Kirchenburg Rohrbach
Kirchenburg Rohrbach

Kirchenburg Rohrbach

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Rohrbach / Rodbav

Auf einer Anhöhe im Osten von Rohrbach wurde zu Beginn 13. Jahrhundert eine romanische Pfeilerarkadenbasilika erbaut. Durch den Mongolensturm stark zerstört, wurde die Kirche am Ende des 13. Jahrhunderts als romanische Basilika mit Glockenturm wiederaufgebaut. Der Glockenturm ist in die Westfassade integriert und nimmt die gesamte Breite des Mittelschiffs ein. Im 15. Jahrhundert gestaltete man die Basilika zur Wehrkirche um. Dabei trug man die Seitenschiffe ab und errichtete über dem Schiff und dem Chor ein Wehrgeschoss. Das Westportal wurde zugemauert und der Turm erhielt einen Wehrgang. Im Jahr 1676 versah man die Saalkirche mit einem Tonnengewölbe mit Stichkappen. Die Turmvorhalle ist seit 1784 mit dem Kirchenraum verbunden. Bis 1834 konnte Pfarrer Christian Roth die Gemeinde von einem Umbau der Kirche überzeugen. Der Triumphbogen, Chor und das Wehrgeschoss wurden abgetragen und ein neuer polygonal abgeschlossener Chor gebaut. Größere Restaurierungsarbeiten fanden zuletzt zwischen 1965 und 1973 statt. Dabei wurde der Turm mit Eisenbetongürteln konsolidiert, das Turmerdgeschoss mit einem Betonmantel gesichert und das Westportal geöffnet. Durch die Öffnung des Portals sind nun die erhaltenen Gewandungen und das Tympanon des Portals sichtbar. Umgeben ist die Kirche von einer Wehrmauer, die im Osten von einem rechteckigen Wehrgebäude abgeschlossen wird. In der Südostecke steht ein nach innen hin offener Schalenturm.

Schlüssel sind bei:
Herrn Daniel Ongyert
Tel.: +40/746/680 214

Einrichtungen

Mauerwerk Orgel Parkplatz

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Die heutige Großpolder Kirche wurde 1836 nach Abriss der alten romanischen Basilika vollständig neu als Saalkirche errichtet. 1867 wurde der Turm ergänzt. Der Innenraum ist ein schönes Beispiel für eine klassizistische Kirche, in der aus dem Vorgängerbau die 1816 gebaute Orgel und der Altar von 1751 Platz gefunden haben. Von der ehemaligen Kirchenburg haben sich nur wenige Reste erhalten. Bemerkenswert ist die abseits der Hauptstraße gut erhaltene Struktur des sächsischen Dorfes mit Gassen und den charakteristischen Bauernhöfen. Bis heute haben sich hier die typisch siebenbürgischen Bauernhausfronten erhalten. Ort Großpold ist eines der drei Landlerdörfer in Siebenbürgen, in denen im Laufe des 18. Jh. aus dem österreichischen Kernland zwangsverschickte Protestanten angesiedelt wurden. Weil sie ein weitgehend entvölkertes und verwüstetes Dorf vorfanden, in dem sie die Bevölkerungsmehrheit bildeten, konnten sie hier ihre eigene Mundart und ihre Trachten bis in die jüngste Vergangenheit erhalten.Großpold entwickelte sich ab dem 13. Jh. zunächst zu einer der wichtigsten sächsischen Siedlungen im sogenannten Unterwald. In der Mitte des 17. Jh. wurde das Dorf jedoch vollständig niedergebrannt und in den folgenden Jahrzehnten verhinderten Hungersnöte, Pestepidemien und Kriege ein Anwachsen der Bevölkerung. Bereits aus dem Jahr 1689 gibt es einen Bericht des örtlichen Pfarrers über die trostlose Situation der Bevölkerung von Großpold.Die Zuwanderung der Landler in der Mitte des 18. Jh. brachte eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage im Ort mit sich. Schlüssel sind bei: Familie Meitert im Pfarrhaus direkt neben der Kirchenburg erhältlich Tel: +40269534 109 oder +40787515 523 
Apoldu de Sus 557151, Romania
Im frühen 14. Jh. wurde in der Dorfmitte die frühgotische Basilika erbaut. Die Seitenschiffe wurden abgetragen und die Arkaden vermauert, als die Kirche um 1500 wehrbar gemacht wurde. Dazu verstärkte man die beiden Chorjoche, um darüber einen Wehrturm zu errichten. Der polygonale Chorabschluss wurde mit zwei Wehrgeschossen aufgestockt und die Strebepfeiler miteinander verbunden, so dass dahinter Gußscharten entstanden. 1502 ergänzte man die Befestigung mit einem Bering, an dessen Nordwestseite ein Torgebäude mit angrenzender Speckkammer das Ensemble vervollständigt. Der Turm wurde 1827 erhöht und erhielt seinen markanten Turmhelm, gleichzeitig wurden seine Wehranlagen und das Wehrgeschoss des Chores beseitigt. Der charakteristische Westgiebel der Kirche wurde im Zusammenhang mit dem Neubau des Daches 1854 vorgeblendet. Der Innenraum wird dominiert von dem Mitte des 19.Jh. eingezogenen Tonnengewölbe mit Stichkappen. Die Ausstattung stammt überwiegend aus dem 18.Jh. Ort Über Jahrhunderte hat die Musik das Leben in Arbegen begleitet. Verantwortlich dafür waren traditionell die Kantoren, Organisten, Lehrer, Pfarrer und Schüler. Seit dem 16. Jahrhundert fanden sich sogenannte Adjuvanten in Chören und Instrumentalgruppen zusammen. Adjuvant ist vom lateinischen adjuvare abgeleitet, was so viel bedeutet wie helfen. Sie spielten vor allem Streich- und später auch Blasinstrumente und begleiteten so alle wichtigen dörflichen Ereignisse. Was kann schöner sein, als im Winter, umgeben von glitzernden und samtweichen Schneedecken, die Seele mit weihnachtlicher Musik zu beglücken? Die Adjuvanten bliesen auf dem Arbegener Turm zu Weihnachten, in der Silvesternacht sowie bei Hochzeiten, Tanzunterhaltungen und anderen Festen. Besichtigung: Kuratorin: Frau Ingeborg Petru  Tel: +40758268730 und +40269855143. 
Agârbiciu 557026, Romania
Von der weitreichenden Bedeutung Hetzeldorfs im Mittelalter zeugt die in mehreren Bauphasen entstandene gotische Basilika mit Querschiff, Sakristei und Westturm. Die schönen Steinmetzarbeiten an den Pfeilern des Mittelschiffes entstammen der ersten Bauphase um 1380, während das Westportal möglicherweise in der zweiten Phase Anfang des 15. Jh. hinzugefügt wurde. 1499 wurde der Bau mit der dritten Bauphase abgeschlossen, in der die Gewölbe über den Schiffen und dem gleichzeitig erhöhten Chor sowie die oberen Turmgeschosse errichtet wurden. Die Befestigung der Burg, von der sich ein Teil des äußeren Berings mit dem Torturm erhalten hat, stammt aus der zweiten Bauphase Anfang des 15. Jh. Im Kircheninnenraum befinden sich neben den wunderbaren Kapitellen der Pfeiler ein spätgotisches Sedile und das fein gearbeitete Sakristeiportal. Im Chor steht noch ein mit Schnitzereien und Intarsien versehenes Gestühl von 1516, möglicherweise aus der Werkstatt des Tischlers Johannes Reychmut aus Schäßburg (Sighişoara). Ort In Hetzeldorf geht Johannes Klatt, genannt Hansi, war vielen Jahrzehnten Burghüter der Kirchenburg Hetzeldorf und läutete in dieser Zeit dreimal am Tag die Glocken. Das ist besonders anstrengend, wenn im Dorf jemand verstorben ist. Dann muss eine volle Stunde geläutet werden und Hansi wird von den Stricken der Glocken im Turm auf- und abgezogen. Auch wenn ein Unwetter droht, eilt er in den Turm und läutet, bis die Gewitterwolken vorübergezogen sind. So konnte Hansi bislang alle Gefahren von dem Dorf fernhalten.Nach dem Läuten steigt Hetzeldorfs Glöckner manchmal die hölzernen Stufen zum Turm hinauf.   Von der Spitze des Turms aus, vorbei an den gotischen Fenstern, die zugemauert wurden, als Hetzeldorf noch von Feinden, den „Rennern“ und „Brennern“ bedroht war, kann man die rötlichen Ziegeldächer sehen, die den Wellen der Straße folgen, die das Dorf gen Norden verlässt und zwischen Weinbergen verschwindet. Schlüssel sind bei: Frau Susani Schöffend Tel.: +40754867913 
Biserica Fortificata Atel
Almen / Alma Vii In der ersten Hälfte des 14. Jh. wurde an der Stelle der heutigen Kirchenburg zunächst eine kleine Saalkirche errichtet. Um den immer häufiger werdenden Angriffen auf Almen standhalten zu können, wurde diese im 16. Jh. wehrhaft umgebaut. Dadurch erhielt der Chor zwei Geschosse, die mit Guß- und Schießscharten ausgestattet sind. Ebenfalls im 16. Jh. wurde der polygonale Bering errichtet, der mit Türmen in den jeweiligen Himmelsrichtungen verstärkt ist. Das erste Geschoss des Glockenturms ist bewohnbar und mit einem Rauchabzug versehen. Das zweite Geschoss hat in jeder Ecke kleine Erker, in die jeweils drei Schießscharten eingelassen sind. Es handelt sich hierbei um ein Baudetail, das so auch in Thüringen, Deutschland, zu finden ist. Sehenswert ist darüber hinaus der Torturm, eine massive Konstruktion mit einem Wehrgang auf fünf Geschossen, von denen drei mit Verteidigungseinrichtungen ausgestattet sind. Ort und Umgebung Herkunft und Bedeutung des Ortsnamens können nicht genau nachvollzogen werden. Es wird jedoch angenommen, dass er entweder auf das althochdeutsche Wort „almo” zurückgeht, was Ulme bedeutet, oder aus dem ungarischen Wort für Apfel abgeleitet wurde. Für Letzteres spricht die Nutzung der Wiesen in und um Almen: Da die Früchte hier besonders prachtvoll gedeihen, betreiben die Bewohner des Dorfes schon seit frühester Zeit Obstanbau.Auf einem Bergrücken inmitten von Obstbäumen liegt die mächtige Kirchenburg mit ihrer gut erhaltenen Flusssteinmauer und den vier Wehrtürmen. Die Burg konnte nie erobert werden. Der Legende nach ist dies auch der tapferen Burghüterin Alma zu verdanken, die einst als erste Dorfbewohnerin eine wütend herbeistürmende Tatarenhorde gesehen haben soll. Um die einfallenden Tataren abzulenken, kleidete sie sich in schmutzigen Fetzen, schmierte sich Marmelade und Kohle ins Gesicht und führte hexenhafte Tänze auf. Die Dorfbewohner hatten nun ausreichend Zeit zur Flucht. Projekte im Ort Die mächtige Kirchenburg thront über dem von Landwirtschaft, Viehzucht und traditionellem Handwerk geprägten Dorf. Seit 2009 ist der Mihai Eminescu Trust (MET) in Almen tätig und hat bereits verschiedene Projekte zur Restaurierung der Kirchenburg und zur allgemeinen Dorfentwicklung durchführen können. Gemeinsam mit internationalen Partnern wird derzeit ein „Zentrum für Interpretation der traditionellen Kultur Almen“ entwickelt. Weitere Informationen finden Sie unter www.almavii.ro oder www.mihaieminescutrust.ro Gasthaus: Gästehaus Nr. 103 1 kleines Appartement (DZ, Bad), 1 großes Appartement (2 DZ, 2 Bäder), Küche, Hof mit Terasse In der Alten Schule 2 Vier-Bett-Zimmer (Jugendherbergsstil) Auskunft und Buchung: Mihai Eminescu Trust Tel.: (0040-724) 000350 E-mail: booking@experiencetransylvania.ro Internet: www.experiencetransylvania.ro
Großau / Cristian In der einst zweitgrößten Gemeinde des Gerichtsbezirks (Stuhl) von Hermannstadt (Sibiu) entstand aus der romanischen Kirche durch Neubau eines polygonalen Chores mit zwei Seitenkapellen im 14. Jh. sowie Umbau des Mittelschiffes im 15. Jh. eine lichte Hallenkirche. Der 1480 beauftragte bedeutende Baumeister Andreas Lapicida ließ die Seitenschiffe erhöhen und die Arkaden zum Mittelschiff durch Pfeiler ersetzen. Über dem Mittelschiff entfaltet sich ein spätgotisches Netzgewölbe. Der romanische Westturm wurde im Zuge der Befestigung mit einem Wehrgeschoss erhöht, das später durch das heutige Turmdach ersetzt wurde. Der doppelte Bering schließt einen schmalen Zwinger ein, der um 1550 auf der Nordseite durch einen weiteren Vorhof erweitert wurde. Die überwiegend aus dem 18. Jh. stammende Innenausstattung findet ihren Höhepunkt in dem üppig verzierten Barockaltar von 1729. Großau gehört zu den drei Dörfern, die ab 1756, nach der Entvölkerung durch Pestepidemien, von Wien aus mit Protestanten – den Landlern – zwangsbesiedelt wurden. Ort Großau entstand in der Mitte des 12. Jh. und ist damit nicht nur eine der ersten sächsischen Ortschaften Siebenbürgens, sondern auch rund 100 Jahre älter als Berlin oder München. Die Siedlung entwickelte sich vor den Toren Hermannstadts schnell zu einer der größten Gemeinden der Region. Aus der Mitte des 17. Jh. wird von einem einschneidenden Ereignis berichtet: Ein großes Türkenheer, das von Hermannstadt nach Weißenburg (Alba Iulia) zog, konnte von einem Adligen dazu bewegt werden, kampflos an der Kirchenburg von Großau vorbeizuziehen. Nachdem jedoch ein betrunkener Großauer auf die Truppen schoss, erstürmten diese die Kirchenburg. Dabei gelang es den Angreifern nicht, den Kirchturm, in dem sich die Dorfbewohner verschanzt hatten, einzunehmen. Deshalb entzündeten sie Holz und Stroh an dessen Fuß und erstickten so die Verteidiger. Danach wurde die ganze Gemeinde niedergebrannt. In der heutigen Zeit werden die Kirchenburg und das umgebende Dorf alljährlich aus der Luft eingenommen: Etliche Storchenpaare bauen hier ihre Nester und ziehen jedes Jahr rund 80 Jungstörche auf. Tourismus Das Pfarrhaus innerhalb der Kirchenburganlage bietet Übernachtungsmöglichkeiten in einzigartigem Ambiente an. Anmeldungen können über Maria Mărășescu, tel: +40/751/146 061 oder das Pfarramt Neppendorf  +40/269/228 865, gemeindebuero@kirche.neppendorf.de erfolgen. Schlüssel sind bei: Maria Mărășescu Tel.: +40/751/146 061 Gasthaus: in der Kirchenburg und im Pfarrhaus 7 Zimmer mit 27 Betten Küche, Bad, Parkplatz im Hof auch für Wohnmobile Pfarrscheune für Hochzeiten, Familien- und Klassentreffen geeignet (bis zu 250 Personen) Auskunft und Buchung: Maria Marasescu Tel.: (0040-269) 579350 oder (0040-751) 146061 Pfarramt Neppendorf Tel.: (0040-269) 228865 E-mail: gemeindeneppendorf@gmail.com Pension Kaspar Adresse: XI Gasse, Nr. 20 4 EZ, 7 DZ, 2 Appartements mit je 2 Zimmern Bad, Frühstücksraum, Parkplatz im Hof Auskunft und Buchung: Kaspar Tel.: (0049-7131) 380239
Anstelle des im 14. Jh. errichteten Vorgängerbaus wurde in Wurmloch im 15. Jh. eine neue Kirche gebaut. Um das Jahr 1500 wurde diese wehrhaft umgebaut und erhielt ihr heutiges Aussehen. Der Chor wurde zum Turm erweitert und mit drei Wehrgeschossen aus Backstein und 1,50 Meter dicken Mauern versehen. Das vierte auskragende Geschoss des Chores ruht auf Segmentbögen zwischen den Strebepfeilern. Es ist mit einer Fachwerkbrüstung und einem offenen Wehrgang ausgestattet. Über das Schiff wurde ein Wehrgeschoss gebaut und Nord- sowie Südeingang wurden mit Wehrsystemen ausgestattet. Der Glockenturm wirkt dank seiner zahlreichen und mannigfaltigen Wehrsysteme sehr beeindruckend. Um die Anlage entstand ein Bering mit Wehrgang auf Ziegelbögen. Hinzu kommen zwei Basteien und ein Turm sowie ein Torturm mit Fallgatter. Im Innenraum ist das Gestühl von 1528 erhalten geblieben, das in der Überganszeit zwischen Gotik und Renaissance gebaut wurde. Die 1779 entstandenen Altarbilder sind das Werk Stephan Folbarths aus Schäßburg (Sighişoara). Ort Der Ortsname „Wurmloch“ kommt aus dem Mittelhochdeutschen und setzt sich zusammen aus den Wörtern „Urm“ (Schlange) und „Loh“ (Wald). Folglich kann der Ortsname als „Schlangenwald“ gedeutet werden. Warum das Dorf diesen eigentümlichen Namen trägt, bleibt ein Geheimnis. Gewiss ist aber, dass Wurmloch sich mit einer der prachtvollsten und den Ausmaßen nach mächtigsten Kirchenburgen rühmen kann.  Aufgrund des hohen architektonischen Wertes und der nahezu vollständig erhalten gebliebenen Wehranlage wurde das Bauwerk 1999 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Beim Anblick der Anlage kann man als Besucher darüber ins Staunen geraten, wie die Bewohner Wurmlochs einst imstande waren, diese zu errichten. Der Kunsthistoriker George Oprescu bewunderte die Freiheitsliebe und das Kunstgefühl der Menschen, die dieses Monument in Siebenbürgen errichtet haben: „Es waren keine Könige, Adlige oder Experten, die die Kirchenburgen errichteten und gestalteten, sondern einfache Dorfbewohner, die durch dieses Bauwerk ihr Überleben in einer düsteren Ära sicherten.“ Besichtigung: Schlüssel sind bei Herrn Michael Weber Tel: +40/745/519 173 Gasthaus: Pfarrhaus 4 DZ, 1 Küche, 2 Bäder Garten mit Platz für Feste Auskunft und Buchung: Ladislau Ciocan Tel.: (0040-749) 680770 E-mail: ladislau.ciocan@turistintransilvania.com
Valea Viilor 557290, Romania
5.0 1 review
Deutsch-Weißkirch / Viscri Die Kirchenburg von Deutsch-Weißkirch hat als eindrucksvolles Beispiel der siebenbürgischen Wehrarchitektur die Zeiten überdauert. Die Kirche wurde auf den Grundmauern der romanischen Kirche einer Szekler-Siedlung errichtet. Um 1500 wurde die Kirche zur Wehrkirche umgebaut. Dabei wurde der Kirchensaal an den bis dahin frei stehenden Wohnturm einer vermutlich schon früh ausgestorbenen oder abgewanderten Gräfenfamilie angeschlossen. Der Turm wurde um ein Wehrgeschoss erhöht und im Dach erhielt er ein zusätzliches sechstes Geschoss für Bogenschützen. Auch die Kirche verfügte über ein Wehrgeschoss, das allerdings 1743 wieder abgetragen wurde. Die 7 Meter hohe Ringmauer aus dem frühen 16. Jh. wurde im Laufe des 17. Jh. mit bis heute erhaltenen Kampfhäusern, Wehrtürmen und Wehrgängen aufgerüstet. In friedlicheren Zeiten, Mitte des 18. Jh., wurde der Wehrgang abgebrochen und an dessen Stelle ein überdachter Gaden für die Kornkästen der Dorfbewohner errichtet. Der Innenraum der Kirche zeigt sich heute in einer schlichten Ausstattung mit einer Kassettendecke von 1743. Ort In Deutsch-Weißkirch erhält man durch das besonders gut und nahezu vollständig erhaltene Ensemble regionaltypischer ländlicher Architektur ein sehr authentisches Bild siebenbürgischer Dörfer zu Beginn des 19. Jh. Aufgrund des großen kulturhistorischen Wertes wurden der Dorfkern und die Kirchenburg im Jahr 1999 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Dorfprojekte Nach dem Exodus der Siebenbürger Sachsen Anfang der 1990er Jahre wurde es schwierig, das Ensemble zu erhalten. Hilfe kam durch eine englische Stiftung, den Mihai-Eminescu-Trust (MET). Um das Jahr 2000 begann der MET gemeinsam mit angestammten und zugezogenen Dorfbewohnern, Ideen und Konzepte zum Erhalt des traditionellen Ortsbildes zu entwickeln. Darauf aufbauend ist es gelungen, in den letzten Jahren zahlreiche Bauernhäuser mit traditionellen Techniken instand zu setzen und dem Dorf durch sanften Kulturtourismus neue wirtschaftliche Perspektiven zu geben. Die von Prinz Charles gegründete Stiftung „The Prince of Wales’s Foundation Romania“ hat seit 2016 ein fertigrestauriertes Haus am Dorfanger als Schulungszentrum für das Erlernen traditioneller Handwerke eröffnet. Schlüssel sind bei: Frau Gerhild Gross Tel.: +40/742/069 477 Gasthaus: Haus Nr. 63 2 Doppelzimmer Badezimmer, Terrasse, Küche Haus Nr. 129 1 Doppelzimmer, 1 Einzelzimmer Haus Nr. 18 2 Doppelzimmer, 1 Einzelzimmer Bad, Küche, Aufenthaltsraum Auskunft und Buchung: Mihai Eminescu Trust Tel.: (0040-724) 000350 E-mail: booking@experiencetransylvania.ro Internet: www.experiencetransylvania.ro
Bisericii Nr. 47 Com. Bunești, Viscri 507039, Rumänien
Der ehemalige Marktflecken Keisd ist seit dem Jahr 1999 UNESCO Weltkulturerbe. Besonders bemerkenswert in Keisd ist neben der im gotischen Stil erbauten Kirche im Ortszentrum eine nahegelegene Fluchtburg. Sie entstand im 14. Jh. auf einem Hügel und diente den Bewohnern von acht benachbarten Dörfern als Schutzraum. Ihre ursprünglich etwa zehn Meter hohe Ringmauer, die mit sechs Wehrtürmen verstärkt worden war, umschließt einen weitläufigen Burghof, in dem man Reste einer Kapelle sowie eines ehemals 60 Meter tiefen Brunnens findet. Dieser sicherte im Verteidigungsfall die Wasserversorgung. Im Volksmund heißt es, dass die Burg ursprünglich einer Jungfrau namens Gantenmanai gehört haben soll, die, weil sie kinderlos blieb, das Bauwerk den Bewohnern von Keisd hinterlassen hat. Von einem weiteren nahegelegenen Hügel – dem sogenannten „Hüllenberg“ – erzählt man sich, dass in ihm große Schätze und die Rüstungen eines gesamten Türkenheeres verborgen liegen. Ort Die spätgotische Saalkirche wurde von 1493 bis 1525 anstelle einer romanischen Basilika errichtet. Sie wurde mit einem auf hohen Strebepfeilern ruhenden Wehrgeschoss versehen, das sich über das Schiff und den nur wenig schmaleren Chor zieht. Das Netzgewölbe des Schiffes wurde 1878 rekonstruiert. Die Ausstattung in der Kirche stammt überwiegend aus dem Barock, nur im Chor findet sich ein gotisches Gestühl mit reichen Schnitzereien. Auf den Außenwänden haben sich Fragmente von Schriftzügen erhalten. Von den Befestigungsanlagen, die die Kirche umgaben, steht heute nur noch der Nordturm. 1677 erhielt er seinen markanten Turmhelm, der dem Helm des Stundturms in Schäßburg (Sighişoara) nachgebildet ist. Besichtigung: Schlüssel sind bei Frau Katharina Ziegler Tel.: +40/744/179 039 und bei Kurator Johann Schaaser Tel.: +40/740/325 796
DN13, Saschiz 547510, Rumänien
Im 14.Jh. wurde die dreischiffige Basilika mit Westturm und polygonalem Chor errichtet und diente bis zur Reformation als Marien-Wallfahrtskirche. Von den Befestigungen der Kirche des 15. und 16. Jh. haben sich nur das Kampfgeschoss auf dem Turm und Reste des Berings erhalten, die Wehrgeschosse über dem Schiff und dem Chor wurden nach einem Brand im 19.Jh. zurückgebaut. Die Kirche zeigt sich heute für die Gegend untypisch steinsichtig, ein Ergebnis der Restaurierung von 1913 in der Tradition des 19.Jh. Neben dem bedeutendem Freskenzyklus weist die Kirche auch zahlreiche hervorragende Steinmetzarbeiten auf, so die Maßwerkfenster, das Westportal und bauplastische Details im Innenraum. Zu der Ausstattung zählen einer der ältesten gotischen Flügelaltäre mit der Mutter Gottes als zentralem Motiv und ein spätgotisches Gestühl mit Schnitzereien aus der Werkstatt von Johann Reychmut. Ort Nicht nur die Kirchenburg von Malmkrog ist einzigartig, sondern auch das Dorf hat eine für Siebenbürgen ungewöhnliche Geschichte. Doch der Reihe nach: In der Kirche findet man die größten zusammenhängenden Wandmalereien Siebenbürgens. Sie entstanden im 14. Jahrhundert und wurden hier im Gegensatz zu den meisten anderen Orten nicht im Zuge der Reformation zerstört, sondern sind bis heute erhalten geblieben. Die beeindruckenden Bilder stellen als sogenannte Armenbibel die Heilsgeschichte dar. Anders als die meisten anderen sächsischen Dörfer gehörte Malmkrog nicht zum sogenannten freien Königsboden, sondern die Bewohner waren direkte Leibeigene der ungarischen Adelsfamilien Apafi und Bethlen. Erst im 19. Jahrhundert wurde hier die Leibeigenschaft abgeschafft. Heute kann man in Malmkrog zwischen sächsischen Gehöften und bewaldeten Hügeln die ländliche Idylle genießen. Selbst Prinz Charles besucht den Ort regelmäßig, um hier Entspannung zu finden. Besichtigung: Gewöhnlich kann die Kirche zwischen 10 und 18 Uhr besichtigt werden. Den Schlüssel hat Familie Linzing Haus Nr 307 Telefon +40/269/448 696 oder +40/775/142 285 Gasthaus: Gästehäuser der Mihai Eminescu Stiftung Haus Nr. 276 9 Personen Haus Nr. 280 6 Personen Haus Nr. 297 6 Personen Haus Nr. 335 5 Personen Haus Nr. 102 4 Personen Apafi-Gutshaus "Kastell" 9 Personen Auskunft und Buchung: bei der Stiftung Tel.: (0040-724) 000350 E-mail: booking@experiencetransylvania.ro Internet: www.experiencetransylvania.ro Infos über andere Quartiere bei Pfarrerin Angelika Beer Adresse: Ev. Pfarramt, 557117 Mălâncrav, Nr. 86 Tel.: (0040-269) 448641 oder (0040-733) 081228 E-mail: malmkrog@evang.ro
Malmkrog 557117, Rumänien