die Dicke der Mauern zeigt an, dass hier nicht nur ein Gotteshaus, sondern ein Bauwerk errichtet wurde, das in gefährlichen Zeiten den Bewohnern Schutz bieten sollte. Der viergeschossige Glockenturm aus Stein, der die gleiche Breite wie der Kirchensaal hat, wurde ein Jahrhundert später errichtet und Mitte des 19. Jh. um ein weiteres Stockwerk erhöht.  Bereits aus dem 15. Jh. stammt eine rechteckige Ringmauer von sechs bis sieben Metern Höhe, welche mit zwei Türmen im Südwesten und im Osten ausgestattet ist. Im Jahr 1660 konnte sich die kleine Wehrkirche erfolgreich gegen die Truppen von Georg Rákóczy II. verteidigen. 1924 wurde der größte Teil des Mauergürtels abgetragen, doch schon 1877 war ein Teil der Ringmauer eingestürzt. Der Befestigungsturm im Südwesten wurde schließlich 1953/54 abgetragen. Im Inneren der Kirche errichteten die Werder im 18. Jh. an der Nord- und Westwand Emporen, deren holzgetäfelte Brüstungen mit Rokokomotiven bemalt sind. Darüber hinaus überspannte man Saal und Chor mit einem runden Gurtgewölbe. In der Kirche von Werd befand sich einst eine Johannes-Hahn-Orgel aus dem Jahr 1770, die heute in der St. Michaelskirche in Klausenburg steht. Schlüssel sind bei: Herrn Ion Avram Tel.: +40/744/281 746
DJ105D, Vărd 557082, Romania
Weingartskirchen / Vingard Die turmlose Saalkirche im spätgotischen Stil wurde 1461 erbaut, heißt es in einer Inschrift auf dem Westportal, welche Johannes Gereb de Vingard als Kirchenpatronat nennt. Die fünf Schlusssteine im Chor zeigen das ungarische Reichswappen, das Wappentier der Familie Gereb, das Wappenbild der Familie Szilágyi, das Wappentier der Familie Hunyadi sowie einen mit Weinlaub und Reben geschmückten Stein, der sich auf den Namen Weingartskirchen bezieht. Wertvolle Steinmetzarbeiten finden sich auch im Südportal und an der Westfassade. Im 18. Jahrhundert wurde der Innenraum barock umgestaltet. Das barocke Tonnengewölbe enthält Pilaster, die den alten Strebepfeilern entsprechen. Der Barockaltar stammt aus dem Jahr 1715, das Pfarrgestühl von 1461. Schlüssel sind bei: Familie Reindt Tel.: +40/258/766 081
DJ106I, Vingard 517771, Romania
Weilau / Uila Die turmlose Saalkirche in Weilau soll 1778 erbaut worden sein. Sie weist Züge des Spätbarocks auf und verfügt über einen kurzen Chor und einen flach abgeschlossenen Chorabschluss. Über Chor und Langhaus ist eine in Segmentbogen angesetzte Holzdecke gespannt. Der Innenraum ist durch Pilaster in Kapitelle gegliedert. Seitlich des Altars befinden sich Türen, die einen Umgang abschließen. Das Hauptbild, welches die Kreuzigung mit Maria und Johannes zeigt, ist ein Werk des Hermannstädter Malers Carl Dörschlag von 1866. Die Orgel von Samuel Binder wurde 1862 aufgestellt, wobei Gehäuse, Windlade und Pfeifenwerk einer Vorgängerorgel verwendet wurden. Eine Besonderheit ist der Glockenturm, der nicht neben der Kirche steht, sondern unten im Dorf. Schlüssel sind bei: Herrn Andor Barna Tel.: +40/265/714 831 und +40/753/391 669
House Nr. 177, Uila 547088, Romania
4.0 1 review
Weidenbach / Ghimbav In der bereits im 13. Jh. vom Deutschen Orden gegründeten Siedlung entstand im 15. Jh. durch Umbau eines romanischen Vorgängerbaus eine gotische Basilika. Während der Befestigung mit einem Bering und fünf Wehrtürmen wurden wenig später auch ein Zwinger sowie ein später zugeschütteter Wassergraben angelegt und der Kirchturm wurde mit Schießscharten ausgerüstet. Nach Zerstörungen 1658 wurde die Kirche in ihrer alten Form wieder aufgebaut. Das Gewölbe im Schiff entstand allerdings erst 1775. Aus der gotischen Bauphase haben sich neben der Grundrisskomposition der Kirche die Maßwerkfenster und das Kreuzrippengewölbe im Chor mit dem Kappengewölbe der Apsis erhalten. Aus der Wiederaufbauphase stammt der markante Turmhelm in Form eines Pyramidenstumpfes mit Glockengeschoss und spitzem Helm. Die Ausstattung der Kirche wurde im 18. und 19. Jh. geschaffen. Einmalig in Siebenbürgen ist die flächendeckende ornamentale und florale Ausmalung von 1902, mit der der gotische Raum farbenfroh dekoriert ist. Ort und Umgebung Weidenbach liegt einige Kilometer westlich von Kronstadt (Braşov) inmitten des sogenannten Burzenlandes (Ţara Bârsei). Die Region war wegen der Nähe zur natürlichen Grenze des Karpatenbogens zwischen dem 15. und 17. Jh. oft von kriegerischen Auseinandersetzungen betroffen. Wegen der ständigen Bedrohungslage wurde die Weidenbacher Kirchenburg ebenso wie viele Burgen in der Umgebung besonders stark ausgebaut. Neben dem Ausbau ihrer eigenen Burg mussten die Bewohner des Dorfes wiederholt an der Befestigung Kronstadts mitarbeiten. Zwischen 1599 und 1611 wurde Weidenbach zwei Mal von Angreifern niedergebrannt und zwei weitere Male geplündert. 1612 musste die Kirchenburg sogar kampflos übergeben werden. Und im Jahr 1658 belagerten Krimtataren erneut die Burg. Nach Verhandlungen versprach man den über 900 Dorfbewohnern, die in der Burg ausharrten, freien Abzug. Diese Zusage wurde aber nicht eingehalten und die Bewohner nach Verlassen der schützenden Burgmauern entweder getötet oder vor die Tore Kronstadts verschleppt. Von den dort zum Freikauf angeboten Weidenbachern wurden 155 von Bewohnern Kronstadts freigekauft. Schlüssel sind bei: Herrn Mihaly Francisc Tel.: +40/268/258 176 Übernachtungsmöglichkeiten: Gästezimmer im ehemaligen Pfarrhaus Frau Monika Rausch Tel.: +40/268/258 773
Strada Școlii, Ghimbav 507075, Romania