Kirchenburg Schweischer
Kirchenburg Schweischer

Kirchenburg Schweischer

About

Die im 15. Jh. errichtete Saalkirche wurde zu Beginn des 16. Jh. wehrhaft umgebaut sowie mit einem ovalen Bering mit fünf Wehrtürmen und später auch mit einem Zwinger ausgestattet. Zu derselben Zeit entstanden zwei Wehrgeschosse auf dem Chor, die jedoch im 19. Jh. abgetragen und durch ein Walmdach ersetzt wurden. Den mittelalterlichen Torturm ersetzte man 1862 durch den mit einem barocken Turmhelm überdeckten Glockenturm. Im Innenraum befinden sich die von Samuel Maetz 1825 gebaute Orgel sowie ein Gestühl, das Sakramentshaus und das Taufbecken aus dem 16. Jh. Der besonders wertvolle spätgotische Altar aus dem 16. Jh. wurde 1998 gestohlen, später wieder aufgefunden und zur Sicherheit in die Johanniskirche nach Hermannstadt (Sibiu) gebracht. Im 19. Jh. war die mit bäuerlicher Blumendekoration verzierte Empore aus dem 17. Jh. nicht mehr ausreichend für die stark anwachsende Gemeinde. Folglich legte man darüber einen Glater an, der sich bis zum Chor zieht und dort noch durch eine untere Etage ergänzt wurde.

Ort
Glockengeläut unter der Erde, eine schwebende Feuerschlange im Nachthimmel, ein weißes Fohlen gleitet durch die nächtlichen Dorfstraßen und auf den finsteren Feldern das Stampfen einer unsichtbaren Viehherde: All dieses und noch vieles mehr soll in Schweischer gesehen und gehört worden sein. Besonders fesselnd ist die Geschichte des Kaufladens im Berg. Gesehen wurde er der Erzählung nach von einem Bauern aus Schweischer, der gerade sein Feld bearbeitete, als sich ein Berg plötzlich öffnete. In der Dunkelheit des Ladens fand er auf den Regalen unbeschreibliche Schätze, von denen er mitnahm, was er nur tragen konnte. Als der Berg sich schloss, waren seine Ochsen und sein Pflug verschwunden. Zu Hause angekommen staunte der Mann darüber, Fremde an seinem Tisch zu sehen. Er erfuhr von ihnen, dass einst ein Mann an der Stelle des Ladens gewohnt habe, der vor einhundert Jahren spurlos verschwunden war. Dessen Name soll auch der Name des Bauern aus Schweischer gewesen sein.

Dem heutigen Reisenden öffnet sich dieser Berg wahrscheinlich nicht, jedoch wird er in Schweischer auch eine andere Welt betreten: eine Welt voller Mythen und Legenden.

Besichtigung:
Schlüssel sind bei Frau Ortrun Morgen
Tel.: +40/268/260 136 und
+40/753/922 466
Haus Nr. 75

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Michelsdorf an der Kokel / Veseuș Die 1504 erbaute Saalkirche steht im Westen des Dorfes auf einem Abhang. An der Süd- und Westseite des flach gedeckten Kirchensaals sind Emporen eingebaut. Die barocken Umbauten wurden 1794 vorgenommen. Den Glocken- und Torturm, der neben der Kirche steht, hat man 1825 gebaut und 1886 renoviert. An der Nordwand des Chores ist eine spätgotische Sakramentsnische vorhanden, die in den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts entstanden ist. Die Orgel von Johannes Hahn aus Hermannstadt wurde 1748 in der Kirche aufgestellt. 1939 überführte man sie zurück nach Hermannstadt, wo sie heute in der Stadtpfarrkirche steht. Eine Glocke aus dem Jahr 1557 trägt die Inschrift „Da pacem domine diebus nostris“ – „Gib Frieden, Herr, in unseren Tagen!“
Veseuș 517389, Romania
5.0 1 review
Mediasch / Mediaş Als Besonderheit unter den siebenbürgischen Stadtpfarrkirchen hat sich in Mediasch nicht nur die der heiligen Margarethe gewidmeten Kirche selbst, sondern die gesamte Burganlage als Einheit erhalten. Die heutige Form der Kirche geht auf zwei Vorgängerbauten zurück und ist durch zahlreiche Umbauten, die um 1482 ihren Abschluss fanden, geprägt. Nur der Westturm wurde erst Mitte des 16. Jh. zu seiner jetzigen Höhe aufgestockt. Der Innenraum ist mit seinem asymmetrischen Querschnitt eine Kombination aus Basilika und Hallenkirche. Durch Erhalt des niedrigen nördlichen Seitenschiffes sind an der Mittelschiffwand darüber noch bedeutende mittelalterliche Wandmalereien zu finden. Der Flügelaltar von 1485 ist ein vorreformatorisches Meisterwerk. In der Kirche wurden zusätzlich einige bedeutende Altäre aus aufgegebenen oder gefährdeten Kirchen aufgestellt. Um den Kirchenbau drängt sich innerhalb der mit noch fünf Türmen befestigten Ringmauer das Ensemble aus altem Rathaus, Schule und Pfarrhaus. Im südlichen Turm hat sich eine Marienkapelle mit vollständiger vorreformatorischer Ausmalung erhalten. Der Burghof ist ein Abbild der jahrhundertelangen Entwicklung siebenbürgisch-städtischen Lebens mit seinen Elementen Kirche und Verteidigung sowie Schule und Verwaltung. Verwaltung, Kirche, Schule und Pfarrhaus dienen bis heute in der ursprünglichen Funktion. Ort und Umgebung Mediasch, das bereits 1359 zur Stadt ernannt wurde, zieht unter dem Motto „Geheimnisse aus der Burg des Lichts“ mehr und mehr Besucher an. Geheimnisvoll sind in dieser mittelalterlichen Stadt tatsächlich nicht nur das sagenumwobene unterirdische Labyrinth sowie die Sonnen- und Freimaurersymbole, sondern es gibt viel mehr zu entdecken. Die Außenmauern des innerstädtischen Kastells, das als stärkste erhaltene sächsische Stadtkirchenburg gilt, umschließen neben der Margarethenkirche das alte Rathaus und die ehemaligen Schulen, aber auch das Geburtshaus des Humanisten Stephan Ludwig Roth (1796-1849). Die Anlage ist mit fünf Wehrtürmen ausgestattet. Der Trompeterturm direkt an der Kirche ist mit seinen acht Stockwerken nicht nur höchstes Gebäude der Stadt und damit Wahrzeichen von Mediasch, sondern auch berühmt für seine Schieflage. Der fast 70 Meter hohe Turm trägt einen spitzen Turmhelm und vier markante Ecktürmchen, die Zeichen des Hochgerichtsbarkeitsrechts von Mediasch sind. Schlüssel sind beim: Evangelischen Stadtpfarramt Mediasch erhältlich Piața Castelului Nr.2, direkt neben der Kirche, Tel.: +40/269/841 962 E-mail: kastellmediasch@yahoo.de Die Öffnungszeiten sind nur im Sommer gültig. Im Winter kann ein Besuch nur auf Anfrage angeboten werden. Übernachtungsmöglichkeiten: Gästezimmer im Gemeindehaus der Evangelischen Kirche Mediasch: 27 Betten in 9 Zimmern, Anmeldungen beim Stadtpfarramt Mediasch Tel.: +40/269/841 962 oder Tel.: +40/735/169 484 E-mail: kastellmediasch@yahoo.de Gästezimmer im Kirchenkastell: 9 Betten in 3 Zimmern Anmeldungen beim Stadtpfarramt Mediasch Tel.: +40/269/841 962 oder Tel.: +40/735/169 484 E-Mail: kastellmediasch@yahoo.de Gasthaus: Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde 4 DZ und drei 3Z, jeweils mit Bad Mansarde 2 größere Zimmer mit Bad 27 Betten der große Saal samt Küche können reserviert werden Auskunft und Buchung: im Pfarramt Tel.: (0040-269) 841962 E-Mail: kastellmediasch@yahoo.de Internet: www.evkm.ro Im Schullerhaus 14 Personen in EZ, DZ und 3Z mit Bad Frühstücksraum, Terrasse, Fernseher, Internetanschluss, Parkplätze im Innenhof Auskunft und Buchung: Luca Andra Tel.: (0040-269) 831347 E-mail: fdrmedias@gmail.com Ferdinand Haus Adresse: Großer Marktplatz, Haus Nr. 16 bis zu 24 Personen 4 Apartments mit Küche und 6 Zimmern, Bad, Restaurant Auskunft und Buchung: online E-mail: contact@turistintransilvania.com Tel.: (0040-749) 680770
Piaţa Castelului 1, Mediaș, Romania
Martinsberg / Șomartin Im 13. Jahrhundert wurde auf einer Anhöhe, in der Mitte von Martinsberg, eine dreischiffige Basilika mit Westturm erbaut. 1520 erhielt die Gemeinde eine Unterstützung aus der Kassa der Hermannstädter Provinz, um die Kirche zu befestigen. Im Zuge der Befestigung der Kirche baute man über dem Chor ein Wehrgeschoss. Der besterhaltene Teil der romanischen Kirche ist die Westfront mit Westportal und Turm. Im 18. Jahrhundert wurde der basilikale Querschnitt durch das Aufstocken der Seitenschiffe und die Errichtung von gemauerten Emporen verändert. Im Süden des Turms steht seit 1795 eine Vorhalle. Einst umgab die Martinsberger Kirche eine rechteckige Wehrmauer; darüber hinaus ist auf einer Zeichnung von Martin Schlichting aus der Zeit um 1858 nördlich des Glockenturms ein kleinerer Wehrturm zu erkennen. 1987 führte man an Glockenturm und Glockenstuhl Konsolidierungsarbeiten durch. Aufgrund unsachgemäßen Aufhängens der Glocken sowie infolge von Ermüdungserscheinungen an Mauerwerk und Holz geriet der Turm in Schwingungen. Durch Einfügen von Eisenbetonbalken und Konsolidierung der Holzkonstruktion konnte der Schaden behoben werden. Der Barockaltar hat als Mittelbild eine Abendmahlszene des Hermannstädter Malers Johann Martin Stock und ist mit 1730 datiert. Schlüssel sind bei: Herrn Johann Lazar Tel.: +40/766/724 896 Gasthaus: Pfarrhaus Nr. 8 2 DZ mit Frühstück vom 01.08. bis 15.09. Garten-Dusche, Brunnenwasser, Plumpsklo Campen möglich Auskunft und Buchung: Günter Czernetzky Tel.:  (0049-179) 1176456 oder (0040-755) 580020 E-mail: g.czernetzky@gmail.com
House Nr. 136, Șomartin 557067, Romania
Marktschelken / Şeica Mare Die Kirche von Marktschelken entstand Ende des 13. Jh. als zunächst unbefestigte dreischiffige Basilika mit Apsis. Ab dem 15. Jh. wurde sie von einer Ringmauer und Wehrtürmen geschützt. Zur Befestigung der Kirche selbst erfolgte der Abbruch des nördlichen Seitenschiffes. Die hölzerne Flachdecke über dem Mittelschiff wurde durch ein Tonnengewölbe mit Rippennetz ersetzt. Anstelle der Apsis entstand Mitte des 16. Jh. ein Chor mit polygonalem Abschluss, der mit zwei Wehrgeschossen ausgestattet wurde. An deren Außenseite sind Reste dekorativer Malereien zu erkennen. Die Kirche wurde 1800 um etwa ein Drittel nach Westen verlängert. 1806 wurde an diese Verlängerung der Glockenturm angefügt. Zu Beginn des 20. Jh. begann der Abriss der Befestigungsanlagen, an deren Stelle die Schule errichtet wurde. Im Innenraum der Kirche hat sich neben dem Tonnengewölbe des Mittelschiffs das ursprüngliche, gotische Kreuzgratgewölbe im Seitenschiff erhalten. Sehenswert sind auch die barocke Kanzel und der 1776 entstandene Altar. Ort und Umgebung Wie schon der Name andeutet, war die Gemeinde Marktschelken ab dem 16. Jh. ein bekannter Marktflecken Siebenbürgens. 1525 verlieh der ungarische König dem damaligen „Schelken” das Recht, den Dezemberjahrmarkt abzuhalten, was ein besonderes Privileg darstellte. Der Ort stand dadurch unter Marktfrieden und dem Schutz des Marktherrn, dem König. Die Jahrmärkte waren bedeutende Ereignisse des Dorflebens: Aus der ganzen Umgebung sammelten sich Händler, Käufer, Interessierte und Bewunderer. Auf den reich gefüllten Ständen stapelten sich verzierte Keramik, Schmuckstücke, Ringe, Kette, Perlen und bunt-glänzende Stoffe ebenso wie allerlei andere nützliche Dinge für das tägliche Leben. Neben dem Marktrecht hatte die Gemeinde auch das Recht, über Leben und Tod der Bewohner zu urteilen. Dazu wurde ein Pranger am Marktplatz errichtet, ein vierseitiges, sechs Meter hohes Türmchen mit vier Nischen, in dem den Verbrechern ein Eisenring um den Hals gelegt wurde. Obwohl der Pranger später abgerissen wurde, wird er in der Geschichte Marktschelkens ewig als majestätisches Symbol dafür stehen, dass der Ort einst zur freien königlichen Marktgemeinde erhoben worden war. Schlüssel sind bei: Herrn Helmuth Diesing Tel.: +40/762/974 365
House Nr. 332, DN14, Șeica Mare 557245, Romania
Marienburg / Hetiur In der kleinen, vor langer Zeit von Leibeigenen bewohnten Ortschaft Marienburg wurde im 15. Jh. eine Saalkirche mit polygonal abschließendem Chor errichtet. Das heutige spätgotische Gebäude wurde im 18. Jh. mit einem Westturm mit Wehrplattform und Spitzdach ausgestattet. Wie die Strebepfeiler, die die Kirchenmauern stützen, beweisen, war der Innenraum ursprünglich mit Gewölben überspannt, die später durch eine Flachdecke ersetzt wurden. Von der Wehrmauer haben sich keine Überreste erhalten. Im Inneren befinden sich zwei wertvolle Werke, die von zwei bekannten Einwohnern Schäßburgs (Sighişoara) gebaut wurden: der Barockaltar von 1789, eine Arbeit von Johannes Folberth, und die 1850 von Samuel Binder erstellte Orgel mit spätbarockem Prospekt. Ort und Umgebung In der Nähe von Schäßburg (Sighişoara) gelegen, können in der Marienburger Kirche, die sich auf einem Bergrücken befindet, einige historisch besonders wertvolle Objekte besichtigt werden. Die dicken Mauern schützen unter anderem einen hochwertigen Barockaltar aus dem Jahre 1789. Die Wurzeln des Altars als Verehrungsstätte ragen allerdings viel tiefer in die Vergangenheit. Die Benennung kommt wahrscheinlich vom lateinischen Begriff „alta ara“, was „Erhöhung“ bedeutet. Neueren Untersuchungen zufolge könnte sich das Wort auch von „adolere“ („verbrennen“) ableiten. Damit würde auf die ursprüngliche Rolle als Stätte zur Verbrennung von Opfergaben hingewiesen werden. Der Altar symbolisiert die Fläche der Begegnung mit Gott und hat in den meisten Kulturen die Bedeutung eines Tisches, wo Mensch und Schöpfer zusammensitzen. Zuerst war im Christentum ein einfacher Holztisch üblich, später wurde er aus Stein gefertigt und anschließend über einem Märtyrergraben in Block- oder Sarkophagform errichtet. Mit der Zeit wurden diese einfachen Bauten zu wahrhaften Kunstwerken, wobei als wichtigste Altarformen der Ziboriumsaltar (mit baldachinartiger Überdeckung), der Flügelaltar und der Altar mit Predella (kunstvoll bemalter oder geschnitzter Sockel) gelten. Schlüssel sind bei: Frau Maria Theiss Tel.: +40/265/711 155 Leider ist die Kirche derzeit nicht begehbar.
E60, Hetiur 545403, Romania
Marienburg / Feldioara Die evangelische Kirche und die Ruinen der Deutschen Ordensritterburg, getrennt nur durch einen Graben, sind der Stolz Marienburgs. Die im 13. Jh. errichtete dreischiffige, romanische Kirche mit Glockenturm weist eine interessante Besonderheit auf: Am zweiten Geschoss des Turmes ist eine gewölbte Empore eingebaut, die dem Kirchenstifter gewidmet ist. Im 18. Jh. wurde der Turm mit einem neuen Dach versehen, das nach dem Modell der Schwarzen Kirche in Kronstadt (Braşov) gestaltet wurde. Der Innenraum ist mit einem Kreuzrippengewölbe überspannt, dessen Rippen in Halbsäulen übergehen. Die Kapitelle der Halbsäulen im Chor sind mit pflanzlichen, anthropomorphischen und biblischen Motiven geschmückt. Von dem vorreformatorischen Altar haben sich nur wenige Tafeln erhalten, die in die Schwarze Kirche verbracht wurden. Der Bering ist nur noch als gemauerte Einfriedung vorhanden, während die nah gelegenen, aus Flussstein gebauten Mauern der Ritterburg noch als Ruine stehen. Die Wehrmauer der Ritterburg war vier Meter dick und mit vier Türmen ausgestattet. In der Festung kann man noch die Reste einer Kapelle erkennen. Ort und Umgebung Bei Marienburg sind bis heute die Reste einer Burg erhalten geblieben, die vor 800 Jahren von deutschen Ordensrittern erbaut wurde. Die Ritter kamen Anfang des 13. Jh. auf Einladung des ungarischen Königs Andreas II., um die Ostgrenze seines wachsenden Königreiches zu sichern. Neben zahlreichen Privilegien wie Immunität und dem Recht auf Selbstverwaltung wurde ihnen gestattet, eine steinerne Festung zur Sicherung der Umgebung zu errichten. Papst Honorius III. genehmigte sogar die Bildung eines eigenen Staates. Im Jahr 1211 begann auf einem Hügel inmitten der sumpfigen und bewaldeten Umgebung der Bau der Burg. Nach anhaltendem Streit mit ungarischen Adligen wurde der Ritterorden aber bereits im Jahr 1225 wieder aus der Gegend vertrieben. Das Patronat über den Ort erhielten die Zisterziensermönche, die zusammen mit der Gemeinde Marienburg noch im selben Jahrhundert mit dem Bau einer Kirchenburg begannen. Diese befindet sich unweit der Überreste der Ritterburg mitten im Dorf und bildete über Jahrhunderte das religiöse und kulturelle Zentrum der im Ort lebenden Siebenbürger Sachsen. Schlüssel sind bei: Herrn Friedrich Taus Tel.: +40/722/506 613 und bei Herrn Attila Tartler Tel.: +40/755/403 740
Strada Octavian Goga, Feldioara 507065, Romania
Maniersch / Măgheruș Am Talhang, auf halber Höhe über dem Dorf, steht die einfache Saalkirche von Maniersch. Frei von bestimmten Stilmerkmalen wurde sie vermutlich im 16. Jh. erbaut. Der Glockenturm ist aus massivem Steinmauerwerk und bedeutend älter als die Kirche. Für diese Annahme sprechen die schmalen, langen Schießschlitze, die aus der Zeit vor dem Aufkommen der Feuerwaffen stammen. Ab dem dritten Geschoss besteht der Turm aus Ziegelmauerwerk, das fünfte Geschoss bildet den offenen Wehrgang auf Hängeböcken. Die Wehrmauer aus flachen Sandsteinplatten ist zwischen drei und vier Meter hoch. Der Torturm stammt vermutlich ebenfalls aus dem 16. Jh. und wurde 1725 und 1814 renoviert. Das Tor der Wehrmauer steht heute offen und ist von Vegetation überwuchert. Die Tür zur Kirche hängt schräg in den Angeln, Fenster sind zersplittert und der Putz fällt ab. Der Altar ist ein roher Steinblock, über dessen Rückseite ein bemerkenswerter Altaraufsatz ragt. Bemerkenswert nicht wegen seiner Bildkunst, sondern wegen seiner minimalistischen protestantischen Schlichtheit. Die Orgel aus dem Jahr 1912 verkaufte man 1988 nach Szeklerneumarkt. Schlüssel sind bei: dem Ehepaar Paul und Paula Chisiu in einem Bauernhof hinter der Kirchenburg
Măgheruș, Romania
Magarei / Pelișor Die kleine turmlose Saalkirche von Magarei entstand im 15. Jh. und hat bis heute fast unverändert überdauert. Lediglich der Saal erhielt im 19. Jh. eine flache stuckierte Decke. Um 1500 entstand der polygonale Bering mit ursprünglich vier Wehrtürmen, von denen lediglich der imposante Torturm mit seinem Wehrgang erhalten geblieben ist. Auf der Westseite zum Berghang hin wurde der Bering um 1600 mit einer weiteren Mauer verstärkt, die einen Zwinger einschloss. Sie ist mit einer Reihe Wehranlagen wie Pechnasen, Guss- und Schießscharten ausgerüstet und ist immer noch mehr als 10 Meter hoch. Der Innenraum der Kirche wird durch den raumgreifenden klassizistischen Altar in weiß-goldener Farbgebung dominiert, der 1832 geweiht wurde. Die spätbarocke Orgel dagegen wurde nach der Restaurierung in der evangelischen Kirche in Bukarest aufgestellt. Ort und Umgebung Magarei wurde erstmals Mitte des 14. Jh. urkundlich erwähnt. Die Entwicklung des Dorfes verlief seitdem geruhsamer als in vielen Orten der Umgebung. Dies lag auch an der geringen Bevölkerungszahl: Zu Beginn des 16. Jh. zählte man nur etwa 50 Landwirte. Oft kam es zu Streitigkeiten mit dem nahegelegenen Birthälm (Biertan) – ein Ort, der schneller wuchs und deutlich größer war. Bis ins 19. Jh. beanspruchte Birthälm immer wieder einzelne Flächen. 1676 wurde den Bewohnern von Magarei von der Sächsischen Nationsuniversität, dem Selbstverwaltungsorgan der Sachsen in Siebenbürgen, verboten, ihr Dorf zu verlassen, wenn sie nicht ihre gesamten Güter aufgaben. Ziel war es wohl, die Abwanderung in umliegende Orte zu stoppen. Dennoch wurden knapp 20 Jahre später 15 ungenutzte Höfe in Magarei gezählt. Ende des 18. Jh. zerstörte ein Großbrand einen Teil des Dorfes, das zu dieser Zeit noch größtenteils aus Holzhäusern bestand. Bis heute ist Magarei mit knapp 500 Einwohnern ein beschaulicher Ort. In seiner Mitte steht eine Kirchenburg, deren Ringmauer einen guten Eindruck mittelalterlicher Wehrarchitektur vermittelt. Aktivitäten Da es in Magarei keine evangelischen Gemeindemitglieder mehr gibt, stellte die Pflege der Kirchenburg in den letzten Jahren eine zunehmende Herausforderung dar. Der Verein Asociatia P.A.T.R.U. setzt sich seit 2018 vor Ort für den Erhalt der Burg und des benachbarten Pfarrhauses ein. Die Stiftung Kirchenburgen unterstützt sein Wirken. In den letzten Jahren wurde folgendes erreicht: 2018 – Der Verein Asociatia P.A.T.R.U. nimmt vor Ort seine Aktivitäten auf 2017 – Stiftung Kirchenburgen in Zusammenarbeit mit der Stiftung Patrimonium Saxonicum: Entfernung von Bäumen und anderer Vegetation von der Burganlage (Kurzbericht)  2016 – Stiftung Kirchenburgen: Durchführung von ersten Sicherungsmaßnahmen Unsere Partner Stiftung Patrimonium Saxonicum Kirchenbezirk Mediasch Asociatia P.A.T.R.U. Schlüssel sind bei:
DJ141 263, Pelișor 557038, Romania
Streitfort / Mercheașa Von der romanischen Basilika aus dem 13. Jahrhundert sind das Mittelschiff sowie das Chorquadrat erhalten. Als man im 15. Jahrhundert die Seitenschiffe abtrug und die Arkaden zumauerte, wandelte sich die Basilika zur Saalkirche. Darüber hinaus brachte man in neuerer Zeit auf der Nord- sowie der Südseite Eingangshallen an. Umgeben war die Kirche einst von einer sechs bis sieben Meter hohen Wehrmauer aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Form eines unregelmäßigen Vierecks mit Türmen in jeder Ecke. Teile der Westseite der Wehrmauer wurden bereits um 1800 wieder abgetragen, um ein Rathaus zu erbauen. Ein Jahrhundert später wurden auch die Reste der westlichen Wehrmauer sowie der Südwestturm abgetragen, um ein Schulgebäude zu errichten. Ebenfalls abgetragen wurden der Nordostturm sowie das Tor – erhalten ist also einzig der Südostturm. Der zum Bergfried ausgebaute Nordwestturm stürzte später ein; zwischen 1848 und 1858 ersetzte man ihn durch einen Glockenturm. Die Glocke von 1570 ist eine Spende des Bürgermeisters Mauritius Ludwigs aus Reps. Erhalten sind in Streitfort zwei Holzplastiken aus vorreformatorischer Zeit: eine Madonna mit beachtenswertem Faltenwurf aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts sowie ein großes Kruzifix aus der Übergangszeit von der Gotik zur Renaissance. Die Orgel wurde 1788 von Johannes Prause aufgestellt und 1887 durch W. Hörbinger auf zehn Register erweitert. Schlüssel sind bei: Herrn Andreas Walter Tel.: +40/786/420 646
Mercheașa 507107, Romania